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Die Zeichen stehen auf Trennung

SG Rauschenberg/Schwabendorf vor Auflösung Die Zeichen stehen auf Trennung

Die Spielgemeinschaft von Rauschenberg und Schwabendorf könnte bald der Vergangenheit angehören. Die Mitglieder des TSV Schwabendorf stimmten bei der Jahreshauptversammlung für die Kündigung des Vertrags.

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Die Spielgemeinschaft Rauschenberg/Schwabendorf könnte bald der Vergangenheit angehören. Foto: Thorsten Richter

Schwabendorf. Das Abstimmungsergebnis hatte Gerd Siebert dann doch überrascht. Die Mehrheit der Mitglieder des TSV Schwabendorf hatte für den Antrag gestimmt, den SG-Vertrag aufzulösen. Nun muss sich Siebert, zusammen mit Gerhard Happel Geschäftsführer in Schwabendorf, an die Umsetzung machen. So einfach wird das aber nicht. „Es gibt einen Vertrag mit Fristen einzuhalten“, sagt Siebert. Vor 2016 könne die Auflösung der Spielgemeinschaft, die seit 1978 besteht und in der Marburger B-Kreisliga spielt, nicht vollzogen werden. Aber: „Wir werden das jetzt angehen.“ Im Frühjahr wolle man die Vorstandskollegen aus Rauschenberg zu Gesprächen einladen, „reden und uns einigen, wie es weitergehen wird“.

Siebert hat noch die leise Hoffnung, dass der Beschluss rückgängig gemacht wird. Bei der Jahreshauptversammlung in Schwabendorf seien nur 13 Mitglieder erschienen, „knapp zehn Prozent“. Schon bei der nächsten außerordentlichen Mitgliederversammlung könne der Beschluss wieder kippen.

„Wir waren eher der Juniorpartner“, sagt Siebert und verweist auf „10 bis 15 Prozent der Spieler“. Laut einem Schreiben an die Mitglieder des TSV Schwabendorf, das der Oberhessischen Presse vorliegt, hat die Männerfußballabteilung der SG Rauschenberg/Schwabendorf zudem im vergangenen Jahr 600 Euro Verlust gemacht - obwohl der TSV Rauschenberg die SG mit 5000 Euro subventioniert hatte. Darin könnten die Gründe liegen, warum nur eines der 13 Mitglieder bei der JHV gegen den Antrag stimmte.

Persönliche Befindlichkeiten spielen auch eine Rolle, wenn man Herbert Schleiter fragt. Der Vorsitzende des TSV Rauschenberg und der Spielgemeinschaft führt das Schwabendorfer Mitglieder-Votum darüber hinaus auf den dortigen Vorstand zurück und findet deutliche Worte: Es habe in mehr als 30 Jahren nie Probleme gegeben. „Es war immer ein ordentliches Miteinander, jetzt ist es ein Gegeneinander. Insofern habe ich kein Problem damit, wenn die Schwabendorfer meinen, sie müssten die SG auflösen. Dann müssen wir uns nicht mehr damit herumärgern. Wir haben selbst schon überlegt, die Misere zu beenden.“

Aus Schleiters Sicht habe die Schwabendorfer Vereinsführung den Rauschenbergern die ganze Arbeit überlassen. Entsprechend der Anzahl der Spieler habe sich die Kostenbeteiligung auf beide Vereine verteilt. „Das ist ja nicht Sinn der Übung“, sagt Schleiter. „Was ist das für eine Basis für eine Spielgemeinschaft?“

von Holger Schmidt

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