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Die Eintracht führt 2:0, geht dennoch leer aus

Fußball: Hessenliga Die Eintracht führt 2:0, geht dennoch leer aus

Bereits nach zehn Sekunden führte Stadtallendorf gegen Wiesbaden mit 1:0. Durch ein Tor in der Schlussphase unterlag die Eintracht dem SVW allerdings noch mit 2:3 (2:1).

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Stadtallendorfs Ceyhun Dinler (rechts) schießt Wiesbadens Dustin Ernst den Ball durch die Beine.

Quelle: Marcello Di Cicco

Stadtallendorf. Ratlosigkeit, Enttäuschung, aber auch Verärgerung über sich selbst las man aus den Gesichtern von Spielern und Verantwortlichen der Eintracht nach der zweiten Saisonniederlage, die „trotz der Qualität des Gegners“ in die Kategorie „absolut unnötig“ einzustufen war, wie Stadtallendorfs Coach Dragan Sicaja befand.

„Bis zum 2:0 haben wir super gespielt“, zeigte sich der Kroate mit dem Auftreten seiner Elf in den ersten 30 Minuten zufrieden. „Danach haben wir aber Cleverness und Abgeklärtheit vermissen lassen - wir haben vermissen lassen, geduldig zu sein, den Ball zu behaupten und ruhiger zu spielen.

Durch das Gegentor in der 46. Minute haben wir uns dann brutal selbst bestraft“, sah Sicaja im 2:2-Ausgleich den Knackpunkt des Spiels. Etwa 20 Sekunden nach dem Wiederanpfiff zirkelte der im linken Strafraumeck sträflich alleingelassene Rudi Hübner das Leder maßgenau ins lange Eck. Den Rekord im „Den-Gegner-kalt-erwischen“ stellten am Feiertag allerdings die Gastgeber auf: Nach einem Pass aus dem Mittelfeld ans rechte Strafraumeck bediente Laurin Vogt von dort aus den in Höhe des Elfmeterpunkts wartenden Natnael Tega, der zum 1:0 für die Heimelf einschob - knapp zehn Sekunden waren zu diesem Zeitpunkt seit dem Anpfiff erst vergangen.

Zur Pause steht es 1:2

„Wenn man nach zehn Sekunden, ohne einen Zweikampf zu führen, ein Gegentor bekommt, ist man für sich der größte Gegner“, wusste SVW-Trainer Djuradj Vasic, der nach dem Abpfiff gestand, dass er sich phasenweise gut mit einem Unentschieden hätte anfreunden können. Denn 27 Minuten nach dem Ligarekord-verdächtigen 1:0 legten die Herrenwälder nach.

Bei der zweiten guten Torchance der Heimelf schoss Kevin Bartheld an die Hand des im Strafraum stehenden Strahinja Pajic. Schiedsrichter André Klein (Offenbach), dem nach Sicajas Befinden zu oft das Händchen beim gerechten Verteilen Gelber Karten fehlte, zeigte sofort auf den Punkt, von wo aus Muhamet Arifi SCW-Keeper Nico Adami verlud.

Mit einem herrlichen Freistoß über die Mauer verkürzte Blerton Muca aber noch vor der Pause auf 1:2 (40.) aus Sicht der zu diesem Zeitpunkt besseren Gäste.

Wie schon im ersten Durchgang sahen die etwa 330 Zuschauer auch nach dem Seitenwechsel bei besten äußeren Bedingungen ein munteres Hin und Her - wenngleich spielerische Highlights und zwingende Torchancen lange Mangelware blieben.

Mit zunehmender Spieldauer machten sich die Herrenwälder selbst das Leben schwer: Nach vorne ging nur wenig, und wenn etwas ging, dann agierten sie zu ungenau - so wie Kevin Bartheld (60.) und Jascha Döringer (71.), die die besten Torchancen der Eintracht vergaben. „Wir haben momentan das Problem, dass wir uns nach vorne nicht richtig durchsetzen können - vor allem über die Flügel. Da fehlt uns die Gefährlichkeit in Eins-gegen-eins-Situationen“, sagte Sicaja, der diesmal von Beginn an auf den Außenbahnen Laurin Vogt und Kevin Schudy den Vorzug gegenüber Jascha Döringer und Valon Ademi gab.

Ein Fehlpass, von denen die Eintracht ebenso wie unnötige Ballverluste im gefährlichen Raum zu viele verzeichnete, führte schließlich zum nicht unverdienten Siegtor, das Younes Bahssou nach einem Steilpass in die Gasse in der 82. Minute gelang. Erst danach erhöhte die Eintracht noch mal den Druck - zu spät und vergebens.

Statistik
Tore: 1:0 Natanel Tega (1.), 2:0 Muhamet Arifi (27., HEM), 2:1 Blerton Muca (40.), 2:2 Rudi Hübner (46.), 2:3 Younes Bahssou (82.). Stadtallendorf: Bachmeier - Dinler, Vidakovics, Yildirim, Richardt - Arifi, Bartheld - Schudy (46. Döringer), Völk, Vogt (83. Besel) - Tega (56. Williams). SV Wiesbaden: Adami - Hien (46. Seidelmann), Kopilas, Gündüz, Effiong - Reljic, Pajic (59. C. Hübner) - R. Hübner (67. Rottenau), Muca, Ernst - Bahssou. Schiedsrichter: André Klein (Offenbach). Gelbe Karten: Dinler, Vidakovics, Arifi, Vogt / Pajic, Kopilas, Seidelmann. Zuschauer: 330. Beste Spieler: Yildirim, Arifi / Bahssou, Hübner, Kopilas.

von Marcello Di Cicco

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