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Die Logik spricht für die Blue Dolphins

Basketball-Bundesliga Frauen Die Logik spricht für die Blue Dolphins

Rechtzeitig zum Bundesliga-Spiel des BC Pharmaserv Marburg am Samstag (18 Uhr, Gaßmann-Halle) gegen ihren Ex-Klub NB Oberhausen ist Mannschaftskapitänin Birte Thimm wieder fit.

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Nach überstandener Erkältung greift Marburgs Kapitänin Birte Thimm (Mitte, gegen Stefanie Pölder (links) und Candace Williams von Bad Aibling) am Samstag wieder ins Geschehen ein.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die 27-jährige Flügelspielerin sieht eine positive Tendenz gegen Oberhausen. Das Ligaspiel verloren die Blue Dolphins mit 35 Punkten, das anschließende Pokalspiel nur noch mit 10. Jetzt soll diese Reihe mit einem BC-Sieg fortgesetzt werden. „Das ist meine Kalkulation“, sagt Birte Thimm. „Wir haben einiges gutzumachen aus den ersten beiden Spielen.“

Gelingen wird das nicht mit bloßer Logik. Die individuelle Klasse von NBO soll nicht zur Entfaltung kommen. Für Thimm heißt das: Lea Mersch früh stoppen, auf Amber Stokes‘ linke Wurfhand aufpassen, Monique Reid frustrieren. „Mit dem Spiel gegen Oberhausen können sich bei uns einige Türen nach oben öffnen“, sagt Birte Thimm. Sie ist überzeugt: „Das kleine Polster, das wir haben, gibt uns Sicherheit.“ Ihr Ex-Verein, mit dessen Absturz Thimm auch aufgrund der Eindrücke der Saisonvorbereitung „auf keinen Fall gerechnet“ hat, sei nach acht Pleiten in Folge dagegen „etwas down“, schätzt die Flügelspielerin.

Thimm selbst hat sich wieder erholt, nachdem sie bei der Niederlage in Herne wegen einer schweren Erkältung passen musste. Krankheiten und Verletzungen lässt die Kapitänin für die Partie gegen Oberhausen jedenfalls nicht als mögliche Ausrede gelten: „Ich glaube, uns geht es nicht anders als anderen Mannschaften zu diesem Zeitpunkt der Saison. Jetzt heißt es: Auf die Zähne beißen.“

Season Opening: Fans traurig über Abschaffung

Eine klare Meinung hat Birte Thimm zur Abschaffung des Season Openings, das die zwölf Erstligisten mit knapper Mehrheit beschlossen haben: „Ich finde es schade. Auch und vor allem für die Fans.“ Das Season Opening sei etwas Besonderes gewesen, man hätte aus ihrer Sicht den zentralen ersten Spieltag ein wenig reformieren und dadurch attraktiver gestalten können.

Die Anhänger der Bundesligisten bedauern die Entscheidung ebenfalls. „Für die Marburger Fans ist das Season Opening eines der größten Ereignisse im Jahr“, teilte Volker Elmshäuser, der Vorsitzende des Blue-Dolphins-Fanclubs, in einer Stellungnahme mit. „Die wichtige Veranstaltung einfach zu streichen, stimmt uns traurig.“ Der Damenbasketball würde damit ein werbewirksames Alleinstellungsmerkmal verlieren, die Kosten „sollten nicht als Begründung für eine Streichung des Events“ herhalten.

Genau die Punkte greift Björn Backes aus dem Vorstand des BC Marburg auf und sagt: „Ich kann den Fanclub verstehen. Wir haben aber auch gegen das Season Opening gestimmt.“ Die Kosten würden an den Vereinen hängen bleiben, zudem verlören viele Klubs ein Heimspiel. „Das ursprüngliche Ziel, dass die Liga besser vermarktet werden kann, sehe ich als nicht erreicht an.“

DBBL-Geschäftsführer Achim Barbknecht sagt: „Ich kann die Vereine verstehen, ich kann die Fans verstehen. Wir stehen als Liga zwischen den Stühlen.“ Das Season Opening werde es in der Form nicht mehr geben. Aber, verrät Barbknecht: „Wir probieren, eine Folgeveranstaltung zu implementieren.“

  • Mit dem Gutschein aus der Printausgabe beträgt der Eintritt 7 statt 8 Euro.

von Holger Schmidt

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