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Die Offensive ist bei Blau-Gelb Trumpf

Gruppenliga-Zwischenbilanz Die Offensive ist bei Blau-Gelb Trumpf

Die Sportfreunde Blau-Gelb Marburg sind erster Verfolger des FSV Schröck und können sich berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg in die Verbandsliga machen.

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Christoph Weidenhausen (links) zog sich in der Vorbereitung eine Verletzung zu und wird den SF BG Marburg bis zum Saisonende fehlen. Foto: Nadine Weigel

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Schon vor dem Saisonstart deutete vieles auf einen Zweikampf zwischen dem FSV Schröck und den SF BG Marburg um den einzigen Aufstiegsplatz in die Verbandsliga Mitte hin. Die Blau-Gelben, bei denen vor der Saison das Trainergespann bestehend aus Armin Dahlhoff und Maurice Jauernick die Nachfolge von Volker Münn antrat, wurden der Favoritenrolle gerecht und gewannen die ersten acht Saisonspiele. Danach leisteten sich die Marburger jedoch genau zur falschen Zeit ein kleines Formtief. Dreimal in Folge verloren die Sportfreunde, darunter gegen die Konkurrenten aus Schröck und Kinzenbach. Erst kurz vor der Winterpause machten die Marburger wieder Boden gut.

„Wir waren im Herbst schon abgeschlagen, aber jetzt haben wir es wieder selbst in der Hand“, betont Blau-Gelb-Coach Maurice Jauernick. „Wir haben 18 Spiele gewonnen, was herausragend ist, ebenso wie auch die Leistung von Schröck.“ Umso ärgerlicher ist aus Jauernicks Sicht, dass es in diesem Jahr nur einen Aufstiegsplatz gibt. „Es ist schon bitter, dass nur eine Mannschaft aufsteigen kann, wenn man sieht, dass gleich mehrere Teams eine tolle Saison spielen.“

Die Stärke der Blau-Gelben ist die Offensive. Mit 70 Treffern erzielten die Sportfreunde erneut die meisten Tore in der Gruppenliga. Goalgetter Andreas Schoch führt zudem mit 25 Treffern die Torschützenliste an.

Doch neben der altbekannten Offensivstärke ist nun auch ein verbessertes Abwehrverhalten bei den Blau-Gelben erkennbar. Kassierte man vergangene Saison noch 60 Gegentore, sind es nach 22 Spieltagen bisher erst 22 Gegentreffer. „Das Defensivverhalten war ein Schwerpunkt unserer Arbeit und ist bereits besser geworden, aber dennoch ist dort noch Luft nach oben“, erklärt Jauernick. Zudem mahnt der Coach auch eine bessere Chancenverwertung seiner Mannschaft an, um die Spiele früher zu entscheiden.

Mit der Vorbereitung auf die Restrunde ist der Marburger Spielertrainer nicht unzufrieden. „Die Trainingsbeteiligung war gut, die Testspiele aber nur durchwachsen“, sagt Jauernick.

Allerdings stand die Vorbereitung der Sportfreunde auch im Schatten der Verletzung von Christoph Weidenhausen, der sich in einem Testspiel einen Wadenbeinbruch und einen Syndesmosebandriss zugezogen hatte. Der Kapitän ist inzwischen operiert, wird aber ein halbes Jahr fehlen. Ein Rückschlag, denn mit den kreativen Mittelfeldstrategen Robin Pöttgen und Maximilian Koch verließen im Winter zwei Spieler den Verein berufsbedingt.

Durch den Ausfall von Christoph Weidenhausen hat sich die Situation im Mittelfeld verschärft. Dennoch gibt sich Jauernick optimistisch, dass die Mannschaft den Ausfall kompensieren kann. „Wir haben einen großen Kader und jetzt müssen die Spieler, die in der Hinserie weniger Einsatzzeiten hatten, in die Bresche springen“, betont Jauernick. Außerdem wurde im Winter in Mario Giuda ein Mittelfeldspieler vom FC Ederbergland II verpflichtet.

Im Duell um den Aufstieg erwartet Jauernick Spannung bis zum Saisonende. Zum Auftakt der Restrunde treffen die Sportfreunde am Samstag am Zwetschenweg auf den SSV Langen-aubach und können die spielfreien Schröcker bei einem Sieg zumindest für eine Woche von der Tabellenspitze verdrängen.

Statistik: Platz zwei mit 54 Punkten aus 22 Spielen. Tore: 70:22. Beste Torschützen: Andreas Schoch (25), Niklas Jung (9.), Daniel Hacker (8). Höchste Siege: Jeweils 7:0 gegen die FSG Homberg/Ober-Ofleiden und den TSV Michelbach. Höchste Niederlage: 0:3 gegen die SG Obbornhofen/Bellersheim. Neuzugänge: Mario Giuda (FC Ederbergland II). Abgänge: Maximilian Koch (berufsbedingt nach München), Robin Pöttgen (berufsbedingt nach Köln). Auftaktprogramm: SSV Langenaubach (H), VfB Wetter (A), Eintracht Lollar (H).

von Julius Mayer

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