Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Dolphins fahren entspannt zum Krösus

Frauenbasketball-Bundesliga, Playoffs Dolphins fahren entspannt zum Krösus

Wenn die Frauen des BC Pharmaserv Marburg in die nächste Runde der Playoffs um die Deutsche Meisterschaft kommen wollen, müssen sie den Top-Favoriten ausschalten.

Voriger Artikel
Brüder gehen nach der Saison getrennte Wege
Nächster Artikel
Sicaja-Elf gastiert bei ambitioniertem Klub

Eine Szene aus dem Ligaspiel in Marburg: Julia Köppl vom BC Marburg zieht an Wasserburgs Tiina Sten vorbei. Foto: Miriam Prüßner

Quelle: Miriam Prüßner

Marburg. Ein schier unmögliches Unterfangen starten die Blue Dolphins des BC Marburg am Samstag. Als Tabellenachter der regulären Spielrunde haben sie sich so eben noch für das Viertelfinale der besten Teams qualifiziert. Ihr Pech, dass sie nun am Samstag (19 Uhr) auf den Titelverteidiger und frischgebackenen Pokalsieger TSV Wasserburg treffen, der ungeschlagen die Runde beendete und als haushoher Favorit in die Serie „Best of three“ mit den Marburgerinnen geht.

Ein Weiterkommen Marburgs käme einer Sensation gleich. Dolphins-Trainer Patrick Unger sieht die Situation mit einem Augenzwinkern: „Wir wissen schon, dass wir eigentlich keine Chance haben, aber die wollen wir wenigstens nutzen.“

Er habe Wasserburg zuletzt beim Finale des Pokalwettbewerbs in Herne gesehen, wo das Top-Team aus Bayern den Rhein-Main Baskets mit 97:63 souverän die Grenzen aufgezeigt hatte. „Wasserburg ist schon eine sehr, sehr gute Mannschaft“, räumt Unger ein, der im letzten Spiel der Bundesligarunde in Wasserburg mit 45:89 „einen auf die Mütze bekommen hat“. Daher erinnert er sich lieber an das Heimspiel, das mit 63:77 zwar auch verloren ging, aber im zweiten Drittel (19:19) bei seinen Schützlingen erkennen ließ, welch Potenzial in ihnen steckt. „Wir dürfen gegen eine so starke Mannschaft im Angriff einfach keine leichten Würfe vergeben, sonst werden wir bitter bestraft“, betont Unger. Es gehe also darum, konsequent die sich bietenden Möglichkeiten zu nutzen.

„Noch ist nicht alles verloren“, sagt Unger, „ich glaube schon noch an unsere Chance, sonst bräuchten wir nicht nach Wasserburg zu fahren. Auch die Mannschaft will und wird noch einmal alles geben.“

Vor allem in der Abwehrarbeit habe er sich etwas einfallen lassen, um den Gastgeberinnen einigermaßen Paroli bieten zu können. „Wir haben die ein oder andere Variante im Training eingeübt.“

Alle Spielerinnen waren zumindest bis gestern wohlauf. Die Pause habe allen gut getan, sagt Patrick Unger, der mit den Blue Dolphins die Wasserburgerinnen am Karsamstag, 4. April, um 16 Uhr in eigener Halle zum Rückspiel empfängt. Sollte ein drittes Spiel erforderlich werden, so fände dies am Ostermontag, 6. April, ab 16 Uhr in Wasserburg statt.

Die weiteren Paarungen des Viertelfinales ­lauten: Herner TC - Eisvögel USC Freiburg, TV Saarlouis Royals - SV Halle Lions, TH Wohnbau Angels Donau-Ries - Avides Hurricanes Rotenburg/Scheeßel. Im Halbfinale treffen die Sieger aus den Paarungen 1 und 4 sowie aus den Paarungen 2 und 3 aufeinander.

von Bodo Ganswindt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokalsport
De Höhner in der Stadthalle

Kultband „Höhner“ machte Marburg vor 470 begeisterten Fans im Erwin-Piscator-Haus zum Kölner Stadtteil