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Die Defensive bereitet Kopfzerbrechen

GFL: Mercenaries in München Die Defensive bereitet Kopfzerbrechen

Trotz Verletzungssorgen haben die Mercenaries am Samstag (16 Uhr) bei den Munich Cowboys den ersten Saisonsieg in der German Football League (GFL) im Visier. Trainer Carsten Weber nahm die Defensive unter der Woche in die Pflicht.

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Bild mit Symbolcharakter: Marburgs Defense liegt am Boden, während die Gegner – hier die Schwäbisch Hall Unicorns – mit Ball über das Feld spazieren. Foto: Michael Hoffsteter

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Marburg. Nach dem sang- und klanglosen Ausscheiden aus der European Football League am vergangenen Sonntag gegen die Kiel Baltic Hurricanes - Marburg unterlag mit 10:67 - steht für die Mercenaries am Samstag (16 Uhr) im Münchener Dante-Stadion wieder das gewohnte GFL-Geschäft auf dem Programm, wenn sie gegen die Munich Cowboys, die auf Rang fünf der GFL-Süd rangieren, antreten.

Alles andere als gewohnt war hingegen das Mannschafts­training am Dienstag, bei dem Defensive Coordinator Carsten Weber Klartext redete. Der für die Verteidigung der „Söldner“ zuständige Trainer fand treffende Worte für das desolate Auftreten der Defensive gegen Kiel vor heimischer Kulisse: „Ich habe den Männern gesagt, dass ihre Leistung momentan nicht GFL-tauglich ist.“ Für Weber war das Spiel gegen Kiel vor allem das Resultat ungenügender Vorbereitung. „Wir agieren im Training zur Zeit nicht mit der notwendigen Leidenschaft und Ernsthaftigkeit. Das muss sich ändern“, fordert Weber.

Mit Münchens Offensive steht der Marburger Verteidigung zumindest eine lösbare Aufgabe bevor: Ward Udinski, Münchens US-amerikanischer Quarterback, und seine Teamkollegen hatten bisher mäßigen Erfolg und rangieren in SachenPassing-Yards pro Spiel auf Rang elf der gesamten GFL, in der 15 Teams spielen. Interessant: Die Cowboys, die nach fünf Partien zwei Siege und drei Niederlagen auf dem Konto haben, sind bislang sieglos im eigenen Stadion. Doch mit einer Defensivleistung wie gegen Kiel werden die „Söldner” Münchens Heimbilanz nicht weiter verschlechtern können.

Laut Headcoach Matthias Dalwig gibt es allerdings auch Lichtblicke in der bisher düsteren Saison. So mache es Spaß, zu sehen, wie sich beispielsweise Nachwuchsspieler und Safety Lorenz Petri weiterentwickeln würde. „Der Junge könnte in der GFL eine große Zukunft haben. Er ist ein Top-Athlet, lernwillig und ein facettenreicher Spieler“, schwärmt Dalwig. Auf diese Eigenschaften des 20-Jährigen könnte es am Samstag ganz besonders ankommen, wenn er in der Defensive nicht als Safety, sondern als Linebacker eingesetzt werden wird.

Auf dieser Position haben die „Söldner“ seit der Partie gegen die Saarland Hurricanes vor zwei Wochen akuten Spielermangel zu beklagen: Cesare Vannucci und Jonas Beckmann (beide Kreuzbandriss) fallen für die restliche Saison aus und der Einsatz von Andreas Vlier (Kreuzband) sowie Stefan Hemming (Muskelfaserriss) ist ebenfalls äußerst fraglich. Hinzu kommt, dass auch noch Defensive End und Führungsspieler Richard Adjei (private Gründe) nicht auflaufen wird. „Eins zu eins können wir diese Spieler nicht kompensieren. Wir müssen uns also etwas einfallen lassen“, kündigt Weber an. Was er jedoch aus der Defensiv-Football-Trickkiste holen werde, wisse er noch nicht genau.

von Benjamin Kaiser

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