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Ein bitterer Nachmittag für die "Dolphins"

Basketball, Bundesliga Frauen Ein bitterer Nachmittag für die "Dolphins"

Die Niederlage gegen den Tabellenzweiten kam nicht ganz unerwartet. Doch der Herner TC dominierte vom Sprungball weg und ließ den Marburgerinnen keine Chance.

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Nur selten setzten sich die Marburgerinnen um Kellindra Zackery (Mitte) gestern gegen Hernes robuste Verteidigung in Szene. Foto: Nadine Weigel

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Vierte Niederlage im sechsten Spiel. Der BC Pharmaserv steht nach dem 45:76 auf Rang zehn. Zwar fehlen auch nur zwei Siege bis zum Dritten. Doch BC-Trainer Patrick Unger nahm nach der enttäuschenden Vorstellung in eigener Halle sogar das Wort „Abstiegskampf“ in den Mund. „Wir haben nach dem ersten Spieltag unsere Fehler analysiert“, sagte Unger. „Wir schaffen es aber immer noch nicht, sie abzustellen. Das müssen wir aber schnell ändern.“

Den verunsicherten Auftritt seiner Schützlinge wollte der 31-Jährige nicht mit der kurzfristigen Trennung von Bjonee Reaves entschuldigen. „Das war heute nicht das Problem. Auch mit ihr hätten wir nicht entscheidend besser ausgesehen“, war er sich sicher. Wann Ersatz für Reaves zur Verfügung steht, war gestern noch nicht klar. „Aber ich hoffe, dass sich da bald was tut“, sagte Unger.

Die ungeschlagenen Hernerinnen waren von Beginn an präsenter. Wille und Physis gaben vor rund 450 Zuschauern den Ausschlag. Vor allem in der Verteidigung legten sich die Gäste ordentlich ins Zeug. „Wir hatten Marburgs Spiel sehr gut analysiert und konnten so das Spiel kontrollieren“, sagte HTC-Coach Marek Piotrowski. Vor allem, dass sein Team nur 45 Punkte zugelassen hatte, gefiel ihm.

BC-Spielerin Birte Thimm war mit der Einstellung ihrer Mannschaft nicht zufrieden. „Wir hatten gut trainiert und waren zuversichtlich. Aber von Beginn an hat Herne die Aggressivität gezeigt, die eigentlich wir an den Tag legen wollten“, sagte die Kapitänin.

Während die Gäste aufmerksam Marburgs Passwege zustellten, war das Pharmaserv-Team oft einen Schritt zu spät und kam mit der harten, aber nicht unfairen Gangart der Gäste nicht klar. „Wir waren nicht bereit, bei einem Schubser auch mal dagegenzuhalten“, monierte der Marburger Übungsleiter. 28 Ballverluste waren die Folge.

Auch das mannschaftliche Zusammenspiel der „Dolphins“ war gestern alles andere als zufriedenstellend. Ganze vier direkte Korbvorlagen wies der Statistikbogen auf. Die Gastgeberinnen verzettelten sich in Einzelaktionen - und das nicht besonders erfolgreich. Viele Korbaktionen wirkten halbherzig. Die Verunsicherung wuchs mit jedem Fehlwurf spürbar.

Herne lag von Beginn an vorne, Mitte des zweiten Viertels schon mit 32:15. Nach dem Seitenwechsel (43:24) packten die Gäste in den folgenden vier Minuten noch 13:0-Zähler drauf. Die Marburgerinnen erarbeiteten sich noch gute Möglichkeiten, doch war beim 59:39 für den HTC bereits vor dem Schlussakt alles klar.

Am Donnerstag (20 Uhr) tritt der BC zum Pokalspiel bei BBZ Opladen an. Auch wenn es in der zweiten Runde „nur“ gegen einen Zweitligisten geht, „die Einstellung von heute dürfen wir uns nicht erlauben“, sagte Birte Thimm.

von Marcus Richter

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