Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 13 ° Gewitter

Navigation:
Die "Drachen" wollen in die Playoffs

E-Dart Die "Drachen" wollen in die Playoffs

Der Auftakt ist gelungen, am ersten Spieltag feierten die Marburg Dragons einen Heimsieg gegen die "Buckelrinder" aus Mannheim. An diesem Samstag bestreiten sie in Böblingen zwei weitere Partien in der Bundesliga Süd.

Voriger Artikel
Eintracht trifft auf den Lieblingsgegner
Nächster Artikel
Fabian Hambüchen steigt in Marburg ein

Die Marburg Dragons: Jens Kurbatfinski (stehend, von links), Holger Heuser, Daniel Pusch, Ernst Krüger, Mario Masurka und Andre Masurka sowie Werner Karber (hockend), Alex Klein und Denis Wölfelschneider. Josef Tok, Thomas Ehlers, Heiko Deutsch und Holger Boller fehlen.

Quelle: Privatfoto

Marburg. Zwei Spieler, jeweils drei Pfeile, eine Scheibe - und wer zuerst von 501 Punkten auf exakt 0 kommt, hat den Durchgang gewonnen: So einfach ist es beim Dart. Mal klappt das besser, mal schlechter - für die Spieler der Marburg Dragons funktionierte es zum Auftakt der aktuellen Saison in der Bundesliga des Deutschen Dart-Sport-Verbands (DDSV) recht gut. Gegen die „Buckelrinder“, ein Team aus Mannheim, feierte die neu zusammengestellte Mannschaft in ihrer Heimspielstätte, dem Gasthaus „Zur Sonne“ in Erdhausen, einen 8:4-Sieg. Zwei Punkte sind damit auf dem Konto. „Das war natürlich ein optimaler Start“, sagt Jens Mopils, Manager des neuen Teams sowie der gesamten Marburger E-Dart-Liga.

Seit der Gründung vor drei Jahren verwaltet der 35-Jährige die freie Dartliga, in der inzwischen 38 Mannschaften aus Marburg und der Umgebung aktiv sind. „Im vergangenen Jahr haben wir vom DDSV die Anfrage bekommen, ob wir ein Team für die Bundesliga melden wollen“, erzählt Mopils, der selbst seit sechs Jahren Dart spielt und mit den „New Generation“ in einer B-Liga-Staffel, also auf mittlerem Niveau, aktiv ist. „Das war zu kurzfristig, aber für dieses Jahr sind wir es angegangen.“ Gemeinsam mit Holger Heuser, dem Wirt der Gaststätte in Erdhausen, suchte er nach Sponsoren. „Meistens hat unser Team lange Fahrten zu den Auswärtsspielen. Dann sollen die Spieler zumindest eine Nacht bleiben können“, erklärt der Marburger. Diese Fahrt- und Übernachtungskosten seien durch Unterstützer weitgehend gedeckt.

Drei Deutsche Meister im Team

Bereits zuvor sprach Mopils mit einigen der besten Spieler seiner Liga an. „Die Resonanz war positiv. Alle haben zugesagt, für ein Bundesliga-Team zur Verfügung zu stehen.“ 13 Spieler sind aktuell für die Mannschaft gemeldet, bilden quasi eine Regionalauswahl. Mit Thomas Ehlers, der den Titel im Einzel gewann, sowie Alexander Klein und Denis Wölfelschneider, die gemeinsam im Doppel siegten, gehören drei amtierende Deutsche Meister dazu. In der Regel, erwartet Mopils, werden pro Begegnung sechs bis acht Männer - Frauen sind aktuell nicht dabei - zum Einsatz kommen.

Bei jedem Aufeinandertreffen werden zwölf Spiele ausgetragen, vier davon im Doppel. Jeder Spieler darf für bis zu zwei Einzel und zwei Doppel an die Scheibe treten. Wer zuerst von 501 auf 0 heruntergespielt hat, gewinnt ein Leg. Wer drei Legs gewinnt, hat den Satz sicher und damit einen Zähler für sein Team geholt. Danach wird abgerechnet - auch ein 6:6-Unentschieden ist möglich, dann gibt es einen Wertungspunkt für beide Mannschaften.

Sechs Teams spielen in der Südstaffel, neun sind es im Norden. Und was ist das Ziel? „Wir wollen in die Playoffs“, antwortet Mopils, dafür muss mindestens Platz vier her. Der Teammanager hält sogar mehr für möglich. „Aber wir sind neu in der Liga, müssen erst mal schauen, wo wir stehen.“ Zwei weitere Siege an diesem Samstag, und zumindest vorläufig wären die „Drachen“ ganz weit oben zu finden. Leicht wird das aber nicht: In Böblingen treffen sie auf „DSV Abstiegszone“ - und auf Titelverteidiger „EVO Neckarbomber“.

von Stefan Weisbrod

Voriger Artikel
Nächster Artikel
../dpa-ServiceLine-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-170707-99-155169_large_4_3.jpg
Fotostrecke: Wie werde ich Sounddesigner/in?