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Der „alte Wolf“ soll Offensive beleben

Fußball, Gruppenliga Gießen/Marburg Der „alte Wolf“ soll Offensive beleben

Nach furiosem Saisonstart und einer langen Serie siegloser Spiele belegt Wetter nach 17 Partien Rang sechs und lauert 
auf den Aufstieg.

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Der 35-jährige Maurice Jauernick (links) schloss sich dem VfB Wetter an.

Quelle: Thorsten Richter

Wetter. Es war ein Saisonstart wie aus dem Bilderbuch: Aus den ersten fünf Saisonspielen holte der VfB 13 Punkte.

Egal, ob 5:4 oder 1:0; die Wetteraner schienen an jedem Wochenende einen Weg zum Sieg zu finden. Doch bereits zu dieser Zeit mahnte Teammanager Jürgen Koch: „Wir haben einige Spiele glücklich gewonnen. Das Blatt kann sich schnell wenden.“

Es wendete sich schnell. Nach dem Höhenflug kam der Absturz. Zwischen dem 6. und dem 12. Spieltag fuhren die Wetteraner keinen einzigen Sieg ein. Hauptgrund war eine Serie von Verletzungen, die fast schon groteske Züge annahm.

Zwischenzeitlich zählte das VfB-Lazarett sage und schreibe sieben Langzeitverletzte, von denen einige zum Restrundenstart wieder fit sein werden. Mitte November beteuerte Koch: „Wir müssen uns irgendwie in die Winterpause retten.“

Insbesondere der Ausfall von Top-Stürmer Jonas Braun wog schwer. „Wir haben quasi ohne gelernten Stürmer spielen müssen“, meint Dieter Brössel, 2. Vorsitzender des Vereins. Braun zog sich zu Beginn der Saison einen Kreuzbandriss zu. „Wir wissen nicht, ob er in dieser Saison überhaupt noch zum Einsatz kommt“, informiert Koch.

Koch: Maurice wird uns helfen

Ein Umstand, der den Verein zum Handeln zwang. In der Winterpause holten die Wetteraner Offensivmann Maurice Jauernick an Bord. Der 35-Jährige hatte bis kurz vor Weihnachten den Verbandsligisten Blau-Gelb Marburg trainiert, bevor er seinen Posten aufgab. „Ich möchte sportlich noch etwas erreichen und denke, dass meine Spielerfahrung der Mannschaft helfen kann“, erklärte Jauernick seine Entscheidung, beim VfB anzuheuern.

„Maurice ist ein alter Wolf, der uns auf jeden Fall helfen wird. Wir brauchen unbedingt mehr Tore“, meint Koch. Die hat Wetter auch bitter nötig. Denn mit 26 geschossenen Toren in 17 Spielen stellt das Team statistisch gesehen den sechst schlechtesten Sturm der Liga. Koch wollte keine taktischen Details verraten, ließ aber durchblicken, dass man sich einiges einfallen lassen habe, um gegnerischen Abwehrreihen mehr zuzusetzen.

Vor allem bei Heimspielen, wenn sich der Gegner hinter rein stelle, müsse mehr Durchschlagskraft in der Offensive her. Neben Jauernick, der in der Startelf stürmen wird, soll der 23-jährige David Koch, der in der Winterpause vom FC Ederbergland kam, langsam an das Leistungsniveau herangeführt werden. Denn der zweite Neuzugang musste aufgrund von Verletzungspech quasi die beiden vergangenen Saisons beim Verbandsligisten aussetzen.

Im Gegensatz zur Offensive funktionierte die Defensive in den ersten 17 Spielen meistens prächtig. In lediglich zwei Partien kassierten die „Neon-Grünen“ mehr als zwei Gegentreffer. Neben der Abwehr habe laut Brössel auch der Einsatz und Kampfgeist der Spieler in fast ­jedem Spiel gestimmt.

Mit 27 Zählern rangieren die Wetteraner auf Rang sechs – ein Punkt hinter dem VfB Marburg und punktgleich mit dem SV Bauerbach. Allerdings haben die „Neon-Grünen“ ein Spiel weniger absolviert als ihre Kreisrivalen. An Aufstieg denke man laut Koch nicht. Man wolle von Spiel zu Spiel denken.

„Aber wenn die Konkurrenz nicht aufsteigen will, dann stehen wir natürlich bereit“, lacht Koch. Gleichzeitig muss Wetter nach unten schielen. Denn obwohl das Team in Tuchfühlung mit den Aufstiegsrängen ist, beträgt der Abstand auf einen Abstiegsplatz nur sieben Punkte.

  • Bisherige Testspiele: 2:0 gegen FV Wallau/Lahn, 2:0 gegen SG Bad Wild/Friedrichstein, 4:2 gegen SC Willingen, 1:2 gegen FC Türk Breidenbach, 6:0 gegen SG Eder Frankenberg.
  • Gruppenliga-Auftaktprogramm: 5. März beim VfL Biedenkopf; 13. März bei 
TSF Heuchelheim.

von Benjamin Kaiser

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