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"Die Woche hat großen Spaß gemacht"

Fazit Marburg Open "Die Woche hat großen Spaß gemacht"

„Wir haben eine tolle ­Tenniswoche erlebt.“ ­Turnierdirektor Peter Zimmermann zog nach ­einer schweißtreibenden ­Woche ein höchst zufriedenes Fazit der Marburg Open.

Marburg. „Wir hatten noch nie so viele Zuschauer, wie in der vergangenen Woche. Der Supervisor sprach von 4300 Besuchern, aber ich denke, ich liege nicht falsch, wenn ich von geschätzten 5000 ausgehe“, sagte Zimmermann nach dem 6. ATP-Challenger-Turnier, das der TV Marburg im Jahr seines 50-jährigen Bestehens auf den Anlagen an der Willy-Mock-Straße ausgerichtet hat.

Selbst am Finaltag am Samstag, als die Hitze ihren Höhepunkt erreichte, seien die Zuschauerzahlen angesichts der Umstände sehr hoch gewesen.

Qualität noch ein Tick höher als im Vorjahr

Auch mit dem spielerischen Niveau zeigte sich Zimmermann sehr zufrieden. „Wir haben tolle Spiele gesehen, wobei ich die Qualität noch einen Tick höher als im Vorjahr bewerte“, so der Turnierdirektor, der mit einer großen Helferschar - alleine bei den Linienrichtern und Balljungen waren 80 bis 90 Personen im Einsatz - und mit Unterstützung der Stadt Marburg ein reibungsloses Turnier über die Bühne brachte.

Vor allem von Nils Langer war Zimmermann angenehm überrascht. Der Ludwigsburger, der 2009 beim damaligen ITF-Turnier des TV Marburg als Turniersieger vom Platz gegangen war, rutschte als letzter Spieler ins Hauptfeld und spielte sich bis ins Finale durch. Dass ihm beim 6:2, 6:7, 3:6 gegen den spanischen „Sandplatz-Wühler“ Inigo Cervantes letztlich auch ein wenig die Kraft fehlte, schmälerte die Leistung des 25-Jährigen nicht.

Dass der Spanier, der in diesem Jahr nach Ostrau und Vicenza sein drittes Challenger-Turnier gewann, überhaupt in Marburg aufschlug, entpuppte sich für den Ausrichter als Glücksfall. Schließlich scheiterte Cervantes in Wimbledon erst in der letzten Qualifikationsrunde hauchdünn in fünf Sätzen.

„Unser Credo, mehr auf den Nachwuchs zu setzen, hat sich bewährt. Wir hatten in diesem Jahr alleine acht Spieler am Start, die 20 Jahre oder jünger waren. Die haben das Niveau weiter gepusht, haben den Älteren Beine gemacht“, sagte auch TV-Vorsitzender Heiko Hampl. „Allen, von den Spielern über die Helfer und Offiziellen bis hin zu den Zuschauern hat die ganze Woche großen Spaß gemacht“, unterstreicht Hampl, der auch bei den Abendveranstaltungen im Zeltdorf wiederholt ein volles Haus erlebte.

Cervantes: "Habe mich wohlgefühlt"

„Unsere familiäre Atmosphäre, Sport und der gesellschaftliche Aspekt, dass hat so gut wie nie zuvor funktioniert“, freute sich Hampl über viel Zuspruch. Nicht nur Inigo Cervantes brachte das bei der Siegerehrung am Samstag auf den Punkt: „Ich habe mich in dieser Woche sehr wohl gefühlt.“

Bewährt hat sich auch, dass die Organisatoren die Endspiele auf den Samstag vorverlegten. „So haben wir je nach Wetterlage noch eine Ausweichmöglichkeit am Sonntag, den wir als Puffer zur Sicherheit brauchen“, stellte Heiko Hampl fest. Den Modus wollen die Organisatoren auch bei der siebten Auflage im kommenden Jahr beibehalten. Dann wird Peter Zimmermann allerdings nicht mehr als Turnierdirektor amtieren. „Ich habe mir fest vorgenommen, dass das mein letztes Jahr in dieser Funktion war. Das sollen jetzt ruhig Jüngere stemmen“, unterstrich „Zimbo“.

von Frank Steinhoff-Wolfart

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