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Derby soll nun zum Heilmittel werden

Fußball, Verbandsliga Mitte Derby soll nun zum Heilmittel werden

Vor dem Krisen-Gipfel am Ostermontag geht bei beiden Teams die Abstiegsangst um

Schröck. Drei Punkte waren gefordert. Ein Zähler auf der einen Seite und null auf der anderen sind es geworden. Befreiungsschläge sehen anders aus! Eine 0:4-Niederlage des FSV Schröck im altwehrwürdigen Waldstadion des VfB Gießen, und nur ein 1:1-Teilerfolg des FV Breidenbach gegen den FV Biebrich. Die Wunden müssen geleckt werden und das beste Heilmittel sind Siege.

Nur drei von möglichen 15 Punkten eingefahren und 5:10 Tore aus den letzten fünf Partien nach der Winterpause machen deutlich: Es klemmt zurzeit überall beim FV Breidenbach. Hinten fehlt es an Stabilität und Sicherheit, im Mittelfeld fehlt ein Denker und Lenker und vorne fehlt es an Durchschlagskraft. Vor dem Großkreis-Derby am Montag am Elisabethbrunnen auf dem Kunstrasenplatz beim FSV Schröck lautet die Devise: „Gewinnen um jeden Preis und raus aus der Krise“.

Es ist ein brisantes Lokal-Derby und eines ist auch klar: Nach dem aktuellen Stand in der ­„Lotto-Hessenliga“ sind vier Teams in der Abstiegstrommel und müssten runter in die Gruppenligen Gießen/Marburg beziehungsweise Wiesbaden. Zwei Zähler trennen den FVB vom sicheren Ufer, der gastgebende FSV steckt mit 18 Zählern aus 23 Begegnungen dagegen mitten im Schlamassel.

"Müssen einfach gewinnen"

„Wir sagen zwar jede Woche, wir haben nicht schlecht gespielt. Doch es fehlen einfach die Punkte. Drei von 15 möglichen Zählern ist bitter. Wir haben jetzt zwei Spiele vor der Brust, die müssen wir einfach gewinnen“, spricht FVB-Interimstrainer Martin Lokoc Klartext. „In Schröck wird es ein verdammt hartes Spiel für uns, und für die Gastgeber ist die Situation noch schwieriger. Ich habe zu meinen Jungs gesagt, dass wir dahin fahren, um drei Punkte zu holen. Die Qualität, dieses Spiel zu gewinnen, haben wir auf jeden Fall. Aber: Es kann niemand mit 99 Prozent einlaufen, jeder muss 100 Prozent geben“, fordert der 32-Jährige.

Personell können die „Blauen“ aus dem Vollen schöpfen, zumal auch der zuletzt fehlende Dennis Brandl seine Grippe auskuriert hat. Besser als erwartet sieht es auch beim FSV Schröck aus. Steffen Rechner (Oberschenkelprobleme) und Jens Borawski (Wadenprobleme) sollten es in den Kader schaffen. Entwarnung gibt es auch bei Kapitän Malte Braß, dessen Nasenverletzung sich als Prellung herausstellte. Ein Einsatz am Montag könnte für ihn, ebenso wie für Roman Herdt (Adduktorenprobleme), allerdings noch zu früh kommen. Außerdem fehlt Mehmet Kocak noch ein Spiel gesperrt.

Schröcks Co-Trainer Stephan Banf erwartet ein Spiel ähnlich der Partie gegen die SG Kinzenbach. Dort gewann der FSV mit 1:0. „Breidenbach ist in einer leicht besseren Position. Dennoch wollen wir versuchen, unser Spiel durchzubringen“, sagt Banf. An die Pleite in Gießen soll unterdessen kein Gedanke mehr verschwendet werden. „Wir waren im Zweikampfverhalten nicht aggressiv genug. Solchen Mannschaften muss man versuchen, das Leben schwer zu machen“, monierte der 54-Jährige. Gegen Breidenbach erwartet Banf nun wieder ein Spiel, „was eng werden wird“. Denn eines ist am Elisabethbrunnen allen klar. „Für uns gibt es keine leichten Spiele mehr“, sagt Banf. Ein Satz, der auch auf den FV Breidenbach zutrifft.

Verbandsliga Mitte: SG Oberliederbach - Vikt. Kelsterbach (Do., 19.30 Uhr), FV Biebrich - FC Dorndorf, TSG Wörsdorf - VfB Gießen (Mo., 28.3., 14 Uhr), Germ. Schwanheim - SG Kinzenbach, TSG Wieseck - FC Ederbergland, SC Waldgirmes - FC Eddersheim, TuS Dietkirchen - FSV Braunfels (alle Mo., 28.3., 15 Uhr), FSV Schröck - FV Breidenbach (Mo., 28.3., 15.30 Uhr).

von Herbert Lenz und Tobias Kunz

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