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Dolphins brauchen Überraschungscoup

Basketball, Bundesliga Dolphins brauchen Überraschungscoup

Der BC Pharmaserv Marburg steht vor dem letzten Heimspiel der Saison – zumindest, wenn er dem haushohen Favoriten Wasserburg nicht am Samstag und anschließend am Ostermontag zwei Niederlagen beibringt.

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Marburgs Lisa Koop (rechts, gegen Saarlouis’ Kayla Tetschlag) steht am Samstag vor ihrem 200. Bundesligaspiel für den BC Marburg. Links beobachtet Birte Thimm die Szene.

Quelle: Miriam Prüßner

Marburg. Die Wahrscheinlichkeit für das Erreichen des Playoff-Halbfinals ist nicht gerade hoch. Der ungeschlagene Hauptrundensieger TSV Wasserburg hat nunmehr 32 Spiele in Folge gewonnen.

Diese Serie müsste am Samstag (16 Uhr, Gaßmann-Halle) enden, wollen die Blue Dolphins nach der 46:65-Niederlage im ersten Spiel eine entscheidende Partie erzwingen, die Ostermontag in Wasserburg ausgetragen würde.

„Ich hoffe nicht, dass es das letzte Spiel wird“, sagt BC-Trainer Patrick Unger. In der ersten Begegnung sei seine Mannschaft über drei Viertel auf Augenhöhe mit dem Favoriten gewesen. Allerdings: Wasserburg hatte mit dem 22:8 im ersten Abschnitt bereits einen komfortablen Vorsprung und musste nicht mehr das Letzte geben. Trotzdem haben die Dolphins Mut geschöpft.

„Wir haben Wasserburg überrascht“, ist Unger, der neue Verteidigungsvarianten ausprobierte, überzeugt. „Wir haben komplett anders verteidigt, als Wasserburg das erwartet hat. Hier und da haben wir sie vor Probleme gestellt.“ Doch der Coach weiß, dass das alleine nicht reicht, denn: „Jetzt werden sie sich anders vorbereiten – wir aber auch. Wenn wir gewinnen wollen, muss alles stimmen.“

Anerkennung gab es jedenfalls von Wasserburger Seite für die Leistung des Hauptrunden-Achten. „Marburg hat sehr gut verteidigt“, kommentierte TSV-Abteilungsleiterin Gaby Brei. Und auch Coach Bastian Wernthaler meinte: „Wir müssen für die Playoffs weiter konzentriert arbeiten und im nächsten Spiel definitiv eine Schippe drauflegen.“

Vorteil: keine Anreise, eigene Halle, eigene Fans

Der Heimvorteil in der Gaßmann-Halle soll die Marburgerinnen nun beflügeln, um die große Überraschung zu schaffen. „Bis auf Rhein-Main haben wir in diesem Kalenderjahr alle Heimspiele gewonnen“, verweist Unger auf die Statistik. Ohne lange Anreise vor den eigenen Fans auf die eigenen Körbe zu spielen, sei schon ein großer Vorteil.

Der Trainer, der seinen Vertrag um zwei Jahre bis 2017 verlängert hat, bleibt seiner Philosophie treu und setzt auf defensiv orientierten Teambasketball. „Wir wissen natürlich um die Stärken einzelner Spielerinnen“, sagt Unger. Sonderaufgaben – etwa gegen die starke Centerspielerin Emma Cannon – wird es aber nicht geben. „Wir werden versuchen, als Team zu verteidigen, und das zu unterbinden, was Wasserburg vorhat“, führt der 32-Jährige aus.

Ein besonderes Spiel dürfte die Partie für Lisa Koop werden. Die Marburger Centerspielerin, die sich trotz Fußproblemen durchbeißen und erst nach der Saison eine Pause einlegen will, bestreitet am Samstag ihr 200. Bundesligaspiel für den BC Marburg. Ein Überraschungscoup wäre da sicherlich ein passendes Geschenk.

  • Mit dem Gutschein aus der Printausgabe erhalten Sie zum Spiel am Samstag, 4. April 2015, 16 Uhr, Gaßmann-Halle, ermäßigten Eintritt (7 statt 8 Euro).

von Holger Schmidt

 
Playoffs

Viertelfinale:
BC Marburg – TSV Wasserburg (Sa., 16 Uhr / Stand 0:1)
BG Rotenburg/Scheeßel – BG Donau-Ries (Sa., 17 Uhr / 0:1)
SV Halle Lions – TV Saarlouis Royals (Sa., 18 Uhr / 0:1)
Eisvögel Freiburg – Herner TC (Sa., 19.30 Uhr / 1:0).

Halbfinale:
Sieger aus Marburg / Wasserburg – Sieger Rotenburg / Donau-Ries
Sieger aus Halle / Saarlouis – Sieger aus Freiburg / Herne
(ab dem 11. April)

 
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