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„Dolphins“ ringen „Eisvögel“ nieder

Frauen-Basketball-Bundesliga „Dolphins“ ringen „Eisvögel“ nieder

Das war nichts für schwache Nerven: Mit einer Energieleistung sicherte sich der BC Pharmaserv Marburg am Samstagabend zwei wertvolle Punkte.

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 Birte Thimm (rechts, BC Marburg) kämpft mit Soana Lucet (Freiburg) um den Ball.

Quelle: Florian Gaertner

Marburg. Mit dem Sieg über die Freiburger Eisvögel hatte - wie schon zwei Wochen zuvor gegen den TV Saarlouis - kaum ein Marburger Fan gerechnet. Umso wichtiger könnten die zwei Punkte für den Kampf um einen Platz in den Playoffs sein.

„Es war kein besonders schönes Spiel, aber der Sieg war enorm wichtig. Nun können wir befreiter nach Herne fahren“, strahlte eine abgekämpfte, aber glückliche Finja Schaake nach 45 nervenaufreibenden Minuten.

„Nun können wir auch wieder ein Auge nach vorne richten. Wir haben in diesem Spiel enorm viele Kräfte gelassen. Zum Schluss war der Wille entscheidend. Ein Kompliment an die Mannschaft für das, was sie in der Defense geleistet hat“, strahlte auch Marburgs Coach Patrick Unger nach der Nervenschlacht.

Nicht zufrieden war hingegen Ungers Pendant Sascha Bozic, dessen Team nach drei Siegen erstmals wieder als Verlierer vom Parkett ging. „Marburg hat uns zu vielen schlechten Würfen gezwungen. Wir haben nie unseren Rhythmus gefunden, auch wenn wir bis zum Schluss gekämpft haben“, sagte Bozic, dessen Mannschaft sich vor allem in der Verlängerung (8:1 für den BC) viele Fehler leistete.

Nie ihren Rhythmus fanden auch die Unparteiischen, die ständig mit Spielerinnen, Trainern oder dem Kampfgericht diskutierten und damit ihren Teil dazu beitrugen, dass über die gesamte Spielzeit selten Spielfluss aufkam.

Von Beginn an ging Patrick Ungers Rezept auf. Mit konsequenter und variabler Abwehrarbeit nahm seine Mannschaft die Freiburger Top-Spielerinnen Lucet, Sowell und Williams Godbold aus dem Spiel, die allesamt unter zehn Punkten blieben. Zwar sprang phasenweise Bobbi Lee Knudsen für die Gäste in die Bresche, doch das reichte für die Gäste nicht.

Von beginn an war die Nervosität auf dem Parkett und auf den Trainerbänken spürbar. Beide Mannschaften leisteten sich schon im Aufbau viele Fehler, schlossen ihre Angriffe immer wieder überhastet ab. Freiburg versuchte es immer wieder von außen, hatte aber nur bei zwei von 18 Dreierversuchen das Visier richtig eingestellt.

Die aufopferungsvoll kämpfenden Marburgerinnen lagen fast durchgängig in Führung, mehr als vier Punkte aber betrug die Distanz nie. Erst in der Verlängerung, als Kapitän Birte Thimm bei einem Sturz mit dem Hinterkopf gegen den Pressetisch knallte und für eine Schrecksekunde sorgte, setzten sich die „Dolphins“ entscheidend ab. Tonisha Baker machte mit einem Freiwurf sechs Sekunden vor Schluss schließlich den Deckel drauf.

„Alles gut“, gab Thimm nach Spielschluss Entwarnung - und konnte wie ihre Teamkameradinnen schon wieder herzerfrischend lachen.

Statistik

BC Pharmaserv Marburg – USC Freiburg 54:47 (46:46, 26:24) n.V. Viertel: 11:10, 15:14, 9:12, 11:10.

Marburg: Pierce 7 Punkte/8 Rebounds, Koop 10/11, Thimm 5/4 Steals, Crowder, Schaake 7/1 Dreier, Köppl 3, Masek 2, Baker 10, Wilson 10/1 Dreier.

Freiburg: Dzirma 5, Lehtoranta, Hoffmann 2, Heck, Hodapp, Knudsen 15/1 Dreier, Sowell 7/9 Rebounds, Williams Godbold 9/8 Rebounds, Lucet 9/1 Dreier/13 Rebounds.

Schiedsrichter: Lehnen/Sünnen.

Zuschauer: 320.

von Frank Steinhoff-Wolfart

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