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Dolphins wollen zur Belohnung Bronze

Basketball-Bundesliga: Spiel um Platz drei Dolphins wollen zur Belohnung Bronze

Im vierten Anlauf soll es nun endlich klappen mit einem Sieg gegen den Herner TC. Damit will der BC Pharmaserv Marburg die Grundlage für den dritten Platz legen.

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Marburgs Patricia Benet (links) wird wieder auf die Zähne beißen, um ihrem Team trotz Fußverletzung gegen Herne mit Lea Mersch weiterzuhelfen.

Quelle: Miriam Prüßner

Marburg. Es ist am Freitag (19 Uhr) definitiv das letzte Heimspiel in der Basketball-Bundesliga für die Blue Dolphins. Denn der dritte Platz wird nicht als Playoff-Serie, sondern in Hin- und Rückspiel ausgetragen. Die Mannschaft, die zusammengerechnet mehr Punkte gemacht hat als der Gegner, darf sich über Bronze freuen. „Wir werden alles geben“, verspricht BC-Trainer Patrick Unger.

Für den Coach hat das Duell zwischen den Halbfinal-Verlierern Marburg und Herne einen hohen Stellenwert. „Das ist unser eigenes Finale, unsere eigene Meisterschaft“, sagt Unger. „Wir werden versuchen, uns für unsere gute Saison zu belohnen.“ Zumal es für den Trainer das erste Spiel ist, in dem es für ihn um eine Meisterschaftsmedaille geht. „Und die Mädels als Team wollen das unbedingt“, ergänzt der 33-Jährige. „Nach dem verlorenen zweiten Halbfinale gegen Wasserburg war der Fokus direkt auf diesen Freitag gerichtet.“

Unger: "Wir haben keine Angstgegner"

Dann geht es gegen den Herner TC. Wieder einmal. Dreimal trafen die Blue Dolphins in diesem Jahr schon auf den Hauptrundendritten aus dem Ruhrgebiet. Dreimal zogen die Marburgerinnen den Kürzeren. Nach zwei recht knappen Niederlagen in der Meisterschaft (62:70 und 51:54) setzte es im Spiel um Platz drei beim Top4-Pokalturnier in heimischer Halle eine empfindliche 51:67-Niederlage.

Als Angstgegner sieht Unger den HTC, der in Lea Mersch, Ireti Amojo, Katharina Fikiel und Sonja Greinacher gleich über vier deutsche Nationalspielerinnen verfügt, aber nicht. „Wir haben keine Angstgegner“, sagt der Trainer mit dem Selbstbewusstsein, das auch aus guten Auftritten gegen die „Übermannschaft“ TSV Wasserburg erwachsen ist. „Das zweite Halbfinale war unsere beste Saisonleistung“, sagt Unger über die 65:75-Niederlage. „Wir hatten nur eine Schwächephase von drei, vier Minuten im dritten Viertel, die uns das Spiel gekostet hat.“

Im Pokal war es vor allem Fikiel, die den BC vor unlösbare Probleme stellte. 18 Punkte und 11 Rebounds steuerte die Herner Centerspielerin bei. Trotzdem will Unger an der Spielweise nicht viel ändern: „Wir werden nur aggressiver spielen.“ Auf einzelne Protagonisten werden sich die Blue Dolphins nicht konzentrieren. „Dafür haben sie zu viele gute Spielerinnen“, findet Unger. „Wir müssen sehen, dass wir Herne als Mannschaft verteidigen.“

Formkurve zeigt nach oben

Auch in der Offensive setzt der Trainer auf das Kollektiv, aus einem einfachen Grund: „Individuell sind wir nicht so stark besetzt.“ Immerhin zeigt die Formkurve der Mannschaft aber steil nach oben, die Blue Dolphins sind nicht mehr weit von der Stärke entfernt, die sie zu Saisonbeginn von Erfolg zu Erfolg getragen hatte.

Kapitänin Birte Thimm punktet sogar so gut wie selten. „Sie war ja nie dafür bekannt, eine ganz große Offensivspielerin zu sein“, sagt der Trainer über seine Führungsspielerin. „Das hat sich erst geändert, seit sie bei uns ist. Was gerade passiert, ist die Belohnung für harte Arbeit.“

In den Spielen um Platz drei wird Thimm ebenso eine wichtige Rolle spielen wie Tonisha Baker, die nach ihrem Muskel­faserriss wieder voll dabei ist und unter der Woche ihren Vertrag verlängert hat ( die OP berichtete), und Patricia Benet. Für die spanische Aufbauspielerin gilt aber nach wie vor: Sie spielt, ohne zu trainieren. „Mehr lässt der Fuß nicht zu“, erklärt Unger. Am Freitag zu Hause und Sonntag (16 Uhr) in Herne gilt es noch zweimal, auf die Zähne zu beißen.

von Holger Schmidt

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