Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 12 ° Regen

Navigation:
Der BC hat alle Trümpfe in der Hand

Basketball-Bundesliga Frauen Der BC hat alle Trümpfe in der Hand

Es ist das Duell zwischen dem Fünften und Sechsten der Bundesliga. Und doch ist der BC Pharmaserv Marburg am Sonntag (16 Uhr) gegen die Halle Lions klar favorisiert.

Voriger Artikel
Ein Stück gelebte Integration
Nächster Artikel
Aufsteigerduell in der Lahntalschule

Tonisha Baker und die Blue Dolphins wollen ihren guten Lauf ­gegen die Halle Lions fortsetzen.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. „Wir müssen uns mit der Favoritenrolle abfinden“, sagt Marburgs Trainer Patrick Unger, der vor der Saison als Ziel lediglich ausgegeben hatte: In jeder Partie härter arbeiten als der Gegner. Da seine Mannschaft diese Vorgabe beherzigt, steht sie mit acht Siegen und vier Niederlagen gut da. Bundesliga-Fünfter bleiben die Blue Dolphins auf jeden Fall, selbst wenn Tabellennachbar SV Halle (derzeit sechs Siege und sechs Niederlagen) am Sonntag die Oberhand behalten sollte.

Doch ein Erfolg der Lions wäre eine Überraschung. Schon im Hinspiel setzten sich die Marburgerinnen auswärts klar mit 74:61 durch, der Sieg im Achtelfinale des Pokals fiel in Halle mit 76:40 sogar noch viel deutlicher aus. Der dritte Streich soll nun in der heimischen Gaßmann-Halle folgen.

Mit den Lions der Vorrunde haben die Lions der Rückrunde jedoch nicht mehr viel gemein. Die rumänische Aufbauspielerin Renata Szmutku überzeugte nicht wie erhofft. Ihr Vertrag wurde zum Jahresende ebenso aufgelöst wie der Kontrakt mit Sophia Ederaine. Wegen Knieproblemen hätte die Centerspielerin erst in den letzten Saisonspielen wieder eingesetzt werden können, hieß es vonseiten der Lions. Sie werde sehr fehlen, betonte Coach René Spandauw. Seltsam nur: Für ihren neuen Verein Wasserburg spielteEderaine bereits im Pokal.

Halles Tarasava führt Scorerliste an

Neu in Sachsen-Anhalt sind dafür seit Anfang Januar die amerikanische Flügelspielerin Kristen McCarthy und Chantelle Pressley, amerikanische Centerspielerin mit britischem Pass. Zwei unbeschriebene Blätter für BC-Coach Patrick Unger.

Bei der Suche nach Halles Stärken fällt vor allem ein Name auf: Aliaksandra Tarasava. Die Weißrussin wirft exzellent von jenseits der Dreipunktelinie, ist mit durchschnittlich 22,1 Punkten pro Spiel die Topscorerin der Bundesliga und für Unger „der Dreh- und Angelpunkt“ des Hallenser Spiels: „Wir müssen auf alles vorbereitet sein. Sie macht das Spiel schnell und schießt aus allen Lagen.“ Während Tarasava im Hinspiel noch 26 Punkte beisteuerte, hielten die Marburgerinnen Halles Führungsspielerin im Pokal bei 8 Punkten.

Die Dolphins dagegen sind weniger abhängig von Einzelnen. Beim Viertelfinalsieg im Pokal in Bad Aibling glänzte Finja Schaake, bei der schon Ende der Hinrunde der Knoten platzte. „Wenn sie in dieser Konstanz weiterspielt, wird es noch schwerer, uns zu schlagen“, freut sich Unger. Distanzschützin Katie Yohn, Shooting Guard Tonisha Baker, Arbeiterin Birte Thimm, unter dem Korb Stephanie Lee und Svenja Greunke sowie das Aufbau-Duo Patricia Benet und Julia Gaudermann können ebenfalls jederzeit das Heft in die Hand nehmen. „Wir haben die richtigen Puzzleteile gefunden“, sagt Unger.

von Holger Schmidt

 
Der Spieltag
Herne - Chemnitz,
Keltern - Oberhausen (beide Sa., 18 Uhr)
Rotenburg/Scheeßel - Nördlingen Donau-Ries (Sa., 18.30 Uhr)
Freiburg - Osnabrück (Sa., 19.30 Uhr)
Marburg - Halle,
Wasserburg - Saarlouis (beide So., 16 Uhr).
 
Voriger Artikel
Nächster Artikel
../dpa-ServiceLine-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-170707-99-155169_large_4_3.jpg
Fotostrecke: Wie werde ich Sounddesigner/in?