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Ein letztes Mal Gas geben

Fußball, Hessenliga Ein letztes Mal Gas geben

Beim SC Hessen Dreieich muss Eintracht Stadtallendorf als bestes Auswärtsteam eine hohe Hürde nehmen, denn der Tabellenzehnte befindet sich vor dem letzten Spieltag des Jahres im Aufwind (Samstag, 14 Uhr).

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Laurin Vogt (links, gegen Eschborns Anthony Wade) spielt am Samstag mit Stadtallendorf in Dreieich.

Quelle: Thorsten Richter

Stadtallendorf. „Wir wollen uns nicht in die Tasche lügen: Vor vier Wochen war die Lage noch katastrophal“, schreibt SC-Trainer Thomas Epp (noch) den Kampf um den Klassenerhalt aus. Dabei hatte sich der Ex-Profi die Saison des Aufsteigers komplett anders vorgestellt.

Einen Platz unter den besten sieben hatte Epp im August anvisiert. Einzig die Realität des finanziell, strukturell wie personell gut ausgestatteten Klubs sah anders aus. Bis auf Rang 16 stürzten die „Hessen“ zeitweilig ab. Seit November geht es aber wieder bergauf.

Mit Siegen gegen Fulda, Seligenstadt und Spitzenreiter Frankfurt sowie einem Remis gegen Watzenborn-Steinberg (Epp: „Gegen die hätten wir klar gewinnen müssen“) stellte die Epp-Elf im November unter Beweis, dass sie auch im Konzert der Großen mitspielen kann.

Sicaja: erfahrene Mannschaft mit viel Qualität

„Zu Beginn der Runde lief alles zusammen: Sperren, individuelle Fehler, die brutal bestraft wurden. Anfang Oktober hat sich aber schon ein Positivtrend abgezeichnet“, blickt der 47-Jährige zurück, der eine „schwere Aufgabe“ erwartet, aber angesichts der knappen Hinspielniederlage Hoffnung schöpft, denn: „Da waren wir nicht schlechter.“

Die Entwicklung des Gegners ist auch Stadtallendorfs Cheftrainer Dragan Sicaja nicht entgangenen, der darüber auch nicht verwundert ist: „Dreieich hat eine erfahrene Mannschaft, die über viel Qualität verfügt. Wahrscheinlich ist in letzter Zeit auch etwas Druck dazugekommen. Aber man muss auch erst einmal die Balance zwischen Offensive und Defensive finden. Der Gegner spielt jetzt mit einem ‚Sechser‘ und zwei ‚Achtern‘ davor.“

In den vergangenen fünf Spielzeiten reichten durchschnittlich 35 Punkte zum Klassenerhalt in Hessens höchster Spielklasse. Mit einem Sieg im Frankfurter Süden hätten die Herrenwälder diese magische Marke geknackt.

„Dass wir irgendwann mal an unsere Grenzen stoßen, war zu erwarten. Mehr als 30 Punkte zum jetzigen Zeitpunkt sind aber überragend. Wir haben eine super Runde gespielt“, lobt Sicaja, dessen Team mit einem guten Auftritt das Jahr ausklingen lassen will und sich damit auf die Weihnachtsfeier am 12. Dezember einstimmen möchte: „Wir fahren ohne große Last dorthin und wollen einfach noch mal alles geben.“

Fraglich sind noch die Einsätze von Stürmer Del-Angelo Williams, Mohamet Arifi (beide krank) und Ariel Szymanski (Muskelverletzung). Gespielt wird laut Epp „zu 99 Prozent“ auf dem Kunstrasenplatz im Dreieicher Sportpark.

von Marcello Di Cicco

 
Der Spieltag

SpVgg Oberrad - Spfr. Seligenstadt (Fr., 19.30 Uhr)

KSV Baunatal - Rot-Weiß Frankfurt,

FC Bayern Alzenau - SC Borussia Fulda,

TSV Lehnerz - Teut. Watzenb.-Stbg.,

Buchonia Flieden - FSC Lohfelden,

Rot-Weiß Hadamar - OSC Vellmar,

1. FC Eschborn - SV Wiesbaden,

SC Hessen Dreieich - Eintr. Stadtallendorf (alle Sa., 14 Uhr).

 
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