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Die Nachfolger von Aogo, Toprak und Co.

SC Freiburg II Die Nachfolger von Aogo, Toprak und Co.

Der SC Freiburg II ist wie Eintracht Stadtallendorf in die Regionalliga aufgestiegen, auch die Zielsetzung - Klassenerhalt - ist dieselbe. Die „Zweite“ aus dem Breisgau kennt die Klasse aber schon.

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Dennis Aogo als 17-Jähriger im Freiburger Trikot. Über die „Zweite“ des Sport-Clubs schaffte der heute 30-Jährige den Sprung in den Profifußball.

Quelle: imago

Freiburg. Nur ein Jahr verbrachte die U23 des SC Freiburg in der fünften Klasse. Als Meister der Oberliga Baden-Württemberg korrigierte das Nachwuchsteam des Bundesligisten den „Betriebsunfall Abstieg“ aus der Vorsaison und kehrte direkt in die Regionalliga Südwest zurück. Mit einem 3:0-Sieg am letzten Spieltag gegen die TSG Balingen machte die Mannschaft von Trainer Christian Preußer die Meisterschaft perfekt, zwei Punkte betrug der Abstand am Ende auf den FSV Bissingen. Der 33-Jährige verspürte anschließend „mehr Erleichterung als Freude“, wie er gegenüber der „Badischen Zeitung“ sagte. Bis zum Abstieg 2016 war die zweite Mannschaft des Sport-Clubs acht Jahre am Stück in der Regionalliga aktiv gewesen, belegte 2014 den zweiten Platz. Sie verzichtete damals auf die Aufstiegsspiele zur dritten Liga.

Das U-23-Konzept in Freiburg ist dasselbe wie bei anderen Bundesligisten, die sich eine zweite Mannschaft leisten: Junge Leute sollen ausgebildet und nach Möglichkeit ans eigene Profiteam herangeführt werden. Spieler wie Dennis Aogo, Ömer Toprak, Daniel Caligiuri und Jonathan Schmid gingen in der Vergangenheit diesen Weg.

Routiniers führen junges Team

Für die neue Saison vertrauen die Breisgauer weitgehend der Aufstiegsmannschaft. Fast alle Spieler des älteren A-Jugend-Jahrgangs bekommen die Chance, sich fürs Regionalliga-Team zu empfehlen - und für höhere Aufgaben. Einer der ­externen Zugänge ist der achtfache U-18-Nationalspieler Christoph Daferner, der zuletzt für 1860 München II stürmte. Geführt wird die junge Mannschaft - die allermeisten Akteure sind um die 20 - von wenigen Routiniers: Mittelfeldspieler Ivica Banovic, bald 37, schnürte schon für Werder Bremen, den 1. FC Nürnberg und die Freiburger „Erste“ die Schuhe, 149-mal stand der Kroate in der ersten Liga auf dem Platz. Auch Angreifer Felix Roth, nach einem einzigen Bundesliga-Einsatz für den SC Freiburg einige Jahre in Österreich aktiv, hebt mit seinen 29 Jahren den Altersschnitt. „Das Grundgerüst mit den Erfahrenen hat sich bewährt“, sagte Preußer, der im Sommer 2013 einige Zeit bei Jürgen Klopp in Dortmund hospitiert hatte.

In der Regionalliga werde es für sein Team „definitiv schwerer, aber wir freuen uns auf diese Aufgabe. Dafür haben wir ein Jahr lang hart gearbeitet“, betonte der Trainer. Das Ziel der Freiburger ist der Klassenerhalt, wie auch Teammanager Dietmar Deinert auf OP-Anfrage bestätigte. Keine Auskünfte wollte er zu seinen Favoriten in der Regionalliga geben, auch zu Neuling Eintracht Stadtallendorf traute er sich keine Einschätzung zu. Am dritten Spieltag, genauer gesagt am 12. August, treffen die beiden Aufsteiger im Freiburger Möslestadion erstmals aufeinander.

von Stefan Weisbrod

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Von Redakteur Stefan Weisbrod

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