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Dolphins gehen als Favorit ins Spiel

Basketball, Bundesliga Dolphins gehen als Favorit ins Spiel

Die drei Nationalspielerinnen des BC Pharmaserv Marburg hat der Alltag wieder. Nach der unglücklichen Niederlage in der EM-Qualifikation gegen die Ukraine heißt der Gegner am Sonntag (16 Uhr) Osnabrück.

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Die BC-Spielerinnen, hier (von links) Katlyn Yohn, Tonisha Baker (beide USA), Julia Köppl (Österreich), Patricia Benet (Spanien) und Stephanie Lee (USA), unterstützen ihre Marburger Teamkolleginnen Svenja Greunke, Birte Thimm und 
Julia Gaudermann am Mittwoch beim Länderspiel gegen die Ukraine.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Die knappe 64:66-
Niederlage wird Birte Thimm, Svenja Greunke und Julia Gaudermann sicherlich noch beschäftigen. Nicht nur wegen der drei Phantompunkte der Ukraine, sondern auch, weil das deutsche Team am Ende genügend Chancen hatte, die Partie trotz der Widrigkeiten zu gewinnen.

„Ich habe mit keiner der drei über das Spiel gesprochen“, sagte BC-Trainer Patrick Unger. „Ganz bewusst.“ Am Boden zerstört hätten seine Nationalspielerinnen jedoch nicht gewirkt. Stattdessen feierte das Team mit den Amerikanerinnen Stephanie Lee, Tonisha Baker und 
Katie Yohn Thanksgiving.

Der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft war schon vor der Saison als große Stärke angepriesen worden. Den Beweis dafür traten die BC-Spielerinnen rund um das Länderspiel an: In Deutschland-Trikots mit den Nummern ihrer Teamkolleginnen, aufgemalten Deutschland-Fähnchen auf den Wangen und in den Händen und kleinen Plakaten feuerten sie – auch die Spielerinnen aus den USA, Spanien und Österreich – die Auswahl des Deutschen Basketball-Bundes (DBB) in der Gaßmann-Halle an.

Marburgerinnen geben nach dem Spiel Autogramme

„Ich fand‘s total cool“, sagt Trainer Patrick Unger. „Das ist genau das, was ich mir vorstelle. Die Mädels sind sich für nichts zu schade.“ Der Zusammenhalt sei etwas Besonderes. „Es ist kein Vergleich zu irgendeinem Team, das ich bisher gecoacht habe“, betont Unger.

Gegen die Panthers Osnabrück soll die gute Stimmung am Sonntag (16 Uhr) in der Gaßmann-Halle zu einem Heimsieg führen. Zumal die Spielerinnen der Blue Dolphins nach der Partie für eine Autogrammstunde 
zur Verfügung stehen und es sich mit einem Erfolg im Rücken schöner unterschreiben lässt.

Die Gäste haben alle neun Bundesligaspiele verloren und reisen kurioserweise sogar mit einem Minuspunkt an, da am ersten Spieltag eine Akteurin ohne Spielgenehmigung zum Einsatz kam. „Wir sind in der 
Favoritenrolle, und das zurecht“, sagt Unger. „Das wollen wir unterstreichen.“

Dabei setzt der Coach natürlich auch auf Gaudermann, die im Ukraine-Spiel gar nicht zum Einsatz kam, sowie auf Thimm und Greunke, die auch nur wenig zum Zug kamen. „Bei uns haben sie eine ganz andere 
Rolle als in der Nationalmannschaft.“

Osnabrück in der Offensive 
von US-Duo abhängig

Sorgen bereitet noch der Zeh von Patricia Benet. Aufgrund einer Entzündung steht der Einsatz der spanischen Aufbauspielerin auf der Kippe. Die endgültige Entscheidung fällt erst am Sonntag. Zur Sicherheit wird 
Jana Putz aus dem Regionalliga-Team zum Aufgebot gehören, um Julia Gaudermann im Fall der Fälle ein paar Verschnaufpausen verschaffen zu können. Zudem klagt Tonisha Baker über Zahnschmerzen. Eine Weisheitszahn-OP ist in nächster Zeit wohl unumgänglich.

Osnabrück lebt in der Offensive vor allem von zwei Amerikanerinnen: Aufbauspielerin Jasmine Thomas erzielt 14,1 Punkte im Schnitt, Flügelspielerin Katelyn McDaniel 13,4. Noch dazu sammelt sie 8 Rebounds pro Spiel ein. Centerspielerin Peyton Davis bringt es bislang auf durchschnittlich 6,7 Punkte und 6,8 Rebounds. „Außerdem haben sie mit Pernilla Hanson eine neue Schwedin, die erst zwei Spiele gemacht hat. Wir können sie noch nicht so recht einschätzen“, fügt Unger hinzu.

Die Vorbereitung war durch das Länderspiel erschwert. Aber Unger kann der Pause auch 
etwas Positives abgewinnen: Angeschlagene oder erkrankte 
Spielerinnen wie Katie Yohn oder Stephanie Lee hatten Zeit, sich zu erholen. Dennoch erwartet der Coach, „dass wir am Anfang des Spiels nicht so aussehen wie normalerweise. Es wird sicherlich ein paar Minuten dauern, bis wir den Rhythmus gefunden haben.“

In der Halbzeitpause wird es ein Einlagespiel des Handicap-Teams des BC Pharmaserv geben. Die Aktion erfolgt im Rahmen der Europäischen Basketball-Woche für Menschen mit geistiger Behinderung.

  • Mit dem Gutschein aus der Printausgabe vom Samstag erhalten Sie zum Spiel am Sonntag, 29. November 2015, 16 Uhr, ermäßigten Eintritt (7 statt 8 Euro).

von Holger Schmidt

 
Der 10. Spieltag
Nördlingen - ChemCats Chemnitz,
BC Marburg - Panthers Osnabrück,
Eisvögel Freiburg - NB Oberhausen,
TSV Wasserburg - Rutronik Stars Keltern,
Hurricanes Rotenburg/Scheeßel - Saarlouis Royals (alle So., 16 Uhr)
Herner TC - SV Halle (So., 16.30 Uhr).
 
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