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Die "Galaktischen" landen in Marburg

German Football League Die "Galaktischen" landen in Marburg

Nach zuletzt vier Niederlagen empfangen die Marburg Mercenaries am Sonntag (16 Uhr) das Football-Schwergewicht aus Frankfurt im Georg-Gaßmann-Stadion. Die Universe haben sich mit rund 1500 Fans angekündigt.

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Marburgs Danjel Katusi (rechts) attackiert in der Partie in Frankfurt George Robinson. Sonntag steigt das Rückspiel.

Quelle: Jan Hübner

Marburg. Die Kräfteverhältnisse vor dem Derby sind klar. Während die „Mercs“ mit zwei Siegen auf dem vorletzten Platz der Gruppe Süd rangieren, haben die Frankfurt Universe bisher nur eine einzige Niederlage in Kauf nehmen müssen. Dem stehen zehn Siege gegenüber. Ferner haben die „Galaktischen“ ihrem Namen alle Ehre gemacht, indem sie seit dem ersten Spieltag - vor vier Monaten - nicht mehr verloren haben. Einer dieser zehn Siege war die 52:0-Ohrfeige für die Marburg Mercenaries.

Head Coach Matthias Dalwig weiß um den massiven Qualitätsunterschied der beiden Mannschaften und outet sich als Realist: „Ein Sieg gegen so ein Team ist utopisch.“ Dennoch wolle man den Football-Riesen aus der hessischen Metropole ärgern, ihm das Leben schwer machen. Dabei könne jeder Marburger helfen, denn: „Frankfurt hat sich mit fast 1500 Fans angekündigt“, teilt Dalwig mit.

Ginge es nach ihm, dann säßen am Sonntag mindestens ebenso viele Mercenaries-Anhänger im Georg-Gaßmann-Stadion. Sich bei einem Heimspiel von den Fans des Gegners niederschreien zu lassen, ist eine Vorstellung, die dem Coach nicht schmeckt. „Ich hoffe auf zahlreiche Unterstützung der Marburger“, sagt Dalwig. Es darf eine tolle Kulisse erwartet werden. Quarterback Holt Claiborne ist zurück. Nacita spielt wieder Running Back.

Universe stellt die beste Laufverteidigung der Liga

In fast jeder Team-Statistik haben die Frankfurter den Marburgern einiges voraus. Lediglich Marburgs Rushing Offense übertrumpft die der Universe. Die Running Backs des Gegners schätzt Dalwig schwächer ein als Silas Nacita. Doch die Universe sind der beste Beweis, dass es keines brillanten Running Backs bedarf, wenn die Offensive Line das Prunkstück der Offensive ist. Die Löcher, die Frankfurts „schwere Jungs“ für ihre Läufer freischaufeln, sind häufig enorm.

Bei den „Mercs“ ist es umgekehrt. Der Running Back, Silas Nacita, ist das Prunkstück, und die Offensive Line das Sorgenkind. Wie Dalwig informiert, wird Nacita wieder auf seine angestammte Position rücken, denn Quarterback Holt Claiborne kehrt nach seiner Schulterverletzung zurück, um die Mercenaries als „Rasengeneral“ aufs Feld zu führen.

Gerade auf Claibornes Arm wird es ankommen. Frankfurts Rushing Defense ist nämlich drauf und dran, Football-Geschichte zu schreiben: Mit 1,8 Yards pro gegnerischem Lauf sind die Universe auf Kurs, eine der besten Laufverteidigungen seit der Gründung der German Football League zu stellen. Nacita und Claiborne bekommen es mit der besten „Front Seven“ - Defensive Linemen und Linebacker - der Liga zu tun.

Wenn Frankfurts zusammengekauftes Starensemble sich im Georg-Gaßmann-Stadion die Ehre gibt, dann ist es für einen Spieler der Gäste die Rückkehr zu seiner Football-Wiege. Nils Hampel, bester Offensive Lineman der Universe, der bei den Mercenaries unter Dalwig das Footballspielen gelernt hat. Doch er ist nicht nur ein „Söldner“ von klein auf, sondern ist zudem noch ein enger Freund des Trainers und dessen zukünftiger Nachbar. „Der Nils zieht direkt neben mir ein. Ich habe schon gesagt, dass ich ihn jedes Mal zuparken werde, wenn er zum Training nach Frankfurt fährt“, lacht Dalwig.

von Benjamin Kaiser

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