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Dolphins setzen auf Außenseiterchance

Basketball, Bundesliga Frauen Dolphins setzen auf Außenseiterchance

Nach dem 79:72-Coup gegen den Tabellenzweiten TV Saarlouis reisen die „Blue Dolphins“ am Sonntag (16 Uhr) mit neuem Selbstbewusstsein nach Nördlingen zur viertplatzierten BG Donau-Ries.

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Im Hinspiel setzten sich die „Blue Dolphins“ um Alissa Pierse (gegen Alysha Womack, rechts) mit 70:61 gegen die Wohnbau Angels aus Nördlingen durch. Foto: Melanie Schneider

Quelle: Melanie Schneider

Marburg. „Der Sieg gegen Saarlouis war eine schöne Momentaufnahme, hat uns auch für den Kopf geholfen. Jetzt aber müssen wir das Spiel abhaken, die positiven Dinge rausnehmen und weitermachen“, unterstreicht Marburgs Coach Patrick Unger.

Im Gegensatz zu Saarlouis-Trainer René Spandauw, der nach der Partie von einem verschenkten Sieg seiner Mannschaft gesprochen hatte, sah Unger aber einen verdienten Erfolg seiner „Dolphins“. „Ich glaube schon, dass wir viele Ballverluste des Gegners forciert haben“, betont der Marburger Coach, der neben der Mannschaftsleistung vor allem die Auftritte von Lisa Koop und der angeschlagenen Tonisha Baker hervorhob.

Im Hinspiel gegen die Wohnbau Angels aus Nördlingen feierten die Marburgerinnen dank eines herausragenden zweiten Viertels (21:4) mit 70:61 ein Ergebnis, das Unger aber nicht überbewerten möchte: „Beide Mannschaften hatten damals ein anderes Gesicht. Nördlingen spielt jetzt viel aggressiver und körperbetonter als noch im ­Oktober.“

Das bislang starke Abschneiden der Mannschaft von Head-Coach Patrick Bär, die in der vergangenen Saison als Tabellenzehnter lange um den Klassenerhalt bangen mussten, ist für Unger keine große Überraschung, „Das war zu erwarten. Nördlingen hat stark eingekauft. Ich habe die Mannschaft schon vor der Saison im oberen Tabellendrittel gesehen. Es ist schon beeindruckend, was die machen“, sagt Marburgs Cheftrainer über die Gastgeberinnen, die sich in der Rückrunde bei den Erfolgen in Langen (67:54), gegen Halle (65:51) und in Oberhausen (74:58) noch keine Blöße gaben.

Respekt hat Unger vor allem vor den drei Top-Scorerinnen der Angels, den beiden US-Amerikanerinnen Melissa Jeltema (289 Punkte, 108 Rebounds), Alysha Womack (166) und der kanadischen Centerin Nayo Raincock-Ekunwe (269, 163 Rebounds).

„Wir haben nicht die Präsenz unter den Körben wie Nördlingen“, räumt auch Unger ein. „Wir müssen uns im Rebound verbessern, in den 1:1-Situationen dominieren und die Fast-Breaks der Angels stoppen“, sieht Marburgs Coach aber ein Rezept, um auch in Nördlingen bestehen zu können. „Wir müssen nicht gewinnen, aber es wäre schön, wenn wir ein enges Spiel schaffen“, hofft Unger auf eine Außenseiterchance für sein erstarktes Team.

von Frank Steinhoff-Wolfart

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