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Lokalsport Der VfB Marburg holt Starostzik zurück
Sport Lokalsport Der VfB Marburg holt Starostzik zurück
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00:17 14.02.2019
Der VfB Marburg setzt künftig verstärkt auf die Jugend. Quelle: Tobias Hirsch
Marburg

Ein Konzept ist immer nur so gut wie die Menschen, die es ausführen und dadurch mit Leben füllen. Und der Vorstand des VfB Marburg ist der Meinung, dass er mit neuen Posten innerhalb des Vereins den Grundstein dafür gelegt hat, dass der verstärkte Fokus auf die Jugendmannschaften das Fundament für eine stabile Zukunft ist (die OP berichtete ausführlich). Der Unterbau soll optimiert werden, um in der ersten Mannschaft die Früchte tragen zu können.

Seit mehreren Wochen ist bereits bekannt, dass Uwe Müller, im vergangenen Jahr noch sportlicher Leiter, den Posten des Managers übernimmt; für die finanziellen Belange auf der sportlichen Ebene zieht der Verein seine Kräfte zusammen und installiert eine „Teamlösung“, wie Vereinsboss Thomas Pfeifer es nennt. Dieses Team besteht aus Hartmut Drescher und Jugendleiter Dieter Borufka, beide bereits jahrelang in der Jugendarbeit aktiv, und Peter Starostzik, den der Club ins Boot geholt hat.

„Staro“ trainierte die VfB-Senioren 2013 und 2016 und kickte mehr als 20 Jahre lang für den Verein. Er ist als Koordinator für die Senioren, die A-Junioren sowie die erste B-Jugendmannschaft zuständig. „Ich bin dafür zuständig, die Bindung zwischen den Senioren und der Jugend zu optimieren. Im engen Kontakt mit den Trainern und dem Leitungsteam helfe ich bei der Überführung der Junioren zur ersten Mannschaft“, umreißt Starostzik seinen Aufgabenbereich. Wie es sich in der Praxis darstellt, sei noch auszuloten, aber neben Scouting schimmern definitiv viele Spielergespräche am Horizont. „Den Jugendspielern sagen, in welchen Bereichen sie sich noch verbessern müssen. Mit individuellem Training, bei den Senioren mit trainieren oder anderen Maßnahmen“, sagt der Koordinator.

Die Junioren sollen nicht ins kalte Wasser geworfen werden, sondern gezielt auf den Seniorenbereich vorbereitet werden. Aber Koordinatoren und Trainer können nur Hilfestellung geben. Der Spieler müsse laut Drescher selbst entscheiden, wie weit nach oben er will.

„Schule hat immer Priorität. Aber wenn man im höheren Amateurbereich spielen will, muss Fußball Nummer zwei sein“, sagt er. Kommunikation innerhalb des Vereins sei das A und O und für ihn das Zauberwort. Armin Balzer stimmt gleiche Töne an. Bevor er aus privaten Gründen eine Pause einlegte, war er bis zum Sommer 2017 als Jugendtrainer im Verein aktiv, besteigt nun wieder den Sattel als „Schimmelreiter“ und ist als Koordinator für den mittleren Jugendbereich tätig – zweite B-Jugend bis D-Junioren. Das VfB-Urgestein beschreibt seinen Aufgabenbereich: „Ich helfe den Trainern in der Kaderzusammenstellung, bin für Eltern-Spieler-Gespräche zuständig, besonders bei Neuverpflichtungen.

Als Koordinator für die beiden jüngsten Altersklassen steht Sven Steller bereit und Frank Lichtl, gleichzeitig Co-Trainer im Jugendbereich, rundet das Bild als Beauftragter für sportliche Ausrüstung aller Mannschaften ab. Das neue Personal nimmt die Arbeit in der neu geschaffenen Konstellation mit sofortiger Wirkung auf.

von Benjamin Kaiser