Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Die Karten werden neu gemischt

Basketball-Bundesliga: Dolphins - Nördlingen Die Karten werden neu gemischt

Für den BC Pharmaserv Marburg wird der Saisonstart am Samstag (19 Uhr) gegen den Vorjahresvierten der Bundesliga-Hauptrunde eine erste Standortbestimmung.

Voriger Artikel
Als Spitzenreiter zum Angstgegner
Nächster Artikel
EM-Quali steigt in Marburg

Marburgs Patricia Benet (rechts) zieht beim Kaphingst-Cup an Nördlingens Alysha Womack vorbei. Deren Verteidigung kommt eine Schlüsselrolle zu. Foto: Nadine Weigel

Marburg. Zum Auftakt werden noch nicht alle Rädchen ineinander greifen. Dessen ist sich Patrick Unger bewusst. Dennoch zeigt sich der Trainer der Blue Dolphins mit der Vorbereitung zufrieden: Charakterlich passe es, die Mannschaft spiele viel schneller und arbeite viel härter als in der Vorsaison. „Wenn es Samstag in die Hose geht, müssten wir nachdenken“, sagt Unger vor der Partie gegen die Wohnbau Angels Nördlingen Donau-Ries.

An ein Negativerlebnis verschwendet beim BC allerdings niemand einen Gedanken. Zu gut waren die Testspielergebnisse: acht Spiele, acht Siege. Zuletzt gewannen die Marburgerinnen ein Turnier im luxemburgischen Contern. Im Finale fegten die Dolphins Gastgeber AB Contern - auch dank 26 Punkten von Stephanie Lee - mit 91:58 vom Feld. Im Halbfinale gab es zuvor nach holprigem Start ein 85:68 gegen den BC Alte Kanti Aarau aus der Schweiz. „Die erste Halbzeit war schrecklich“, hatte Unger das „sehr, sehr physische Spiel“ kommentiert. Nach einer Leistungssteigerung in Rebound und Verteidigung setzten sich die Marburgerinnen aber deutlich ab. „Das Turnier war eine gute Vorbereitung auf das, was uns zum Bundesliga-Auftakt gegen Donau-Ries erwartet“, sagte Unger.

Eigentlich hätte der Kaphingst-Cup vor zwei Wochen ja eine noch bessere Vorbereitung darstellen sollen. Denn da schlugen die Dolphins den morgigen Gegner bereits einmal klar mit 88:71. Doch allzu viel will Unger nicht auf die Erkenntnisse aus diesem Test geben: „Das wird am Samstag auf jeden Fall ein anderes Spiel. Sie haben uns noch nicht alle Karten gezeigt.“ Umgekehrt gelte das allerdings ebenfalls.

„Es wäre schade, wenn wir das große Flattern kriegten“

In Melissa Jeltema (20,2 Punkte pro Spiel) und Nayo Raincock-Ekunwe (19,5) haben Nördlingen zwei Leistungsträgerinnen verlassen. Neu dabei sind zwei US-Amerikanerinnen: Die wurfstarke Hillary Sigmon und Heidi Schlegel, die für ihre Position unter dem Korb zwar recht klein ist, Unger aber von ihrer Spielweise an Kellindra Zackery erinnert. Zudem verfüge Schlegel über einen guten Wurf von außen.

Die dritte Amerikanerin, Alysha Womack, war mit 11,8 Punkten im Schnitt nach ihren abgewanderten Landsfrauen die drittbeste Punktesammlerin in Reihen von Nördlingen Donau-Ries. „Es wird darauf ankommen, wie wir Womack unter Kontrolle haben“, sagt Unger. Außerdem seien seine Aufbauspielerinnen Patricia Benet und Julia Gaudermann gegen die amerikanischstämmige Sidney Parsons gefordert. „Man darf sie nie aus den Augen lassen“, warnt der BC-Trainer.

Ein guter Saisonstart wäre laut Unger „superwichtig“ und würde vieles vereinfachen: „Es wäre schade, wenn wir das große Flattern kriegten.“ Andererseits wäre eine Niederlage ein echter Charaktertest. „Es wird spannend zu sehen, wie die Mannschaft dann reagiert.“ Allerdings: Es muss ja nicht gleich im ersten Saisonspiel ausgetestet werden.

Bundesliga Frauen

Herner TC - TV Saarlouis Royals (Sa., 18 Uhr)

Avides Hurricanes Rotenburg-Scheeßel - GiroLive Panthers Osnabrück (Sa., 18.30 Uhr)

BC Pharmaserv Marburg - Wohnbau Angels Donau-Ries (Sa., 19 Uhr)

Eisvögel Freiburg - ChemCats Chemnitz (Sa., 19.30 Uhr)

Rutronik Stars Keltern - SV Halle Lions (Sa., 20 Uhr)

TSV Wasserburg - NB Oberhausen (So., 16 Uhr)

von Holger Schmidt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
De Höhner in der Stadthalle

Kultband „Höhner“ machte Marburg vor 470 begeisterten Fans im Erwin-Piscator-Haus zum Kölner Stadtteil