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Ein Familienmensch durch und durch

Yanik Berberich Ein Familienmensch durch und durch

Der Neuzugang des SVB setzte sich bei der Wahl zum Spieler der Woche auf der Facebookseite "OP Sport" deutlich gegen vier weitere Nominierte durch. Aber Toreschießen ist für ihn nicht alles. Die Zauberworte für Berberich sind Heimat und Familie.

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Spieler der Woche: Yanik Berberich.

Quelle: Benjamin Kaiser

Marburg. Wer ist Yanik Berberich? Eine Frage, die die Spieler vom Gruppenligisten FSG Homberg/Ober-Ofleiden seit vergangenem Sonntag beantworten können. An den SVB-Stürmer erinnern sie sich wohl ungern. Der FSG schenkte der 21-Jährige am ersten Spieltag der Saison drei Treffer beim 4:0-Auswärtssieg ein. Es war das Gruppenliga-Debüt des Bauerbacher Neuzugangs.

Aber hinter dem 21-Jährigen steckt mehr als ein Mann, der laut seinem Trainer Harry Preuß den „Instinkt“ fürs Toreschießen hat. Berberich ist seit dem 1. Juli neu im Team. Er kam vom A-Ligisten SG Dernbach/Wommelshausen. „Mein Heimatverein“, wie er fast ehrfürchtig sagt.

Heimat ist ein Wort, das in Berberichs Wortschatz einen besonderen Platz einnimmt. Das liegt vor allem an den Menschen, die Berberich mit seinem Heimatdorf Wommelshausen verbindet. Eltern, Freundin und Freunde bietem dem 21-Jährigen ein geborgenes Umfeld. Mit einem Lächeln erinnert er sich an seine Kindheit: Nach Schulschluss zu „Oma und Opa“, wo Großmutter das Essen servierte.

Sein 86-jähriger Großvater, einst selbst Spieler und Trainer, war stets an der Seitenauslinie, wenn der Enkel das Trikot für die SG Dernbach/Wommelshausen überstreifte. Doch nach Bauerbach ist der Weg für ihn zu weit.

Daher ließ Berberich schweren Herzens im Sommer seinen Heimatverein zurück und schloss sich dem SVB an. „Ich wollte sportlich noch einmal eine Herausforderung und dafür habe ich in Bauerbach ein tolles Umfeld“, versichert er. Eine große Herausforderung nahm er vor sieben Jahren nicht an, als ihn der Bundesligist 1. FC Nürnberg ins vereinseigene Fußballinternat holte.

Er sagte zu, hielt aber nur eine Woche durch. Heimweh breitete sich in ihm aus. „Ich denke, dass diese Erfahrung mich weitergebracht hat. Ich habe viel Zeit damit verbracht, über mich selbst zu reflektieren“, meint er. Er fand heraus, dass eine mögliche Profilaufbahn nicht das ist, was er wollte. Er kehrte zurück in sein vertrautes Umfeld. Zurück zur Familie.

Berberichs Vorliebe für Mitmenschen kommt ihm im Berufsleben zugute. Kein Wunder, dass er einer Arbeit nachgeht, bei der viel Sozialkompetenz gefordert ist. Er macht eine Ausbildung zum Erzieher und arbeitet mit Jugendlichen zusammen, die an Adipositas, einer Stoffwechselkrankheit mit starkem Übergewicht, leiden.

Also, wer ist Yanik Berberich? Nach 21 Jahren ist er gleichermaßen Fußballer mit „Instinkt“ und Familienmensch. Heimatverbunden und hilfsbereit. Ein Mann mit einer Mission: Toreschießen und Menschen helfen.

von Benjamin Kaiser

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