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Ein Patzer wird den Marburgern zum Verhängnis

Fußball-Verbandsliga Mitte Ein Patzer wird den Marburgern zum Verhängnis

Mit einigen tollen Paraden bewahrte SF/BG-Keeper Timo Möller sein Team beim TuS Dietkirchen vor einer höheren Niederlage. Ein entscheidendes Mal patzte der 25-Jährige aber beim 1:2 (1:1).

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Rick Winhauer (rechts) von den Sportfreunden Blau-Gelb
Marburg geht gegen Dietkirchens Thomas Weinand ins
Kopfballduell. Foto: Marcello Di Cicco

Dietkirchen. Am Ende wurde es noch mal hektisch auf der Sportanlage „Auf dem Reckenforst“ im Limburger Stadtteil Dietkirchen: Kaum hatte Jonas Herberg - wie schon Daniel Hacker aus gleicher Position (55.) - vom rechten Strafraumeck den Ball um Zentimeter am langen Pfosten vorbeigeschossen (90.), da wurde es Schiedsrichter André Klein (Offenbach) zu bunt. Als sich SF/BG-Trainer Maurice Jauernick erneut über die harte Gangart des Gegners gegen Clemens Haberzettl beschwerte, schickte der Referee zunächst den Marburger Übungsleiter auf die Tribüne - Sekunden später den eingewechselten Jonas Herberg, gegen den der Unparteiische die Rote Karte zückte (90.+2).

Warum? Dazu wollte sich Klein auf OP-Nachfrage nicht äußern. Offensichtlich ahndete er eine Beleidigung, wenngleich der Stürmer wenig später am Seitenrand fassungslos beteuerte, keine solche ausgesprochen zu haben.

„Mit etwas Glück gehst du hier mit einem Unentschieden aus dem Spiel“, ärgerte sich Jauernick, dessen Team bei den zwei Gegentoren im Pech war: Nach einer Freistoßflanke boxte Möller den Ball gegen Jonas Beckmann, von dem das Spielgerät aus kurzer Distanz in die Tormaschen flog (16.). Nach einem feinen Pass von Jean Michel Kleemann in die Schnittstelle der Abwehr gelang Enrico Zucca per Heber der Ausgleich (29.).

„Möller hat überragend gehalten - und dann so ein Schubbelding, das das Spiel entscheidet. Das ist sehr, sehr ärgerlich“, spielte Jauernick auf den Siegtreffer an, bei dem ein Flachschuss von Maximilian Zuckrigl aus etwa 16 Metern dem Marburger Schlussmann durch die Hände rutschte (65.).

Davor und auch danach hatte Möller die SF BG mit einer tollen Parade gegen Jörn Ansgar Heep (58.) sowie klasse Reaktionen gegen Christopher Schwarz (59.) und Robin Dankof (71.) im Spiel gehalten - gegen einen Gegner, der allein im zweiten Durchgang ein halbes Dutzend guter Chancen vergab und durch Zuckrigl auch das Lattenkreuz traf (82.).

„Der Sieg geht in Ordnung. Wir hätten aber höher gewinnen müssen. Nach vorne besteht nach wie vor Nachholbedarf“, wusste TuS-Spielertrainer Florian Dempewolf, dessen Trainerkollege vor der Partie von einem 4-2-3-1 auf ein 4-3-3 nicht nur taktisch, sondern auch personell umgestellt hatte, um die jüngste Flut an Gegentoren abzustellen. Über fast die gesamte Spieldauer bot sich fortan das gleiche Bild: Dietkirchen nahm das Heft in die Hand, die ansonsten offensiv agierenden Blau-Gelben zogen sich derweil zurück und lauerten auf Konter.

„Die Mannschaft hat gekämpft. Das hat mir gefallen. Aber das Ergebnis passt nicht ganz“, bedauerte Jauernick. Unverdient war es allerdings auch nicht, weil die Heimelf gegen erst in der Schlussphase auf den Ausgleich drängende Gäste, die im Mittelfeld zu selten den Ball behaupteten, mehr investierte und ein klares Chancenplus hatte.

TuS Dietkirchen - SF BG Marburg 2:1 (1:1). Tore: 1:0 Jörn Ansgar Heep (16.), 1:1 Enrico Zucca (29.), 2:1 Maximilian Zuckrigl (65.). Dietkirchen: Laux - Heep, Schwarz, Dempewolf, Sancak - Hautzel (60. Gratz), Weinand, Dankof (90. Müller) - Rücker, Granja (46. Schmitz) - Zuckrigl.

Marburg: Möller - Bepperling, Canevese, Beckmann, Berger - Winhauer (55. Kuschnir), Zucca, Weidenhausen (74. Ortmüller) - Kleemann, Haberzettl, Hacker (65. Herberg).

Schiedsrichter: André Klein (Offenbach). Zuschauer: 140. Gelbe Karten: Heep / Winhauer, Hacker, Zucca. Rote Karte: Jonas Herberg (90.+2, Marburg) wegen Beleidigung. Beste Spieler: Rücker, Dempewolf, Dankof / Möller, Haberzettl.

von Marcello Di Cicco

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