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Der Baum soll leuchten - nicht brennen

Frauenbasketball, Bundesliga Der Baum soll leuchten - nicht brennen

Im Kellerderby der Frauenbundesliga stehen sich am Samstag ab 18 Uhr die Blue Dolphins des BC Marburg und die Fireballs aus Bad Aibling gegenüber.

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Eine Szene aus dem ersten Saisonspiel beim Season Opening in Chemnitz: Marburgs Lisa Koop (vorne) führt den Ball gegen Bad Aiblings Abbey Duinker.

Quelle: Melanie Schneider

Marburg. Im ersten Spiel der Rückrunde steht für den BC Marburg einiges auf dem Spiel. Mit nur sechs Punkten sind die Blue Dolphins in den Abstiegsstrudel geraten. Auf dem vorletzten Platz zur Halbzeit haben vor Saisonbeginn selbst die Pessimisten in Marburg ihre Mannschaft nicht gesehen. Das Abstiegsgespenst scheint dem Liga-Dino die Kräfte zu rauben. Nur phasenweise gelang es den von Head-Coach Patrick Unger trainierten Marburgerinnen, ihr tatsächliches Potenzial abzurufen. Doch das ist in der ausgeglichenen Liga nicht genug, um sich entscheidend vom Tabellenende abzusetzen. Also muss man sich an der Lahn eingestehen, dass es darum geht, alles zu mobilisieren, um den Absturz zu vermeiden.

Dass den Aufsteiger Bad Aibling diese Sorgen plagen, damit war eher zu rechnen. Beim Season Opening fuhren die Blue Dolphins - wenn auch nicht mit Glanz und Gloria - gegen die Fireballs den erwarteten Sieg ein. Doch es folgten bis jetzt nur noch vier weitere Pünktchen. Es gelang den Blue Dolphins nicht, ihr Spiel auf konstant hohem Niveau zu halten. Zuletzt waren allerdings Anzeichen erkennbar, dass es sich nun möglicherweise zum Besseren wendet. „Wir haben uns in den jüngsten Begegnungen etwas stabilisiert“, stellt Patrick Unger nun fest und vermittelt Zuversicht vor der Partie gegen Bad Aibling.

„Wir haben drei Wochen gut trainiert und wollen das fortsetzen, was sich zuletzt angedeutet hat: Wir werden kämpfen bis zum Ende.“ Es sei vor allem eine Kopfangelegenheit. Die mentale Frische sei ausschlaggebend in der Partie auf Augenhöhe. „Wir müssen gewinnen“, fordert Unger. Die Abwehrleistung seines Teams sei bislang - bis auf zwei Ausnahmen - gar nicht mal so schlecht gewesen. „Aber wir müssen vor allem in der Offense etwas auf die Ketten bringen.“ Unger spielt damit an auf die schlechte Trefferquote seiner Spielerinnen, die sich im Angriff oftmals um den verdienten Lohn ihrer zuweilen aufopferungsvollen Abwehrarbeit bringen.

In Bad Aibling weiß man schon lange, was die Stunde geschlagen hat. „Das ist ein enorm wichtiges Spiel für beide Teams“, sagt Vorsitzender Stefan Bradaric, „wir haben uns gut vorbereitet und möchten in Marburg endlich unseren zweiten Sieg erringen und uns damit zu Weihnachten selbst beschenken. Wir sind heiß aufs Spiel.“

Man darf also gespannt sein, ob am Samstag in der Georg-Gaßmann-Halle die Funken sprühen und wem sie zu einem sportlichen Feuerwerk verhelfen, ohne gleich den ganzen Tannenbaum zu entzünden.

von Bodo Ganswindt

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