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Die Kreis-Titel bleiben in Marburg

Futsal, Jugendmeisterschaften Die Kreis-Titel bleiben in Marburg

Wie schon im Vorjahr gab es bei den Endrunden-
Turnieren um die Futsalkreismeisterschaft kein Vorbeikommen an den großen Stadtvereinen.

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JSG Niederkleins B-Junior Moritz Botthof (links) attackiert JFV Ohmtals Marvin Heinmöller.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg.  A-Junioren:

Mit parierten Schüssen von Perry Ofori und Jonas Schick im Sechsmeterschießen sorgte Torhüter Jan Kolb dafür, dass die SF BG Marburg nach dem Gewinn der Hallenstadtmeisterschaft nach 2015 erneut den Kreis-
Titel gewannen. 3:2 hieß es im Finale gegen Hessenliga-Konkurrent VfB Marburg.

„Es war ein verdienter Sieg“, meinten die SF/BG-Coaches Tim Wenzel und Miroslav Emejdi, „aber wir hätten im Finale auf 2:0 und 3:0 nachlegen müssen“. Doch nachdem Finn Busmann nach einer schönen Ballstafette auf 1:0 vorgelegt hatte, sorgte Jonas Schick nur eine Minute später für den Ausgleich – in einem Finale, in dem die Sportfreunde optische Vorteile und auch ein Plus an hochkarätigen Torchancen hatten.

„Ich habe uns im Endspiel gleichwertig gesehen. Im Sechsmeterschießen hat uns aber etwas Glück gefehlt“, bedauerte der neue VfB-Co-Trainer Serdar Özsoy. Während seine Elf das Halbfinale bestimmte und verdient durch Tore von Schick, Ofori und Marcel Schmitt mit 3:1 gegen Eintracht Stadtallendorf gewann, machten es die Blau-Gelben im Semifinale gegen den FSV Schröck spannend.

Wie schon im Vorjahr gab es bei den Endrunden-Turnieren um die Futsalkreismeisterschaft kein Vorbeikommen an den großen Stadtvereinen. Die SF BG Marburg gewinnen bei den A- und B-Junioren, der VfB Marburg setzte sich bei C- und D-Junioren durch.

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Nach einer 3:0-Führung der SF BG zeigten die Schröcker Moral, verkürzten durch Tim Schäfer und Christian Nau auf 2:3, ehe der Hessenligist in den Schlussminuten auf 6:2 erhöhte. Im Sechsmeterschießen um Platz drei siegte Eintracht Stadtallendorf durch Tore von Felix Höck, Berat Büyükigen und 
Demir Cokovic mit 3:2.

In einer fairen, aber in den Finalspielen teils hitzigen Endrunde sah VfB Marburgs Simon Tekin im Gruppenspiel gegen den JFV Ebsdorfergrund wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte.

  • SF BG Marburg: Jan Kolb, Sascha Huhn, Jan Löwer, Hüseyin Kalayci, Finn Busmann, Lukas Heuser, Jannik Burk, Leon Kunz, Till Stephany.
 

B-Junioren:

„Wenn man am Tisch sitzt, will man auch essen“, zeigte sich Antonello Patteri, Trainer des FV Wehrda, etwas enttäuscht über die 0:3-Final-Niederlage gegen die SF BG Marburg II. Das Problem: „Im Kopf hatten wir das Endspiel schon gewonnen“, meinte der FV-Übungsleiter, dessen Schützlinge im Halbfinale für eine Überraschung gesorgt hatten, als der Kreisligist dank einer defensiv disziplinierten Leistung und offensiv zielstrebigen Spielweise Stadtmeister und Verbandsligist VfB Marburg mit 3:1 bezwang.

Paul Anton Schmitt (2) und Lorenzo Sciolla – bei einem Gegentreffer von Niclas Distel – besorgten dem FV Wehrda den verdienten 3:1-Erfolg. Etwas mehr Mühe hatten die SF BG, die im Halbfinale gegen den VfB Wetter „nachsitzen“ mussten und erst im Sechsmeterschießen durch Tore von Jona Gsöllpointner, 
Nico Fleischhammel und Milad Karimi mit einem 4:2(1:1)-Sieg ins Endspiel einzogen.

„Da hatten wir etwas Glück. Allerdings hat die Mannschaft auch gezeigt, was in ihr steckt. Die Vorrunde haben wir souverän gespielt und das Finale auch verdient gewonnen“, resümierte SF/BG-Coach Kristof Kühn. Jonas May, Patrick Roder und Nico Fleischhammel trafen zum 3:0 gegen den FV Wehrda.

Dritter wurde der VfB Wetter, der sich im direkt vom Punkt ausgetragenenen „kleinen Finale“ durch Tore von Niko Gehrmann und Leon Klapp mit 2:0 gegen den VfB Marburg durchsetzte.

  • SF BG Marburg II: Kevin Bartosch, Fatih Ucar, Patrick Roder, Jonas May, Milad Karimi, Nico Fleischhammel, Jannis Borsdorf, Lucas Liese, Jona Gsöllpointner.
 

C-Junioren:

Zum neunten Mal seit 2006 holte der VfB Marburg die Hallenkreismeisterschaft in der Altersklasse U15 – und das auf den letzten Drücker. In der im Modus jeder gegen jeden ausgetragenen Endrunde kam es im letzten Spiel des Tages zu einem Endspiel um den Turniersieg, in dem der VfB gegen die SF BG Marburg, die bis dahin in vier Spielen kein Gegentor kassiert hatten, gewinnen musste.

Als Jonas Goy vier Minuten vor Schluss zur SF/BG-Führung traf, sah alles nach einem Erfolg der Blau-Gelben aus. Doch zum dritten Mal in der Endrunde egalisierte der VfB einen Rückstand und gewann – nach zwei Niederlagen und einem Remis – erstmals in dieser Hallensaison gegen den Stadtrivalen. Louis Münn (11.) und Jan Lois Kaisinger (13.) trafen zum nicht unverdienten Sieg für den VfB.

„Wir haben einen super Kampfgeist gezeigt“, war VfB-Coach Hendrik Lapp stolz auf seine Schützlinge – und SF/BG-Übungsleiter Nils-Yannik Steitz erkannte nach der äußerst bitteren Niederlage: „Wir haben als Mannschaft gut in der Defensive gearbeitet, in zwei Situationen aber nicht konsequent genug agiert.“

Den dritten Platz sicherte sich der JFV Weimar, der in seinem letzten Spiel einen 0:1-Rückstand drehte. Elias Hofmann brachte den JFV Ebsdorfergrund, der Fünfter wurde, in Front. Doch Jan Tielmann und Jonas Baalbaki sorgten für den 2:1-Sieg der Weimarer. Vierter wurde der JFV Ohmtal, Letzter die Stadtallendorfer Eintracht, die mit einer Mannschaft des jüngeren Jahrgangs antrat und nur dem VfB Marburg einen Punkt abknöpfte.

  • VfB Marburg: Maximilian Koch, Louis Preisig, Mathias Schubert, Louis Münn, Philipp Stein, Jan Lois Kaisinger, Marius Schall, Nils Cakar, Justin Latuszek.
 

D-Junioren:

Nach dem Erfolg bei den Hallenstadtmeisterschaften und Turniersiegen in Aßlar, Bad Marienberg und Baunatal setzte sich der VfB Marburg auch im fünften Wettbewerb in Folge durch. „Es war etwas Glück dabei. Aber das muss man sich auch verdienen. Und das machen die Jungs im Training“, lobte VfB-Coach Mike Siller sein Team, das sich im Endspiel mit 5:4 nach Sechsmeterschießen (2:2) gegen den JFV Weimar behauptete.

„Ich bin trotzdem stolz auf die Jungs“, verriet JFV-Coach Jürgen Komorowski, „Laufwege und Passfolge haben heute einfach gestimmt.“ Und auch an Kampfgeist fehlte es Weimar nicht – im Gegenteil: Bereits im Halbfinale glich Benedikt Kayser in der letzten Minute der regulären Spielzeit per Strafstoß gegen Eintracht Stadtallendorf aus. 4:2 hieß es nach dem Sechsmeterschießen für die Weimarer.

Im Finale brachte Jan Weber den JFV sogar nach 13 Sekunden in Führung, ehe Daniel Stein mit einem Doppelpack die Partie zugunsten des VfB drehte. Erst 18 Sekunden vor Schluss rettete Kayser den JFV mit einem verwandelten Zehnmeter ins Sechsmeterschießen.

Dritter wurden die SF BG Marburg, die durch ein Tor von Niels Knipp nach acht Sekunden (!) mit 1:0 gegen Stadtallendorf siegten.
Bitter stießen nicht nur so manchem Funktionär die verbalen Entgleisungen einiger Zuschauer während des Finales auf. „Man sollte Trainer und Spieler einfach mal machen lassen, dann läuft das“, zeigte sich auch Siller von der Hektik von den Rängen etwas genervt.

  • VfB Marburg: Jeremy Böttger, Mika Lange,
Francesco Le Rose, Sebastian Wöhr, Jason Schmitt, Felix Litzinger, Daniel Stein, Justin Moser, Paul Pöpperl, Moritz Dawedeit, Luis Weitzel.

von Marcello Di Cicco

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