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„Diesen Gegner muss man beschäftigen“

Fußball, Hessenliga „Diesen Gegner muss man beschäftigen“

Nach dem glänzenden Saisonstart steht für Stadtallendorf gegen Oberrad eine Pflichtaufgabe an. TSV-Trainer Dragan Sicaja warnt dennoch zur Vorsicht - aus gutem Grund.

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Stadtallendorfs Muhamet Arifi (links) spitzelt den Ball vor Baunatals Janik Szczygiel (Mitte) weg, der von Laurin Vogt bedrängt wird.

Quelle: Marcello Di Cicco

Stadtallendorf. Vier Spiele, zehn Punkte, Tabellenplatz drei - besser hätte man sich den Start in die Hessenliga-Spielzeit 2015/2016 aus Eintracht-Sicht kaum ausmalen können. Ein Post von der Blitztabelle auf der eigenen Facebook-Seite und vereinzelte User, die dort schon das A-Wort in den Mund nehmen, verdeutlichen die Euphorie im Verein und bei Unterstützern.

Doch Sicaja gibt sich betont bodenständig: „Die zehn Punkte kann uns keiner nehmen. Nach zehn Spielen kann man aber erst sehen, in welche Richtung es geht.“ Doch träumen ist erlaubt, zumal in der Spvgg Oberrad morgen eine Mannschaft im Herrenwaldstadion gastiert, die nicht mit breiter Brust anreisen dürfte, sondern vielmehr mit dem Rücken zur Wand steht.

Sicaja: "Müssen 100 Prozent geben"

Zwar hat die Elf aus dem knapp 13000 Einwohner zählenden Frankfurter Stadtteil nach zwei Siegen das Achtelfinale des Hessenpokals erreicht, in dem am 9. September das Kräftemessen mit dem Drittligisten SV Wehen Wiesbaden ansteht. In der Liga läuft es aber bislang dürftig.

Erst einen Punkt hat das Team um Trainer Mustafa Fil auf der Habenseite, dafür schon zehn Gegentore kassiert - zuletzt fünf am Montag gegen Spitzenreiter Rot-Weiß Frankfurt (0:5). Unter den 150 Zuschauern war auch Dragan Sicaja, der in der ersten halben Stunde ein offenes Spiel sah, das „nach einer halben Stunde komplett gekippt ist“, wie der Kroate berichtet. „Diesen Gegner muss man beschäftigen. Auch wenn Oberrad wohl unten mitspielen wird, müssen wir 100 Prozent geben, wenn wir keine Probleme bekommen wollen“, warnt der 48-Jährige.

Dass es nach dem Jahr des Aufstiegs in Hessens höchste Spielklasse auch diesmal nur ums sportliche Überleben gehen würde, war Fil schon bewusst. 14 zumeist junge Neuzugänge musste der 39-jährige Übungsleiter in dieser Saison integrieren, acht Abgänge kompensieren. Hinzu komme ein strukturelles Problem.

"Brutal heimstark"

„Finanziell backen wir ganz kleine Brötchen. Ich glaube für das Geld, was wir zahlen, würde in Stadtallendorf wohl keiner den Platz betreten“, vergleicht der Spvgg-Coach, der den Gegner nach dem letzten Auftritt seiner Elf in Stadtallendorf im März lobt: „Mit dem 1:5 waren wir da noch gut bedient. Stadtallendorf ist brutal heimstark.“

„Besseren Fußball spielen“ als beim 4:1-Sieg in Baunatal will Stadtallendorfs Dominik Völk mit seinen Teamkollegen gegen die Mainstädter - „natürlich mit demselben Ergebnis“, schiebt der Allrounder hinterher. Was dafür nötig ist? „Wir müssen wieder zeigen, was wir können, gierig und aktiv sein, die Körpersprache muss stimmen, und wir müssen uns wieder auf unsere eigenen Stärken besinnen“, fordert Sicaja nach dem spielerisch durchwachsenen Auftritt in Nordhessen.

Personell hat der Eintracht-Trainer alles an Bord - im Gegensatz zu seinem Kollegen. Fil fehlen die Abwehrspieler Sebastian Weigand (Gelb-Rot-Sperre), Omar Njie (verletzt) sowie Stürmer Daniel Wolf (Leiste), Rechtsverteidiger George Worchester ist zudem angeschlagen. „Wir müssen diszipliniert auftreten und werden so versuchen, irgendwie einen Punkt mitzunehmen“, sieht der Gäste-Trainer seine Elf in der Außenseiterrolle.

von Marcello Di Cicco

Der Spieltag in der Hessenliga

RW Frankfurt - FC Bayern Alzenau,

Spfr. Seligenstadt - TSV Lehnerz,

Teut. Watzenb.-Stbg. - Vikt. Griesheim,

FSC Lohfelden - RW Hadamar,

OSC Vellmar - 1. FC Eschborn,

SC Hessen Dreieich - KSV Baunatal,

Eintr. Stadtallendorf - Spvgg. Oberrad (alle Sa., 15 Uhr),

Borussia Fulda - Flieden (Sa., 18 Uhr).

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