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Diesmal wollen die Mercenaries jubeln

German Football League Diesmal wollen die Mercenaries jubeln

Cheftrainer Matthias Dalwig sieht sein Team am Sonntag im Vorteil, lobt aber auch die Moral des Gegners. Dabei gibt es für den Coach ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten.

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Nicht nur, aber auch auf ihm ruhen die Hoffnung der Marburg Mercenaries: Running Back Silas Nacita.

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. 3. Mai 2015. Es war der erste Spieltag der German-Football-League-Saison 2015. Und es war ein Tag, der den Mercenaries in keiner guten Erinnerung geblieben ist. Die „Söldner“ unterlagen den Rhein-Neckar Bandits im Georg-Gaßmann-Stadion mit 7:14. Eine Niederlage, die für die „Mercs“ die schlechteste Saison seit zwölf Jahren einleitete. Wie passend, dass der Gegner im Auftaktspiel am Sonntag (16 Uhr) wieder die Bandits sind, wieder im Georg-Gaßmann-Stadion. Wiedergutmachung steht auf dem Plan.

Football ist „Rasenschach“, und genau wie beim Schach gilt es, den König - also den Quarterback - zu schützen. Das ist Aufgabe der Offensive Line. Auf die Frage, auf welcher Positionsgruppe am meisten Nachholbedarf besteht, antworten die meisten Spieler und Trainer der Mercenaries: „Offensive Line“. Von Marburgs Quarterback Holt Claiborne und Running Back Silas Nacita darf Großes erwartet werden. Doch ohne eine funktionstüchtige "O-Line" werden es auch die beiden Importspieler aus den USA schwer haben, Raumgewinn über Pässe und Läufe zu erzielen.

Dominik Heinz spielt wichtige Rolle

Sorgen bereitet Matthias Dalwig, Marburgs Head Coach, jedoch nicht nur die noch zu wenig eingespielte Offensive Line, sondern auch die mangelnde Erfahrung der Linemen. Das kann sich vor allem zu einem Problem entwickeln, wenn der Trainerstab während des Spiels Änderungen vornehmen muss. Zu viele Linemen können sich noch nicht schnell genug auf unbekannte Spielsituationen einstellen. Daher werden Center Dominik Heinz, Führer der Offensive Line, mit seiner Football-Erfahrung und Full Back Merlin Detrois, der als zusätzlicher Blocker agieren wird, entscheidende Rollen spielen müssen.

Die Bandits haben in den vergangenen Saisons eine Vielzahl talentierter Spieler verloren. Die meisten Abgänge haben sich den Schwäbisch Hall Unicorns angeschlossen. „Seit Jahren stehen die unten drin, aber rappeln sich immer wieder auf. Das geht nur mit einer großen Moral“, lobt Dalwig. Doch Moral trägt nur ein Stück weit. Auch Talent ist gefragt und davon haben die „Söldner“ mehr als die „Banditen“.

Wiedersehen mit Weishaupt

Für Dalwig gibt es am Sonntag außerdem ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten. Sonny Weishaupt, Quarterback der Bandits, lief einst im Trikot der „Mercs“ auf. „Er ist einer der guten deutschen Quarterbacks“, meint Dalwig. Allerdings ist Weishaupt nicht allzu mobil, läuft nicht viel mit dem Ball. Das könnte sich als fatal herausstellen, denn so wird der Quarterback für Marburgs Defensive berechenbarer.

Was genau auf Weishaupt zukommt, weiß Sam Weiss, Marburgs US-amerikanischer Defensive Coordinator, am besten. Der Mann aus New Jersey, der bereits in der Saison 2015 als Linebacker für die Mercenaries auflief, gibt in der Verteidigung den Ton an. Bei seinem zweiten Trip nach Marburg hatte er ein neues Spielsystem für die Defensive im Gepäck. „Ich habe die Terminologie vom letzten Jahr übernommen, aber es ist eine komplett neue Art und Weise von Verteidigung, die wir spielen“, verrät Weiss. Man darf gespannt sein.

14 Spiele hat die Saison. Danach wird abgerechnet - und wenn es nach Weiss geht, sind die Bandits das Team, das die erste Kostprobe der Marburger Defensivstärke zu spüren bekommt. „Wir wollen sehr physisch spielen und den Gegner natürlich schlagen“, meint der Defensive Coordinator. In diesem Sinne: Ring frei für die erste von 14 Runden.

von Benjamin Kaiser

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