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Ein erster Schritt in die richtige Richtung

Fußball, Verbandsliga Mitte Ein erster Schritt in die richtige Richtung

Im Kampf um den Klassenerhalt hat der FSV Schröck einen wichtigen Erfolg landen können.

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Nicht zu stoppen: Roman Herdt (rechts) enteilt dem Oberliederbacher Alexander Trumpp. Der 20-Jährige war am Samstag der beste Spieler des FSV Schröck.

Quelle: Michael Hoffsteter

Schröck. „Das war Abstiegskampf pur“, sagte FSV-Trainer Markus Kubonik nach Spielende. Und die Worte des 37-Jährigen treffen es ganz gut. Mit großem Einsatz und starkem Willen rang der FSV Schröck die SG Oberliederbach am Samstag zuhause am Elisabethbrunnen nicht unverdient mit 2:1 (1:0) nieder. „Der Ehrgeiz und der Eifer haben von der ersten Sekunde an gestimmt“, lobte „Kubo“.

Gegen uninspirierte Oberliederbacher setzte der FSV auf seine Tugenden und kämpfte bis zum Schluss. „Wir wollten defensiv gut stehen und zielstrebig zum Torerfolg kommen“, sagte Kubonik. Und dieser Plan ging vollends auf, obgleich der FSV-Trainer zugeben musste: „Vom spielerischen und vom Ballbesitz her war uns Oberliederbach überlegen.“

Schröck hingegen versuchte vermehrt mit langen Bällen die hochstehende Oberliederbacher Abwehrreihe in Verlegenheit zu bringen. Immer wieder fanden die Defensivspieler Steffen Rechner, Ivo Pfalz oder Lukas Greb im Sturmzentrum Matthias Pape, der entweder den Ball per Kopf verlängerte oder versuchte das Spielgerät zu halten und auf seine Mitspieler abzulegen. Pfalz, der mit 19 Jahren sein Debüt in der Verbandsliga feierte, zeigte über 90 Minuten eine unauffällige, aber auch nahezu fehlerfreie Leistung.

Das Führungstor fiel aber nach einem Standard. Ein Eckball von der linken Seite ­spielte Lukas Greb kurz auf Manuel Schäfer, der ihm den Ball unmittelbar wieder auflegte. Mit einer flach platzierten Hereingabe an den langen Pfosten fand Greb Steffen Rechner, der, nur bedrängt von seinem Mitspieler Mehmet Kocak, zum 1:0 einschoss (13.). Ein Treffer, der vor allem Trainer Kubonik besonders freute, wurde diese Variante doch bereits mehrfach im Training einstudiert.

In Folge dessen gewann der FSV zunehmend an Sicherheit und erspielte sich immer wieder gute Chancen, wohingegen Oberliederbach blass blieb. „Es ist schade, wir hatten uns ehrlich gesagt mehr erhofft. Offensiv sind wir zurzeit echt gehandicapt, deswegen haben uns auch die klaren Torchancen gefehlt“, monierte Oberliederbachs Co-Trainer Asad Ahmad, der seinen Kollegen Mario Jung an der Seitenlinie vertrat.

Die beste Möglichkeit im ersten Durchgang hatte Pape, der nach Vorarbeit von Schäfer zu lange zögerte und statt direkt zu schießen ein Foulspiel ziehen wollte (8.). Pape trat nochmals in Erscheinung, als er in der 29.Minute bei einem Kopfballduell an der Strafraumkante mit SG-Torwart Michael Kornmesser unglücklich zusammenstieß. Kornmesser erlitt eine Platzwunde und musste in der Halbzeit ausgewechselt werden.

Im zweiten Durchgang zeichnete sich ein ähnliches Bild ab. Oberliederbach blieb feldüberlegen, aber ideenlos, Schröck durch schnelle Angriffe über wenige Stationen stets gefährlich. Nach einem Doppelpass mit Schäfer legte Roman Herdt den Ball quer auf Matthias Pape, der zum 2:0 einschob (56.).

Dann aber brach das Schröcker Spiel mit zunehmender Spieldauer merklich ein. Insbesondere die Herausnahme von Herdt sorgte dafür, dass der Ball kaum noch in den eigenen Reihen blieb. Noch unnötiger als dieser Leistungsabfall war vor allem das Gegentor. Nach einem weiten Einwurf setzte sich Daniel Vagt am kurzen Pfosten gegen Rechner durch und köpfte über FSV-Torwart Florian Eidam ins Netz (82.). Mit Willen und etwas Glück brachte Schröck letztlich aber den Sieg über die Zeit.

Sinnbildlich für das Schröcker Auftreten war vor allem die Leistung von Manuel Schäfer. Der Routinier, dem man in der Hinrunde seine 35 Jahre deutlich anmerkte, zeigte sich wesentlich spritziger und agiler und kämpfte mit allem, was er hatte, um jeden Ball. Schäfer initierte auch immer wieder Angriffe, vorrangig mit Herdt, der aus einer sehr guten Teamleistung noch einmal deutlich herausstach. Nach 67 Minuten war aber für den 20-Jährigen Schluss, er konnte schlicht nicht mehr. „Roman war die Woche über erkältet und demnach noch angeschlagen“, erklärte Coach Kubonik.

Ebenfalls nicht ganz fit ging Tim Schott in die Partie. Der Kapitän hielt aber 90 Minuten lang durch und verlieh dem FSV-Spiel sichtbare Stabilität. Das wiederum freute seinen Trainer. „In den Testspielen war er extrem schlecht. Er muss aber jetzt einfach spielen, um auch die Verletzung aus dem Kopf zu bekommen. So gesehen, habe ich ein bisschen Glück gehabt“, sagte „Kubo“ mit einem Augenzwinkern.

von Tobias Kunz

Spieldaten

Tore: 1:0 Steffen Rechner (13.), 2:0 Matthias Pape (56.), 2:1 Daniel Vagt (82.).

FSV Schröck: Eidam - Greb, Pfalz, Rechner, Braß - Kraus (72. Münch), Schott, Kocak, Herdt (67. Löber) - Schäfer (87. Sener), Pape.

SG Oberliederbach: Kornmesser (46. Lechner) - Oliver Jörß (72. Florian Jörß), Hame, Vagt - Senftleben, Müller, Hirschle, Trumpp - Bektas (60. Keskin), Piazza, Pyatt.

Schiedsrichter: Bierau (Biedenkopf).

Zuschauer: 110.

Gelbe Karten: Herdt, Kocak, Schott, Kraus / Hirschle.

Beste Spieler: Herdt, Schäfer, Schott / Pyatt.

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