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Dem Spektakel fehlt das Happy End

Fußball, Hessenliga Dem Spektakel fehlt das Happy End

Zwei Platzverweise, einen verschossenen Elfmeter und gut 30 Minuten offenen Schlagabtausch vom Feinsten boten Stadtallendorf und Eschborn in einer hitzigen Partie, in der der Eintracht erneut kein Befreiungsschlag gelang.

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Siegchance vergeben: Ariel Szymanski scheitert mit seinem schwach geschossenen Strafstoß an Eschborns Torhüter Tobias Stehling. Foto: Florian Gaertner

Quelle: Florian Gaertner

Stadtallendorf. „Sorry, heute nicht.“ So oder ähnlich klang es, wenn man bei den Stadtallendorfern Stephen Jäckel, Laurin Vogt und Co. kurz nach dem Abpfiff nach einem Kommentar zum Spiel fragte. Zu groß war die Enttäuschung auf Seiten der Gastgeber - mal wieder. „Wir machen Betrieb, laufen, ackern, zerreißen uns - am Ende spielst du aber nur 3:3“, haderte Raul Guzu, der den gesperrten Kevin Vidakovics als Innenverteidiger und Kapitän vertrat.

„Man steht hier wie so oft in dieser Saison, muss sagen, dass man gut gespielt und doch zwei Punkte leichtsinnig hergeschenkt hat. Wobei wir am Ende noch froh sein können, dass wir noch einen Punkt haben“, wusste Dominik Völk. Denn Guzu gegen Rudi Hübner (87.) und Keeper Jäckel gegen Markus Hofmeier (90. + 2) retteten für die Eintracht in höchster Not gegen Gäste, die zu diesem Zeitpunkt nach einer Gelb-Roten Karte gegen Tim Fließ (78.) und einer Roten Karte gegen Christian Wiesner (84.) nur noch zu neunt auf dem Platz standen.

„Grundsätzlich können wir mit dem Punkt sehr gut leben - aber: Wenn du mit zwei Mann weniger zwei hundertprozentige Torchancen nicht nutzt, ist es ärgerlich“, gestand Eschborns Neu-Coach Stephan Adam, dessen Schützlinge auch Glück hatten, als Ariel Szymanski nach einem Foul des eingewechselten Michel Gschwender am bärenstarken Laurin Vogt beim Stand von 3:3 mit einem schwach geschossenen Strafstoß am starken FCE-Torwart Tobias Stehling scheiterte (82.).

Zu diesem Zeitpunkt war richtig Leben in einer Partie, die für die etwa 150 Zuschauer - darunter mit Daniyel Bulut und Günter Stiebig auch zwei ehemalige Trainer des Ex-Hessenligisten FSV Fernwald - nach der Pause zwar aufgrund der offensiveren Spielweise beider Teams wesentlich ansehnlicher war, in der viele Fouls aber einen geordneten Spielfluss verhinderten, und in der Schiedsrichter Thorsten Eick (Alsfeld) mit einigen fragwürdigen Entscheidungen die Anhänger beider Mannschaften in regelmäßigen Abständen gegen sich aufbrachte.

Innerhalb von sechs Minuten machten der erneut zweikampfstarke Kevin Schudy und Vogt aus einem 1:2-Rückstand eine 3:2-Führung (59., 65.), die Fließ per Distanzschuss egalisierte (76.). „Die Mannschaft hat so viel Aufwand betrieben, dafür muss sie sich einfach belohnen“, bedauerte Eintracht-Trainer Dragan Sicaja, der monierte: „Wir haben mindestens ein Gegentor zu viel bekommen und hätten noch mindestens ein Tor machen müssen. Wir sind jetzt in einem Strudel, in dem wir ständig nachdenken und nicht Ruhe ins Spiel bekommen.“

Den besseren Start in die Partie erwischten die Gäste: Bereits nach exakt 80 Sekunden brachte Dominik Ortega Tapia den FCE in Führung, der diese danach allerdings nur noch verwaltete, was Adam gar nicht gefiel. „Das war die schlechteste erste Halbzeit, die ich von uns gesehen habe - wir haben Zweikämpfe verloren, uns ausspielen lassen und nie Zugriff gefunden.“

In einem niveauarmen ersten Durchgang gelang den stärkeren Platzherren, die ein klares Chancenplus verbuchten, aber zweimal am gegnerischen Torwart scheiterten (12., 14.), kurz vor dem Kabinengang der verdiente Ausgleich, als Vogt einen Abstimmungsfehler zwischen Wiesner und Stehling per Kopf nutzte (41.).

Tore: 0:1 Dominik Ortega Tapia (2.), 1:1 Laurin Vogt (41.), 1:2 Rudi Hübner (58.), 2:2 Kevin Schudy (59.), 3:2 Vogt (65.), 3:3 Tim Fließ (76.). Stadtallendorf: Jäckel - Atas, Völk, Guzu, Richardt - Bartheld, Szymanski - Dinler (67. Erben), Schudy - Arifi (67. Ademi) - Vogt. Eschborn: Stehling - Tilger, Wiesner, Metzler (73. Gschwender), Hillmann - Fließ, Hilser, Wade, Ortega Tapia (59. Leopold) - Hofmeier, Hübner.

Schiedsrichter: Thorsten Eick (Alsfeld). Zuschauer: 150. Rot: Wiesner (84., Notbremse). Gelb-Rot: Fließ (78.). Gelb: Vogt, Dinler, Ademi / Wiesner, Tilger, Gschwender, Hofmeier.. Beste Spieler: Vogt, Arifi, Schudy / Stehling, Wade. Bes. Vorkommnis: Ariel Szymanski scheitert mit Foulelfmeter an Stehling (82.).

von Marcello Di Cicco

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