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Lokalsport Hartenrod turnt, läuft, wirft und tanzt
Sport Lokalsport Hartenrod turnt, läuft, wirft und tanzt
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14:59 13.10.2018
Die TGM-Gruppe des TV Hartenrod war mit 38,00 Punkten und Platz acht bei der Deutschen Meisterschaft in Neumarkt zufrieden. Quelle: privat
Neumarkt

Die Wettbewerbe haben sperrige Namen: TGM (Turnerjugend-Gruppen-Meisterschaft) und TGW (Turnerjugend-Gruppen-Wettkampf). Dahinter verbirgt sich ein Wahlwettkampf. Aus den Disziplinen Turnen, Tanzen, Singen, Gymnastik, Medizinballweitwurf, Orientierungslauf, Schwimmstaffel und Staffellauf wählen die Teams drei oder vier Disziplinen aus.

Die Leistungen oder Darbietungen werden nach einem bestimmten Schlüssel mit Punkten bewertet (10 Punkte sind das Maximum), die Punkte zum Gesamtergebnis zusammengerechnet. In Neumarkt in der Oberpfalz wurden beim „Gruppentreffen“ die besten Mannschaften Deutschlands gekürt – beim TGM die Deutschen Meister, beim TGW die Sieger des Finalwettkampfs des Deutschen Turnerbundes.

TGM Erwachsene:
Den Start mit dem Bodenturnen wollte die erste Mannschaft des TV Hartenrod nicht verpatzen, die Aufregung war dem Team anzumerken. Die Übung lief – bis auf ein paar kleine Patzer – dann aber gut, die Riege bekam dafür 9,25 Punkte.

Beim anschließenden Staffellauf fehlte im Vergleich zur Hessenmeisterschaft Schlussläuferin Jasmin Kapaun wegen eines Australien-Aufenthalts. Dafür rückte Carolin Klingelhöfer ins Team und Luca Staus gab sein Staffel-Debüt. Dank zahlreicher Leichtathletikeinheiten mit Jonathan Lang blieb das Staffelholz sicher in den Händen der TVH-Läufer, bei teils heftigen Windböen erzielte die Mannschaft eine gute Zeit und umgerechnet 9,40 Punkte.

Beim Tanz stellte Hartenrod im Vergleich zu den Landesmeisterschaften von acht auf zehn Mitglieder um. Die Jury bewertete die Darbietung mit 9,35 Punkten – eine kleine Enttäuschung für die Gruppe, die nach einer fehlerlosen Vorstellung mit einer höheren Bewertung seitens der Jury gerechnet hatte.

Bei der letzten Disziplin legten die Hinterländer die volle Punktzahl von 10 nach. Beim Medizinballweitwurf schaffte der TV Hartenrod insgesamt 108 Meter.

Für die TGM-Mannschaft bedeutete das in der Endabrechnung Platz acht mit 38,00 Punkten. Durchaus zufriedenstellend für die Trainerinnen Sandra Tzioras und Simone Kapaun, die anklingen ließen, mit der Trainingsbeteiligung in den vergangenen Wochen und Monaten nicht zufrieden gewesen zu sein. Deutscher Meister wurde die Turnerschaft Rodalben aus der Südwestpfalz, die 39,50 Punkte schaffte.

TV Hartenrod I: Janine Becker, Katharina
Becker, Luisa Busch, Jana Feußner, Dina Haus, Carolin Klingelhöfer, Corina Martin, Milena Pfeifer, Denise Peschel, Michelle Seitz, Luca-Pascal Staus, Lea Strobl, Trainerinnen Sandra Tzioras und Simone Kapaun.

TGW Erwachsene:
Die zweite und dritte Mannschaft des TV Hartenrod hatte es mit 42 anderen TGW-Gruppen zu tun. Der TVH II erzielte mit einer einer soliden Darbietung im Bodenturnen 8,65 Punkte zum Auftakt. Beim Medizinballweitwurf verpasste das Team mit 9,9 Punkten die Höchstpunktzahl nur knapp. Zum Abschluss führte die Gruppe um Tina Müller und Daniela Ruopp ihren Tanz vor, machte aber Fehler. Die kosteten Punkte, sodass mit 8,3 Zählern und insgesamt 26,85 Punkten Rang 30 heraussprang.

Der TV Hartenrod III war letztlich mit 27,00 Punkten zwei Ränge besser platziert, obwohl eine Sportlerin krankheitsbedingt passen musste. Zum Auftakt legte die Gruppe beim Medizinballweitwurf die Maximalpunktzahl von 10 vor. Beim Staffellauf folgten mit einer guten Zeit 9,05 Punkte.
Beim Tanz musste die Mannschaft einen Punktabzug in Kauf nehmen, da durch den Ausfall nur fünf statt der sechs geforderten Tänzerinnen zur Verfügung standen. So wurden die 8,95 Punkte auf 7,95 abgewertet – ohne den Abzug wäre in der Endabrechnung statt Platz 28 der 18. Rang herausgesprungen.

TV Hartenrod II: Celine Pfeifer, Emily Werner, Franziska Pfeiffer, Michelle Pfeiffer,
Jessica Staus, Natascha Muzica, Anna-Lena Müller, Anne Kopsch.

TV Hartenrod III: Julia Genn, Olga Genn, Jonas Haus, Selina Kegel, Vanessa Kegel, Lukas Klingelhöfer, Jonathan Lang, Tanja Naumann und Silvana Toro.