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Der Abstiegskampf drückt aufs Gemüt

Basketball, Pokal-Achtelfinale Der Abstiegskampf drückt aufs Gemüt

Ein Sieg im Pokal-Achtelfinale würde den gebeutelten Basketballerinnen des BC Pharmaserv Marburg guttun. Allerdings ist der am Samstag (19 Uhr) in Oberhausen nichtunbedingt zu erwarten.

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Ab durch die Mitte: Marburgs Lisa Koop versucht, zwischen den Oberhausenerinnen Isabell Meinhart (links) und Monique Reid durchzukommen.

Quelle: Melanie Schneider

Marburg. In der Meisterschaft führte die Blue Dolphins in dieser Saison die Reise schon einmal nach Oberhausen. An der alten Wirkungsstätte der neuen BC-Kapitänin Birte Thimm setzte es eine empfindliche 56:91-Klatsche. „Wenn wir nicht kämpfen und nicht verteidigen, wird‘s schwer“, spielt BC-Trainer Patrick Unger auf die Leistung vor gut einem Monat beim Vizemeister an.

Der Kuschelkurs ist in Marburg längst vorbei. Von der Leichtigkeit der Vorsaison, als man Trainer und Spielerinnen nach den (meist) gewonnenen Heimspielen auf dem Parkett tanzen sah und hinter Wasserburg Hauptrundenzweiter wurde, ist nichts mehr zu spüren.

Stattdessen geht der Abstiegskampf ans Gemüt. Die Unruhe in der Mannschaft sei ein Problem, räumt Unger ein: „Wir sind viel zu sehr mit uns selbst beschäftigt. Individuen stehen über dem Team - das geht nicht.“

Zugänge bleiben hinter Erwartungen zurück

Klare Worte findet der Coach auch bezüglich der Kaderzusammenstellung und nimmt sich dabei selbst nicht aus der Verantwortung: „Wir haben nicht gut verpflichtet.“

Namen nennt Unger nicht, aber die Abgänge von Maggie Skuballa, Natta Gohrke, Ama Degbeon, Emiko Smith und Kellindra Zackery (während der laufenden Saison) konnten nicht aufgefangen werden. Von Aufbauspielerin Bjonee Reaves trennte sich der BC sogar bereits wieder. Alissa Pierce findet nach langer Verletzungspause nicht zu ihrem Wurf und zu alter Stärke.

Rückkehrerin Lisa Koop greift sich trotz ihrer Körpergröße von fast zwei Metern nur 4,5 Rebounds im Schnitt. Tonisha Baker macht zwar zehn Punkte pro Spiel, hat aber eine miserable Wurfquote. Die Österreicherin Julia Köppl ist kein Faktor im BC-Spiel. Birte Thimm arbeitet zwar in der Defensive, liegt mit 7,2 Punkten im Schnitt aber sicherlich hinter den Erwartungen zurück. Eine Menge Baustellen also für Unger, der weiß: „Mit jedem verlorenen Spiel sinkt das Selbstvertrauen und der Glaube an das, was wir machen.“

Marschroute: Mehr Willen als Strategie

Viel rosiger ist die Lage bei New Basket Oberhausen auch nicht. Das Team von Trainer Stefan Mienack weist nur einen Bundesliga-Sieg mehr auf als die Blue Dolphins. Trotzdem ist Oberhausen am Samstag favorisiert, nicht zuletzt wegen des klaren Erfolgs im direkten Duell vor einem Monat. Damals waren die drei Amerikanerinnen Amber Stokes, Cortisha Hill und Monique Reid nicht zu bändigen, die Ex-Marburgerinnen Aline Stiller und Isabell Meinhart steuerten 11 bzw. 9 Punkte bei. Zudem zeichnet NBO das aus, was den Dolphins derzeit abgeht: gutes Teamplay. „Oberhausen läuft viel, auch offensiv. Damit hatten wir im Ligaspiel große Probleme“, sagt Unger.

Für Samstag muss der Coach geeignete Gegenmaßnahmen finden. „Wir brauchen unbedingten Willen, nicht viel Strategie“, sagt Unger angesichts der Lage. Bei der 63:77-Niederlage gegen die Übermannschaft aus Wasserburg habe das schon ganz gut geklappt. Jetzt soll es mit einem Sieg klappen - und der würde vielleicht den dringend benötigten Schub für den Abstiegskampf in der Bundesliga bringen.

Pokal-Achtelfinale:

  • BasCats USC Heidelberg - Tusli Berlin (Sa., 16 Uhr)
  • DJK Brose Bamberg - SV Halle Lions (Sa., 17.30 Uhr)
  • DJK/MJC Trier - Rhein-Main Baskets (Sa., 18.30 Uhr)
  • New Basket Oberhausen - BC Pharmaserv Marburg,
  • ChemCats Chemnitz - TV Saarlouis Royals (beide Sa., 19 Uhr)
  • Eisvögel Freiburg - Herner TC (Sa., 19.30 Uhr)
  • TK Hannover - GiroLive-Panthers Osnabrück (So., 16 Uhr)
  • TuS Bad Aibling Fireballs - TSV Wasserburg (So., 18 Uhr).

von Holger Schmidt

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