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Die Eintracht lädt den Gegner ein

Fußball-Hessenliga Die Eintracht lädt den Gegner ein

Stadtallendorf ist zum dritten Mal nacheinander ohne Sieg geblieben. Der Tabellenzweite spielte bei der 3:4-Niederlage in Vellmar zwar gefällig nach vorne, macht dem Gegner aus Nordhessen das Toreschießen aber zu einfach.

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Sein Doppelpack half auch nicht: Laurin Vogt (links; hier gegen Tim Benedict Fliess von RW Frankfurt) verlor mit Eintracht Stadtallendorf in Vellmar.

Quelle: Thorsten Richter

Vellmar. Als die letzten Minuten der Partie anbrechen, scheint die Entscheidung bereits gefallen zu sein. Stadtallendorf liegt mit 2:4 zurück, die dritte Niederlage in dieser Saison naht. Doch es wird noch einmal turbulent in Vellmar, weil die Eintracht mit letzten Kräften vor das gegnerische Tor stürmt. Tatsächlich wird Laurin Vogt in der 88. Minute im Strafraum von einem OSC-Verteidiger umgerissen, der fällige Elfmeterpfiff bleibt der Elf von Dragan Sicaja allerdings verwehrt. Aus Frust darüber schießt der schon verwarnte Erdinc Solak wenige Minuten später nach einer Unterbrechung den Ball weg und sieht dafür die Gelb-Rote Karte.

Dennoch gibt der Tabellenzweite in Unterzahl nicht auf. Kapitän Kevin Vidakovics trifft in der Nachspielzeit nach einer Flanke zum 3:4-Anschlusstreffer, holt hektisch den Ball aus dem Netz und legt ihn auf den Anstoßpunkt. Vielleicht noch eine Chance zum Ausgleich? Nein, denn plötzlich zeigt Schiedsrichter Jan Lübberstedt auch Vidakovics die Ampelkarte. Warum, das hat keiner der TSV-Verantwortlichen mitbekommen. Vellmars Pressesprecher Klaus Reinbold spricht von einem „Pöbeln“ des Innenverteidigers in Richtung Lübberstedts. Unmittelbar nach dieser Szene ist Schluss - Stadtallendorf bleibt zum dritten Mal nacheinander ohne Sieg.

0:3-Rückstand nach 24 Minuten

Die Gründe für die Niederlage des Tabellenzweiten sind - trotz der aufregenden Schlussphase - hauptsächlich im ersten Abschnitt vorzufinden. Denn schon nach 24 Minuten führte Vellmar mit 3:0, obwohl Stadtallendorf, so kurios es klingt, mehr vom Spiel hatte. „Wir sind in den defensiven Zweikämpfen einfach zu spät gekommen“, monierte Fußball-Abteilungsleiter Reiner Bremer nach der Partie.

So zum Beispiel vor dem ersten Gegentor, als Vidakovics im eigenen Strafraum Oliver Scherer foulte. Enis Salkovic verwandelte zum Führungstreffer des OSC (9.). Nur drei Minuten darauf verteidigte die Eintracht einen Eckball zu inkonsequent, Christian Brinkmann erhöhte zum 2:0. Als René Huneck in der 24. Minute mit der vierten Torchance Vellmars den dritten Treffer erzielte, schien die Lage für Stadtallendorf schon aussichtslos. Doch Vogt verkürzte kurz vor der Halbzeit mit einem an Ceyhun Dinler verursachten Strafstoß zum 1:3 - ein Hoffnungsschimmer.

„Jetzt mit Dragan Sicaja in einer etwa 20 Quadratmeter kleinen Kabine zu sitzen und seiner Wutrede zu lauschen, das wünscht man nicht mal seinem Todfeind“, schrieb der verletzte Jascha Döringer mit einem Augenzwinkern im Live-Ticker. Die Ansprache des unzufriedenen Trainers schien allerdings Wirkung zu zeigen: Mit den beiden eingewechselten Offensivkräften Solak und Valon Ademi machte die Eintracht kurz nach der Pause enormen Druck. Logische Folge war der schnelle Anschlusstreffer zum 2:3 - wieder durch Vogt (48.). „Spielerisch überragend“, fand OSC-Pressesprecher Reinbold die Stadtallendorfer gar in dieser Phase. Doch ein Ballverlust im Aufbauspiel des sonst so souveränen Vidakovics, der zum 4:2 durch Huneck führte (65.), machte den Comeback-Hoffnungen der Sicaja-Schützlinge letztlich einen Strich durch die Rechnung.

von Yanik Schick

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