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Ein Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt

American Football Ein Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt

Dank einer starken Leistung haben sich die „Söldner“ am Samstag eine hervorragende Position für die letzten beiden Spiele im Abstiegskampf erarbeitet.

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Marburgs Andrecus Lindley (rechts) hofft am Sonntag auf freie Wege wie hier gegen Rhein-Neckar. Foto: Michael Hoffsteter

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Vor der Partie sprach Cheftrainer Matthias Dalwig von einem „entscheidenden Spiel“ und betonte, dass seinem Team klar sei, was auf dem Spiel stehe. Diesen Eindruck machte die Mannschaft beim überzeugenden Sieg allemal. Mit dem 45:14-Triumph gegen die Bandits haben die „Söldner“ den direkten Vergleich mit dem Konkurrenten im Abstiegskampf gewonnen.

Da nur das letztplatzierte Team in die Relegation um den Abstieg aus der Gruppe Süd der German Football League muss, müsste Marburg seine letzten beiden Spiele verlieren, Rhein-Neckar beide gewinnen, damit die „Banditen“ an Marburg vorbei zögen. Zwei Siege für Rhein-Neckar Bandits sind jedoch mehr als unwahrscheinlich, da sie am letzten Spieltag bei Spitzenreiter Schwäbisch Hall gastieren.

Guter Spielplan in der Offensive geht auf

Drei Touchdowns brachten die „Söldner“ am Samstag im ersten Viertel zustande – so viel wie noch nie in einem ersten Viertel dieser Saison. Den Punkteregen leitete Philip Prohaska, Marburgs bester Wide Receiver, nach einem Pass von Quarterback E.J. White ein. Außerdem waren Passfänger Chris Köller und Running Back Andrecus Lindley in den ersten zwölf Minuten für die „Söldner“ erfolgreich. „Wir hatten in der Offensive einen guten Spielplan und der Gegner hat genau so verteidigt, wie wir es von ihm erwartet haben“, sagte Dalwig. Marburgs Angriff zerpflückte die gegnerische Verteidigung regelrecht.

Beim Halbzeitstand von 0:24 musste die Offensive der Bandits im zweiten Durchgang mehr riskieren, häufiger den Ball werfen. Die Eindimensionalität des Angriffs der „Banditen“ machte es den Mercenaries leichter, den Pass-Rush aufzuziehen. „Der Gegner hat das Laufspiel quasi aufgegeben, hatte keinen Running Back auf dem Feld und so ganz offensichtlich gemacht, dass er übers Passspiel kommen will“, betonte Defensive Coordinator Carsten Weber.

So war es nicht überraschend, dass Sonny Weishaupt, Quarterback der Bandits, viele Tackles einstecken musste, für die vor allem die Defensive Ends Lennart Reich und Simon Linneweber verantwortlich zeichneten. „Lennart und Simon haben ein bärenstarkes Spiel gemacht“, sagte Weber. Wie Jagdhunde waren beiden Defensivspieler hinter Weishaupt her. Aufgrund der Eindimensionalität konnte der Defensive Coordinator die Hunde von der Leine lassen. Der leidtragende Weishaupt, ein Ex-Mercenary, tat Dalwig Leid: „Sonny hat heute ganz schön viel einstecken müssen. Da liegt es meiner Meinung auch an den Trainern, dem eigenen Quarterback zu helfen und ihm Unterstützung beim Blocken zukommen zu lassen.“

White sorgt mit Armen und Beinen für Gefahr

Trotz der Inkompetenz der Hausherren, den eigenen Quarterback aufrecht zu halten, wurde es zwischenzeitlich nochmal eng: Durch eine überraschende Punt-Variante kamen die Hausherren zu ihren ersten Punkten und Anfang des vierten Viertels warf E. J. White das Leder den „Banditen“ in die Arme. Den folgerichtigen Ballbesitz münzten die Mannheimer in Zählbares um – 14:24.

Doch der Schnitzer des Marburger Quarterbacks änderte nichts an der Überlegenheit der „Söldner“ an diesem Tag. So war es kurz darauf White selber, der den alten Punkteabstand mit einem Touchdown-Lauf wieder herstellte. Einmal mehr zeigte der „Rasengeneral“ der Marburger, dass er nicht nur mit seinem Arm sondern auch mit seinen Beinen für Gefahr sorgen kann. Die zwei letzten Touchdowns von Andrecus Lindley und Merlin Detrois stellten den Endstand her.

Als die Sieger wieder in Marburg ankamen wurde der zweite Saisonsieg gebührend gefeiert. „Einige der Männer haben die Nacht zum Tag gemacht. Es sei ihnen gegönnt“, betonte Dalwig.

Hauptsache der Kater ist wieder weg, wenn die „Mercs“ am Sonntag (16 Uhr) gegen die Munich Cowboys ihr letztes Heimspiel im Georg-Gaßmann-Stadion bestreiten. Mit einem Sieg können die „Söldner“ den Klassenerhalt auch rechnerisch unter Dach und Fach bringen. „München ist auf jeden Fall schlagbar und wir wollen uns mit einem Triumph von den Fans verabschieden“, kündigte Dalwig an.

von Benjamin Kaiser

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