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Ein Sieg mit hektischer Schlussphase

Fußball, Gruppenliga Ein Sieg mit hektischer Schlussphase

Die Sportfreunde konnten zwar drei Punkte einfahren, müssen allerdings um Leistungsträger Clemens Haberzettl bangen.

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Marburgs Timur Sander erzielt gegen Wiesecks Torwart Paul Kottek den 2:1-Siegtreffer.Foto: Michael Hoffsteter

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Bis zur 75. Minute verlief die zweite Hälfte zwischen den beiden Teams relativ ereignislos. Dann wurde es jedoch turbulent: Ein rüdes Foul, ein Tor und ein Platzverweis machten die Schlussphase äußerst unterhaltsam. Chancen waren Mangelware.

Wieseck legte los wie die Feuerwehr und gelangte mit schnellem Kurzpassspiel immer wieder gefährlich vor das Tor der Hausherren. Nur beim Abschluss wollte es nicht so gelingen. Kapitän Kevin Buyck jagte das Spielgerät zweimal knapp am Tor vorbei (8., 12.).

In der 27. Minute war es dann jedoch so weit: Nach einem ansehnlichen Angriff tauchte plötzlich Rechtsverteidiger Cemal Gümüs zehn Meter frei vor dem Tor auf und besorgte die Führung. Diese währte jedoch nur 90 Sekunden.

„Wir wussten, dass bei Standards etwas geht! Wir haben einfach größere Spieler in unseren Reihen“, sagte BG-Trainer Armin Dahlhoff. Clemens Haberzettl, der ein bärenstarkes Spiel ablieferte, brachte einen Freistoß aus dem Halbfeld an den „Fünfer“. Dort stand Mittelfeldstratege Jan Kuschmir goldrichtig und köpfte wuchtig ein - 1:1.

Das Tor nahm Wieseck den Wind aus den Segeln. Marburg wurde stärker, erspielte sich einige Gelegenheiten, konnte diese jedoch nicht in Zählbares ummünzen. So ging es bei Gleichstand in die Kabine.

Die zweite Spielhälfte hatte bis zur Schlussphase wenige Höhepunkte. Die letzte Viertelstunde hatte es allerdings in sich:

Nach einem beherzten Solo auf der rechten Außenbahn wurde Haberzettl ungestüm von den Beinen geholt. Der Leistungsträger der Sportfreunde und beste Spieler an diesem Sonntag blieb einige Zeit liegen und musste behandelt werden, bevor er mit schmerzverzerrtem Gesicht wieder aufs Feld trabte. Sieben Minuten später: Nach einer Haberzettl-Ecke wurde der Ball an den zweiten Pfosten verlängert. Dort fackelte Timur Sander nicht lange und netzte aus kürzester Distanz zum Siegtreffer ein.

In der Nachspielzeit brannte es dann noch einmal lichterloh im Strafraum der Hausherren. Ein Schuss wurde auf der Torlinie gerettet und der Nachschuss prallte an den Pfosten. „Wie ist der Ball denn nicht reingegangen?“, fragten sich einige Zuschauer verwundert.

Hektisch wurde es nochmal, als Marburg versuchte, auf Zeit zu spielen, und Brian Mukasa Daniel Hacker ungestüm umriss - Gelb-Rot. Zehn Sekunden später war dann Schluss.

„Wir haben gut gespielt, aber die Tore nicht gemacht. Das ist schon ein wenig enttäuschend“, erklärte TSG-Coach Dionysios Kaliampos, dessen Schützlinge als nächstes gegen Waldsolms ran müssen. Kommenden Sonntag werden die Sportfreunde versuchen, auch das dritte Spiel in Folge zu gewinnen, wenn sie bei der SG Laub gastieren. Sollte Top-Torjäger Haberzettl längerfristig ausfallen, wäre dies ein harter Schlag.

Tore: 0:1 Cemal Gümüs (27.), 1:1 Jan Kusch­mir (29.), 2:1 Timur Sander (82.).

SF BG Marburg: Möller - Leinweber, Jauernick, Canavese, Bepperling - Kuschmir - Haberzettl, Kleemann, Winhauer, Fiedler (64. Sander) - Hacker (90. Jehn).

TSG Wieseck: Kottek — Gümüs (63. Stein), Strack, Mohr, Traut - Buycks, Schmidt - Taskin, Gouri (77. Avcu) - Mukasa, Günther.

Schiedsrichter: Andreas Bömer (Rotenburg).

Zuschauer: 150.

Gelbe Karten: Mukasa, Buyck, Mohr.

Gelb-Rote Karten: Mukasa.

Beste Spieler: Haberzettl/ Mukasa.

von Benjamin Kaiser

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