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Ein Europameister hat sich angekündigt

Mehrkampfmeeting in Marburg Ein Europameister hat sich angekündigt

Im Georg-Gaßmann-Stadion kämpfen am Wochenende Siebenkämpferinnen und Zehnkämpfer um Normen für internationale Meisterschaften. Nicht nur Deutsche, auch Sportler aus anderen Nationen, werden am Start sein.

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Hofft noch auf ein Ticket nach Rio: Pascal Behrenbruch.

Quelle: Helmut Schaake

Marburg. Um nicht weniger als die Qualifikationsnormen für die Olympischen Spiele in Rio und die Europameisterschaften in Amsterdam geht es für die Athletinnen und Athleten am Samstag und Sonntag, für den U-20-Nachwuchs um Punkte, die zu den Nachwuchs-Weltmeisterschaften im polnischen Bydgoszcz führen können.

Nachdem bereits mehrfach der Thorpe-Cup als Ländervergleich zwischen Deutschland und den USA in Marburg ausgetragen wurde, können sich die Leichtathletik-Fans aus der Region erneut auf Wettkämpfe in den Königsdisziplinen freuen. Die Stadt Marburg richtet das Meeting, für das insgesamt rund 60 Meldungen von Sportlern aus fünf Ländern vorliegen, in Zusammenarbeit mit dem Leichtathletikkreis Marburg-Biedenkopf aus.

Die Vorbereitungen sind weitgehend abgeschlossen. Die Kunststoffbahn des Georg-Gaßmann-Stadions wurde mit einem Hochdruckreiniger gesäubert, die Anlagen sind überprüft und optimiert worden. Der aus Wetzlar ausgeliehene Diskus-käfig ist gestern aufgebaut worden, die beiden Stabhochsprunganlagen - eine davon kommt aus Stadtallendorf - folgen. Auch ansonsten wird zusammengearbeitet: Die Zeitmessanlage kommt aus Wiesbaden, die Weitenmessanlage aus Mainz. Und unter den 40 Kampfrichtern und Helfern werden einige Sportstudenten der Philipps-Universität sein. „Die Zuschauer werden wie beim Thorpe-Cup bei den meisten Disziplinen ganz nah dran sein“, verspricht Leichtathletikkreis-Vorsitzender Rolf Dörr und ist sich mit dem Fachdienst-Leiter Sport der Stadt Marburg, Björn Backes, einig: „Wir werden Sport auf hohem Niveau erleben.“

Das Wetter soll passen, sportlichen Höchstleistungen steht damit nichts im Weg. Im Zentrum des Interesses könnte Pascal Behrenbruch stehen. Nach Trainingsabenteuern im Ausland kehrte er im Herbst zur Basis nach Frankfurt zurück. Der 31-jährige Europameister von 2012 mit einer Bestleistung von 8558 Punkten will es noch einmal wissen und kämpft in seinem bekannten Trainingsumfeld zusammen mit seinem alten Coach Jürgen Sammert um Anschluss. In Frankfurt, wo auch die beiden Weltklasse-Siebenkämpferinnen Claudia Rath und Carolin Schäfer trainieren, will er zurück in die Erfolgsspur finden. Bei einem Formtest Anfang Mai beim Stadionfest in Mörfelden siegte er im Kugelstoßen mit 15,28 Meter, überzeugte auch im Diskuswurf und im Stabhochsprung.

Die deutschen Topathleten sind nächste Woche im österreichischen Götzis, dem Mekka der Mehrkämpfer, am Start. Zu denen wird Behrenbruch derzeit von den Trainern nicht gezählt - dennoch hat er die Chance, zumindest auf den EM-Zug aufzuspringen. 7900 Punkte beträgt die Norm dafür. Insgeheim dürfte er auch noch mit Olympia liebäugeln, dafür muss aber ein Ergebnis nahe seiner Bestleistung her. Mit großer Motivation will er die Aufgabe angehen. Dass er für Überraschungen gut ist, hat der Sportler der LG Eintracht Frankfurt bereits häufiger bewiesen.

von Helmut Schaake und Stefan Weisbrod

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