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Der Torwart ist der beste Torschütze

Spieler der Woche: Phillip Schmidt Der Torwart ist der beste Torschütze

Normalerweise verhindert Phillip Schmidt Gegentore für den SSV Hatzbach II. Im B-Liga-Spiel gegen den VfB Wetter III stellte der 21-jährige "Aushilfsstürmer" aber mit sechs Buden seine Torjäger­qualitäten unter Beweis.

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Kann nicht nur Tore verhindern: Philipp Schmidt vom SSV Hatzbach II.

Quelle: Privatfoto

Hatzbach. Der SSV Hatzbach ist etwas Besonderes in Fußball-Deutschland. So mancher Funktionär, Spieler oder Anhänger des SSV dürfte dies ohnehin so sehen. Doch für diese Aussage gibt es auch einen handfesten Beweis: Im 21-jährigen Philipp Schmidt verfügt die „Zweite“ des Klubs seit dem 12:0-Kantersieg gegen den VfB Wetter III über ihren besten Torschützen. Das Besondere: Der Rechtsfuß ist eigentlich Torwart.

„Dass ich im Feld gespielt habe, kam eher notgedrungen, da unser etatmäßiger Stürmer Kai Ritter ausgefallen war. Mangels Alternativen habe ich dann gespielt“, erzählt Schmidts Reserve-Trainer Stefan Penkert und dürfte seine Wahl nicht bereut haben. 17 Minuten benötigte der gelernte Bankkaufmann für einen Hattrick - insgesamt traf Schmidt sechsmal hintereinander! Doch der gibt sich bescheiden: „Man gewinnt immer als Team. Die Torvorlagen gehören schließlich auch dazu.“

Jüngerer Bruder spielt in der ersten Mannschaft

Seit drei Jahren spielt der Hatzbacher, der seit seinem fünften Lebensjahr kickt und in der Jugend in Emsdorf und Großseelheim ausgebildet wurde, in Hatzbach. Zwischen den Pfosten steht er seit der C-Jugend. „Damals wurde jemand fürs große Tor gesucht“, erinnert sich der Sparkassen-Mitarbeiter. Und weil sein Vater Reiner einst für den SV Emsdorf und TSV Kirchhain das Tor hütete, „dachte man wohl, ich sei dafür geeignet“, erzählt Schmidt, dessen jüngerer Bruder Tim für den SSV in der Kreisoberliga spielt.

In der Vorsaison stand Phillip Schmidt noch im Kasten, als der SSV Hatzbach die SG Ebsdorfergrund II Ende März mit 13:0 vom Platz fegte und später die Reservekreismeisterschaft feierte. Seit dieser Runde spielt die SSV-„Zweite“ in der Kreisliga B Marburg I in Konkurrenz. „Ein Saisonziel haben wir nicht ausgegeben“, sagt Schmidt, der dennoch einen einstelligen Tabellenplatz anpeilt und sich perspektivisch auch für die „Erste“ empfehlen will. „In Patrick Schein haben wir da aber derzeit einen guten Torwart“, lobt Schmidt seinen Teamkollegen.

Dass der 21-Jährige seinen Torrekord am Sonntag wiederholt, scheint derweil fraglich. Denn dann gastieren Schmidt und Co. bei Liga-Primus TSV Speckswinkel, der erst acht Gegentore in 13 Partien kassiert hat. „Das wird sicher einen Tick härter“, glaubt Schmidt, der damit rechnet, dass er dann wieder Gegentore verhindert statt Tore zu schießen.

von Marcello Di Cicco

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