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Die Blue Dolphins wittern Morgenluft

Basketball-Bundesliga Frauen: BC gegen Wasserburg Die Blue Dolphins wittern Morgenluft

Vor dem Start der Playoffs sahen die Spielerinnen des BC Pharmaserv Marburg fast keine Chance gegen Wasserburg - nach dem ersten Spiel haben sie den Respekt allerdings abgelegt.

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Saison für Dolphins beendet

Finja Schaake (BC Marburg, rechts) gegen Eva Rupnik (Bad Aibling). Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. „Hätten wir ein vernünftiges erstes Viertel gespielt, hätten wir eine Chance gehabt. Sie sind nicht unschlagbar“, sagt Marburgs Flügelspielerin Finja Schaake vor dem zweiten Playoff-Viertelfinale, das am heutigen Samstag um 16 Uhr in der Georg-Gaßmann-Halle ausgetragen wird. „Ich traue uns einen Sieg zu.“

Ein Sieg muss auch her, sonst wäre die Saison für die Blue Dolphins nach der 46:65-Niederlage zum Auftakt bereits beendet. „Es geht um alles“, weiß deshalb auch Schaake. Und sie hat Morgenluft gewittert. „Das Spiel zum Abschluss der Bundesliga-Hauptrunde war desaströs.“ Da habe man im Team bereits gedacht, dass man die Hoffnung auf ein Weiterkommen in den Playoffs schon begraben könne. „Jetzt haben wir gezeigt, dass wir eine Chance haben“, meint Schaake nach dem ersten Auftritt in der K.-o.-Runde.

Auch Kapitänin Birte Thimm schlägt in die gleiche Kerbe. Drei Viertel lang habe man mehr als mitgehalten. „Das erste Viertel haben wir leider verpennt“, blickt Thimm zurück. „Ich glaube, da wäre mehr drin gewesen.“ Eine Erklärung, warum es in Wasserburg nicht gereicht hat, hat Thimm auch: „Zu viele Turnover, zu wenig Selbstbewusstsein. Wir müssen lernen, uns mehr zuzutrauen. Ich hoffe, dass wir mehr Mut fassen.“

Mit der Defensivleistung konnten die Dolphins schon sehr zufrieden sein. Im Angriff haperte es allerdings. „Wir hatten viele Situationen, wo wir eins gegen eins gegangen sind, obwohl der zweite oder dritte Pass möglich und frei gewesen wäre. Wir müssen geduldiger werden“, analysiert Thimm. Auch Finja Schaake meint: „Wir haben sehr gut verteidigt, das müssen wir beibehalten. Aber wir haben schlecht angegriffen und in der Offensive nicht gut zusammengespielt.“

Die Tiefe des Kaders spricht jedoch für Wasserburg. „Das ist ein Indiz, dass sie über einen langen Zeitraum eine hohe Intensität spielen können“, sagt Birte Thimm. Aber: „Die Spielerinnen haben weniger Einsatzzeit und weniger Zeit, ihren Rhythmus zu finden. Darin sehe ich eine Chance, wenn denen wegen unserer Defense die Struktur fehlt.

Für Struktur soll in den nächsten beiden Jahren weiter Patrick Unger als BC-Trainer sorgen. „Wir haben uns gefreut und ihm zur Vertragsverlängerung gratuliert“, sagt Thimm. „Das gibt ihm große Sicherheit, auf die er sein Konzept aufbauen kann.“

Ob es für Thimm in Marburg weitergeht, steht noch nicht fest. Sie muss sich bis zum 30. April entscheiden, ob sie die Verlängerungsoption nutzt: „Ich habe schon angekündigt, dass ich die Entscheidung nach dem letzten Spiel treffen werde.“ Sie hofft, dass das nicht schon am Samstag ist, sondern der BC Montag (16 Uhr) zum Entscheidungsspiel nach Wasserburg fährt.

Weiter spielen: Hurricanes Rotenburg/Scheeßel - BG Donau-Ries (Sa., 17 Uhr/Playoff-Stand: 0:1); SV Halle Lions - TV Saarlouis Royals (Sa., 18 Uhr/0:1); Eisvögel Freiburg - Herner TC (Sa., 19.30 Uhr/1:0).

von Holger Schmidt

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