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Deutsches Team wahrt Mini-Chance auf die EM

Basketball: EM-Qualifikation der Frauen Deutsches Team wahrt Mini-Chance auf die EM

Bis zur Halbzeitpause sah es nicht so aus, als könnte Deutschland den ersten Sieg in der EM-Qualifikation feiern. Dann drehte das Team, angeführt von der Marburgerin Svenja Greunke, auf.

Svenja Greunke (rechts) lief Meline Franchina und den Schweizerinnen nur eine Halbzeit lang hinterher.

Quelle: Anthony Anex

Fribourg. Die Bundesliga der Frauen macht Länderspielpause. Und doch hatten die Blue Dolphins großen Anteil an einem erfolgreichen Basketball-Wochenende. Allen voran Svenja Greunke, eine von fünf Marburger Spielerinnen im Kader der Nationalmannschaft. Mit 19 Punkten war die Flügel- und Centerspielerin deutsche Topscorerin beim 56:54 (20:38)-Auswärtserfolg im schweizerischen Fribourg gegen das Team der Eidgenossen. Noch dazu schnappte sich die 28-Jährige ganz starke 17 Rebounds. „Das sind gute Werte“, sagte Greunke. „Aber mit dem Spiel von uns als Mannschaft und von mir selbst bin ich trotzdem nicht zufrieden. Wenn man mit zwei Punkten in der Schweiz gewinnt, kann man nicht zufrieden sein.“

Greunke lieferte damit die Einordnung des Ergebnisses. Nach klaren Niederlagen gegen Tschechien und in Belgien sollte der erste Sieg in der EM-Qualifikation gegen die Schweiz für die Spielerinnen eher Formsache sein. Und so gingen die deutschen Spielerinnen denn auch in die Partie - und erlebten eine böse Überraschung. „Wir waren einfach nicht bereit. Das müssen wir uns vorwerfen“, räumte Greunke ein.

DBB-Auswahl liegt lange hoch zurück

Immerhin: Die Auswahl des Deutschen Basketball-Bundes (DBB), trainiert von Hermann Paar und dem Marburger Headcoach Patrick Unger, bewies Moral. „Wir wollten einfach eine bessere zweite Halbzeit spielen“, sagte Greunke angesichts des hohen Rückstands, der auch sechs Minuten vor Schluss noch elf Punkte betrug (41:52). Erst danach habe sie das erste Mal ans Gewinnen gedacht, erklärte Greunke.

Die Marburgerin zeigte sich in der Schlussphase nervenstark und sorgte zusammen mit Svenja Brunckhorst dafür, dass Deutschland die Partie noch drehen konnte. „Wir haben gezeigt, dass wir die bessere Mannschaft sind“, war Greunke erleichtert über das glückliche Ende des Spiel.

Deutschland: Marie Bertholdt 2, Finja Schaake 10, Stephanie Wagner, Svenja Greunke 19/ 17 Rebounds (alle BC Marburg), Paulina Körner (BC Winterthur/Schweiz), Nadjeschda Ilmberger 2, Levke Brodersen (beide Saarlouis Royals), Svenja Brunckhorst 10/12 Reb. (Cavigal Nice Basket/Frankreich), Stefanie Grigoleit 13 (TK Hannover). Nicht eingesetzt: Alexandra Wilke (BC Marburg), Inken Henningsen (SV Halle), Anne Zipser (USC Heidelberg).

von Holger Schmidt

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