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Das wär‘s: Sieg gegen Unbesiegbare

Basketball-Bundesliga Das wär‘s: Sieg gegen Unbesiegbare

Eigentlich kann das Team von Trainer Patrick Unger am Samstag, ab 18 Uhr (Gaßmann-Halle), befreit aufspielen. Keiner, wirklich keiner, setzt einen Pfifferling auf die Marburgerinnen. Und genau darin liegt die Chance.

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Marburgs Coach Patrick Unger gibt seinen Spielerinnen Anweisungen.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Zehn Siege aus zehn Begegnungen. Im Schnitt gewinnt das Team 83:58. Am vergangenen Spieltag fegte die Mannschaft die Rhein-Main Baskets mit 103:64 aus der Halle. So richtig eng wurde es bislang nur einmal - beim knappen 67:65-Erfolg in Herne. Die Rede ist vom in der Bundesliga schier unbesiegbaren TSV Wasserburg.

Die Zehn spielt beim Gegner des Spitzenreiters auch ein Rolle. Allerdings nur mit Blick auf die Tabelle. Diesen Platz einen Spieltag vor Ende der Vorrunde hatten sich die Verantwortlichen des BC Pharmaserv Marburg sicherlich nicht vorgestellt. Drei Siege stehen sieben Niederlagen gegenüber - zuletzt ein zumindest vom Resultat her desaströses 63:87 bei den ChemCats Chemnitz, einer Mannschaft, der man eher auf Augenhöhe begegnen wollte.

Und jetzt kommt der Titelverteidiger, der besser denn je auftritt - obwohl mit den Spielen im Pokal und EuroCup auf drei Hochzeiten tanzend. Nach neun Partien in vier Wochen hatte die Mannschaft von Cheftrainer Bastian Wernthaler nun ausgerechnet vor der Begegnung am Samstagabend (18 Uhr) in der kleinen Georg-Gaßmann-Halle gegen Marburg eine Woche Pause. „Diese Woche haben wir keinen EuroCup, und das gibt uns Gelegenheit, mal etwas auszuspannen. Das haben wir alle bitter nötig“, sagte Wernthaler nach dem Auftritt gegen die Rhein-Main Baskets. Der Coach gab seiner Mannschaft zwei Tage frei.

Seit Mittwoch bereitete sich das Team aber wieder konzentriert auf die nächste Aufgabe vor: auf Marburg am Samstag und dann vor allem auf die wichtige Europapokal-Auswärtspartie in Ungarn bei Peac Pesz (4. Dezember), dem unmittelbaren Konkurrenten um den Einzug ins Achtelfinale. Es besteht also durchaus die Möglichkeit, dass Wasserburg die Marburgerinnen unterschätzt, sich bereits gedanklich beim EuroCup-Spiel befindet.

Wasserburg als klarer Favorit

Rechnet Jürgen Hertlein, Präsident des BC, damit? „Sicherlich besteht diese Möglichkeit. Eine Chance haben wir immer. Auch der FC Bayern hat jüngst mal verloren. Doch werden wir uns keinen Illusionen hingeben. Wasserburg ist klarer Favorit. Wir hingegen liefern derzeit nicht die Leistung ab, die wir abliefern können.“ Erstaunt war Hertlein über die krasse Pleite in Chemnitz, „wo wir eigentlich hätten gewinnen müssen“.

Woran liegt‘s? Hertlein sagt zwar, dass das Team über sehr gute Einzelspielerinnen verfüge: „Allerdings ist kein Mannschaftsgefüge erkennbar. Daran muss unser Trainer arbeiten.“

Dies tue er, sagt Unger, nennt aber auch weitere Faktoren, die zur bislang schwachen Saison beitragen: falsches taktisches Verhalten und fehlende Konzentration. „Vieles spielt sich derzeit im Kopf ab.“

Nichtsdestotrotz erwartet er ein „leichtes Spiel“, in dem man nichts zu verlieren habe: „Fakt ist, der Gegner kocht auch nur mit Wasser. Fakt ist aber auch, dass wir eine Bestleistung abrufen müssen, um zu bestehen.“

von Michael E. Schmidt

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