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Derby soll kein Schicksalsspiel sein

Fußball, Hessenliga Derby soll kein Schicksalsspiel sein

Aufgrund der Open-Air-Konzerte im Herrenwaldstadion spielt Eintracht Stadtallendorf erst am Sonntag um 15 Uhr. Gast am Herrenwald ist diesmal der kriselnde 1. FC Schwalmstadt.

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Jubelt Dominik Völk mit der Stadtallendorfer Eintracht auch am Sonntag im Derby gegen den 1. FC Schwalmstadt? Foto: Marcello Di Cicco

Stadtallendorf. Wenn am Sonntag um 15 Uhr das Spiel zwischen der Eintracht und dem Aufsteiger angepfiffen wird, dann hat einer in jedem Fall einen Tunnelblick: Stadtallendorfs Oliver Richardt. „Für mich ist jedes Spiel etwas Neues. Ich bin immer nervös, bevor es losgeht“, verriet der vom Gruppenligisten SG Kinzenbach in den Marburger Ostkreis gewechselte Flügelspieler nach der Partie in Steinbach.

In Sachen Nervosität dürfte er aber übermorgen keine Ausnahme bilden. Denn erstmals nach drei Spielzeiten kommt es zwischen beiden Klubs wieder zum Derby. „Klar geht es hier ums Prestige“, weiß Stadtallendorfs Trainer Dragan Sicaja, der seit 1990 in Schwalmstadt lebt und sechs Jahre als Spieler, Spielertrainer und Trainer für die Schwälmer tätig war.

„Früher war es für mich emotionaler, als man als Trainer gegen die Spieler gespielt hat, die man vorher über Jahre heiß gemacht hatte“, verrät der A-Lizenz-Inhaber, dem weiterhin Urlauber Kenan Atas fehlt. Die Gäste aufgrund ihrer Tabellensituation auf die leichte Schulter zu nehmen, hält Sicaja jedoch für fatal: „In dieser Liga muss man vor jeder Mannschaft Respekt haben und einhundert Prozent geben, sonst bekommt man Probleme.“

Wie TSV-Sportmanager Fejz Hodaj auf Anfrage mitteilte, steht die Eintracht kurz vor dem Ende der Transferperiode am 31. August vor der Verpflichtung eines 19-jährigen Stürmers aus der ersten kroatischen Liga. „Seine Zusage liegt uns vor. Ich treffe mich gleich mit ihm, um die Vertragsdetails zu besprechen“, sagte Hodaj der OP.

Nicht nur Nervosität und Anspannung wegen des Lokalduells, sondern vor allem Druck herrscht derzeit beim 1. FC Schwalmstadt. Denn mit null Punkten, 3:14-Toren und einer ernüchternden 1:3-Niederlage im Kellerduell gegen den Vorjahres-Vizemeister OSC Vellmar tritt der Liga-Neuling um den Ex-Stadtallendorfer Jannis Lerch als Tabellenschlusslicht die Reise in die Industriestadt an.

„Fakt ist, dass wir bisher zu viele Chancen liegengelassen haben“, moniert FC-Trainer Christoph Keim, der mit seinen Schützlingen die Fehler der vergangenen Wochen per Video analysiert hat. „Wir müssen über den Kampf und die Einstellung ins Spiel finden. Es gibt die klare Vorgabe, dass wir im Aufbau die Eins-gegen-eins-Situationen vermeiden“, sagt der Coach, der noch auf den Ex-Marburger Fatih Tokcan verzichten muss und das Derby nicht als Schicksalsspiel um seinen Posten sieht.

„Da habe ich überhaupt keine Befürchtung. Das hat auch der Vorstand zum Ausdruck gebracht. Klar weiß ich, wie das Geschäft ist. Ich sehe es aber nicht so, dass ich mit dem Rücken zur Wand stehe. Es ist eben ein Prozess, eine junge Mannschaft an die Hessenliga heranzuführen“, sagt Keim.

von Marcello Di Cicco

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