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Ederbergland zu stark für Marburg

Fußball-Verbandsliga Mitte Ederbergland zu stark für Marburg

Die SF BG Marburg haben am Freitagabend eine Überraschung beim FC Ederbergland verpasst und mit 1:4 (1:3) verloren.

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Clemens Haberzettl triff gegen Ederberglands Keeper Philipp Hartmann zum zwischenzeitlichen 1:1 für die Sportfreunde Blau-Gelb Marburg. Es reichte dennoch nicht gegen den Aufstiegsanwärter.

Quelle: Marcello Di Cicco

Allendorf. „Ederbergland war unbestreitbar besser und hat verdient gewonnen“, sagte Marburgs Trainer. Andreas Sinkel ärgerte sich aber vor allem über eines: „Wir haben den Gastgebern in der ersten Halbzeit drei Geschenke gemacht. Das darf so nicht passieren.“

Einen frühen Rückstand steckten die Gäste noch gut weg. Clemens Haberzettl erzielte in der 8. Minute das 1:1, nachdem Iori Shintani ein Kopfballduell gewonnen und Alexander Lauer den Torschützen in Szene gesetzt hatte. Zuvor hatte Michael Möllmann eine Ecke von Lukas Guntermann zum 1:0 für Ederbergland am langen Pfosten mit dem Knie über die Linie gedrückt (5.).

Gäste spielen Konter nicht konsequent genug aus

Doch trotz des Ausgleichs war der neue Spitzenreiter, der allerdings am Wochenende von Viktoria Kelsterbach wieder von Platz eins verdrängt werden kann, die bessere Mannschaft. Spielerisch hatte der FCE klare Vorteile, war giftiger in den Zweikämpfen und kombinierte gefällig. Die Marburger lauerten ausschließlich auf Konter, spielten diese aber nicht konsequent aus. Mit einer Ausnahme: Ein weiteres Mal fand Lauer Haberzettl, doch Ingo Miß klärte (33.).

Da stand es aber schon 2:1 für Ederbergland. In der 29. Minute hatte Dominik Karge die neuerliche Führung zwar noch verpasst, als er an SF/BG-Keeper Timo Möller schon vorbei war, aber von InnenverteidigerAndré Berger noch geblockt wurde. Zwei Minuten später aber legte Ederberglands Felix Nolte nach einer Flanke mit dem Kopf quer an den Fünfmeterraum zu Daniel Gora, der einköpfte. Möller kam zu spät raus und machte beim Gegentreffer keine gute Figur.

Beim dritten Treffer Ederberglands war der Torwart hingegen machtlos. Der Freistoß von Guntermann schlug unhaltbar zum Pausenstand im Winkel ein (40.) - damit war die Partie praktisch entschieden.

FCE-Trainer Vladimir Kovacevic war da etwas anderer Meinung. „Ich hätte gerne gesehen, was passiert wäre, wenn Marburg den Anschlusstreffer gemacht hätte“, monierte er das Nachlassen seines Teams nach der Pause und hatte dabei wohl die Aufholjagd Liverpools gegen Dortmund im Hinterkopf.

Sinkel: „Wir fangen uns zu einfache Gegentore“

Doch wenngleich die Sportfreunde in der zweiten Hälfte besser in die Partie kamen - ernsthafte Sorgen musste sich Kovacevic nicht machen. Denn zum Abschluss kamen die Marburger nicht, weil sie einfache Fehler im Vorwärtsgang machten, teilweise leichtfertig den Ball vertändelten oder weil noch ein Fuß eines FCE-Spielers im Weg war.

Der Aufstiegsanwärter blieb in seinen Aktionen gefährlicher. Nach schönem Pass von Janis Wolff tauchte Nolte frei vor dem Tor auf, doch Möller parierte. Den Nachschuss setzte Gora an den Pfosten (66.). Das 4:1 durch Dominik Karge konnte Möller dann sechs Minuten später allerdings auch nicht mehr verhindern.

Zwei Faktoren sah Sinkel als entscheidend für die Niederlage an: „Wir fangen uns zu einfache Gegentore und machen selbst die Tore nicht.“ Kovacevic empfand den Sieg aufgrund der größeren individuellen Klasse als verdient, bemerkte aber auch: „Teilweise haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht, weil die Handlungsschnelligkeit gefehlt hat.“ Er wird es verschmerzen können.

  • FC Ederbergland - SF BG Marburg 4:1 (3:1)
  • Tore: 1:0 Michael Möllmann (5.), 1:1 Clemens Haberzettl (8.), 2:1 Daniel Gora (31.), 3:1 Lukas Guntermann (40.), 4:1 Dominik Karge (72.).
  • FC Ederbergland: Hartmann - Guntermann, Mohr, Möllmann, von Drach - Wolff - Miß, Karge, Buividavicus - Nolte (75. Todt), Gora. SF BG Marburg: Möller - Eberling (75. Hacker), Weidenhausen, Berger, Zucca -Haberzettl, Gries, Kleemann, Leinweber - Shintani, Lauer.
  • Schiedsrichter: Dirk Liermann (Hagen). Zuschauer: 120. Gelbe Karten: - / Lauer, Gries. Beste Spieler: Nolte, Guntermann / Haberzettl.

von Marcello Di Cicco

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