Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 17 ° Regenschauer

Navigation:
Die gebeutelte Verteidigung muss hellwach sein

Mercenaries in Stuttgart Die gebeutelte Verteidigung muss hellwach sein

Nach dem 6:44 gegen Top-Team Schwäbisch Hall droht den Marburg ­Mercenaries am Samstag (18 Uhr) in Stuttgart die nächste Auswärtsniederlage.

Voriger Artikel
Komplimente von den Profis
Nächster Artikel
Nach dem "Feiertag" ruft Stadtallendorf die Pflicht

Im Hinspiel wurden die Marburger bei der 0:38-Niederlage von ihren Stuttgarter Gegenspielern das ein ums andere Mal abgehängt. Foto: Michael Hoffsteter

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Beim Halbzeitstand von 0:38 im vergangenen Saisonspiel in Schwäbisch Hall mussten die „Mercs“ den Überraschungssieg bereits zur Pause abhaken. Hauptgrund für die Niederlage war ein desolater Spielbeginn der Marburger Verteidigung, die die erste Halbzeit völlig verpennte. Defensive Coordinator Carsten Weber war von der Leistung seiner Schützlinge alles andere als begeistert: „Ich habe den Männern gesagt, dass wir so nicht Football spielen können. Wir waren ängstlich, und mit Angst vor dem Gegner kann man nicht gewinnen. Am Samstag müssen alle hellwach sein.“

Währenddessen gehen Weber die Spieleroptionen aus. Denn Linebacker Stefan Hemming (Achillessehnenriss) wird für die restliche Saison ausfallen, und auch Spielertrainer Basti Lau (Rückenverletzung) steht nicht zur Verfügung. Somit müssen die Safeties Patrick Lorentz und Sam Weiss auf Linebacker vorrücken. Ein Notstand, der sich positiv auf die Verteidigung gegen das Stuttgarter Kurzpassspiel, jedoch negativ auf die Run Defense auswirken dürfte. Denn Lorentz und Weiss sind zwar agiler und beweglicher als Hemming und Lau, haben jedoch bei weitem nicht deren Körperstärke. Das potente Laufspiel der Stuttgarter einzudämmen, wird also eine schwierige Aufgabe sein.

Auf der anderen Seite wird die Marburger Offensive am Samstag (Spielbeginn: 18 Uhr) einer hervorragenden Verteidigung gegenüberstehen. Was insbesondere die Stuttgarter Run Defense zu leisten vermag, hat sie in den letzten zwei Partien unter Beweis gestellt: Gegen die Saarland Hurricanes und die Franken Knights ließen die „Skorpione“ unterm Strich keinen Raumgewinn auf dem Boden zu. Das Laufspiel der Gegner war also quasi nicht existent. Eine physisch starke Defensive Line sowie eine hervorragende Gruppe an Linebackern machen es möglich.

„Ein effektives Laufspiel aufzuziehen, wird natürlich unheimlich schwer. Aber Andrecus Lindley hat in den vergangenen Wochen gut gespielt, und wir brauchen so viel Balance zwischen Lauf- und Passspiel wie möglich. Wir müssen schaffen, was wir im Hinspiel versäumt haben“, sagt Head Coach Matthias Dalwig. Das Hinspiel der beiden Teams im Marburger Georg-Gaßmann-Stadion war einseitig (0:38). Nur zwei erste Versuche brachten die „Söldner“ mit ihrem Laufspiel zustande. Doch war da Brian Ensminger Quarterback, der inzwischen nicht mehr für die „Mercs“ spielt. Somit konnte Stuttgart sich auf das Marburger Laufspiel fokussieren.

Am Samstag lastet der Druck auf E. J. White, Marburgs Quarterback, und seinen Wide Receivern. Fraglos wird die Defensive Line der Stuttgarter auch die Offensive Line der „Mercs“ einem Härtetest unterziehen. White möglichst viel Zeit für seine Würfe zu erkaufen und ihm den Pass Rush der Scorpions vom Hals zu halten, wird ein absolutes Muss sein, wenn die Marburger von den „Skorpionen“ nicht in die Zangen genommen werden wollen.

Das Passspiel sah in den beiden Spielen, in denen White der „Rasengeneral“ war, solide aus. Auch gegen Schwäbisch Hall sorgte es für reichlich Raumgewinn, aufgrund individueller Fehler jedoch nicht für Punkte. „Wir hoffen, dass wir die Fehler abstellen können. Schaffen wir das, haben wir eine Chance“, meint Dalwig. In den sieben Saisonniederlagen der „Mercs“ waren es jedoch gerade individuelle Fehler, die die Siegchancen zunichte gemacht haben.

von Benjamin Kaiser

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokalsport
../dpa-ServiceLine-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-170707-99-155169_large_4_3.jpg
Fotostrecke: Wie werde ich Sounddesigner/in?