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Das neue Team des KTV Obere Lahn

Samstag startet die Bundesliga-Saison Das neue Team des KTV Obere Lahn

Turnstar Fabian Hambüchen hat seine Mannschaft in der Vorsaison bis ins Finale um die Deutsche Meisterschaft geführt. An diesem Samstag startet Vizemeister KTV Obere Lahn in seine dritte Bundesliga-Saison. Die OP stellt das Team aus Biedenkopf und sprach mit Trainer Albert Wiemers.

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Fabian Hambüchen (26, Köln) ist der Superstar im Team. Seit 2012 trägt er das KTV-Trikot, turnte davor acht Jahre für Straubenhardt. 2007 wurde Hambüchen Weltmeister am Reck, gewann an dem Gerät 2008 Olympia-Bronze und 2012 in London Silber. Die Biedenkopfer Turner kennt er seit dem Kindertagen, im Hinterland fühlt er sich wohl. Im letzten Jahr versicherte er, dass er „das Team nie wieder wechseln“ werde. Weiter unten stellt die OP seine Teamkollegen.

Quelle: Benedikt Bernshausen

Biedenkopf. Nach Platz zwei wäre Albert Wiemers, Trainer der KTV Obere Lahn, in diesem Jahr mit einem Mittelfeldplatz zufrieden. Das erklärt er im OP-Interview. Zunächst stellen wir Ihnen heute das Team vor und geben einen Ausblick auf die Saison

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An Stuttgart führt kein Weg vorbei

Acht Mannschaften turnen in der ersten Bundesliga. Zusammen mit dem KTV-Vorsitzenden Philipp Wiemers wagt die OP eine Prognose für die neue Saison.
Bei der TG Saar sind Ivan Bykov, Waldemar Eichhorn und Eugen Spiridonov fit, der erste KTV-Gegner scheint gut gerüstet. Der Abgang von Anton Fokin wurde mit dem Ukrainer Oleg Wernjajew – zurzeit einer der weltbesten Mehrkämpfer – mehr als gut kompensiert. In der Vorsaison verhinderten Verletzungspech und knappe Niederlagen den Einzug in die Finalrunde.
Eines der stärksten Teams ist der KTV Straubenhardt. Dem routinierten Kader gehören in Thomas Taranu, Andreas Bretschneider und den beiden Ex-Bayern Lukas Dauer und Brian Gladow vier deutsche Nationalturner an. Mit Anton Wirt und Daniel Weinert hat der Verein aber zwei Topleute verloren.

Größter Favorit auf die Meisterschaft ist der MTV Stuttgart. Ziel ist das große Finale. Spitzenturner sollen den Erfolg sichern: die Briten Daniel Purvis, Kristian Thomas, der Ukrainer Igor Radivilov, Thomas Andergassen, Sebastian Krimmer und Marcel Nguyen.
Bei Meister TV Wetzgau hat sich der Kader gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Einziger Neuzugang ist der Rumäne Cristian Bataga. Dagegen stoßen die Spitzenleute Bart Deurloo und Sam Oldham erst in der zweiten Saisonhälfte – nach EM und WM – zum Team. Trotzdem: Angeführt von Andreas Toba sind die Wetzgauer heißer Kandidat für die Finalrunde.

MTT Chemnitz/Halle wird wie in der Vorsaison in der unteren Tabellenhälfte zu finden sein. Mit dem verletzten Ivan Rittschick fehlt ein Leistungsträger. Bauen kann das Team aber auf Boden- und Sprungspezialist Matthias Fahrig.
Mit einer jungen Mannschaft tritt der SC Cottbus an. Auf der Ausländerposition turnt Oleksandr Suprun. Verzichten müssen die Lausitzer zu Saisonbeginn auf den verletzten Leistungsträger Christopher Jursch.
Auch Aufsteiger Siegerländer KV hat ein junges Team. Aushängeschild ist Philipp Herder. Die SKV, die für den FC Bayern München nachrückte, wird es schwer haben.

  • Philipp Wiemers tippt:
1. Stuttgart,
 2. Straubenhardt, 
3. Wetzgau,
 4./5. Saar oder Obere Lahn,
 6. Chemnitz/Halle, 
7./8. Cottbus oder Siegerland.

von Benedikt Bernshausen

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OP-Interview mit KTV-Trainer Albert Wiemers

OP: Herr Wiemers, was haben Sie eigentlich in Ihrem Terminkalender am 22. November eingetragen?
Albert Wiemers: Da sind die Finals der Deutschen Turnliga. Es wäre sehr schön, wenn wir mit der KTV Obere Lahn wieder dabei wären, wenngleich es sehr schwer wird. Es ist eine klare Geschichte: Die anderen Mannschaften haben ihre Hausaufgaben gemacht. Und wir haben in der vergangenen Saison zweimal nur sehr knapp gewonnen, das waren keine Selbstläufer. Wenn man die Turnpunkte betrachtet, hätten wir gegen Stuttgart und Straubenhardt verloren. Nach Scorepunkten haben wir zum Glück aber beide Wettkämpfe gewonnen. Ich sehe uns jedenfalls nicht in der Favoritenrolle. Es wäre schön, wenn wir einen Mittelfeldplatz erturnen würden.
 

OP: Im Anschluss an Platz fünf in der Premierensaison hatten Sie gesagt, dass man sicher nicht das Ziel ausgeben wolle, schlechter abzuschneiden. In der vergangenen Saison ist es Platz zwei geworden. Gilt Ihre Aussage noch?
Wiemers: Ich wäre nicht böse, wenn wir besser abschneiden würden. Aber das Karussell hat sich gedreht, es hat bei vielen Mannschaften Veränderungen gegeben. Die Topfavoriten sind aus meiner Sicht Stuttgart und Straubenhardt, dahinter sehe ich die TG Saar und den TV Wetzgau. Das sind die Hauptanwärter auf die beiden Finals in Karlsruhe. Während des Saisonverlaufs wird die Tagesform eine Rolle bei der Entscheidung spielen, wer in welches Finale einzieht. Ich würde mich freuen, wenn wir dem einen oder anderen dieser vier Mannschaften ein Bein stellen könnten. Dann haben wir die Chance auf den Einzug ins kleine Finale. Es soll aber keiner glauben, dass es einfach so weitergeht wie in der Vorsaison.
 

OP: Wobei es in Biedenkopf ja seit der Aufstiegssaison immer nur bergauf zu gehen scheint. Haben Sie Angst , dass bald der Absturz kommt?
Wiemers: Im Sport wie im Leben geht es auf und ab. Irgendwann geht es auch bei uns wahrscheinlich mal bergab. Wir wollen oben mitmischen – und mit oben meine ich die erste Liga. Ich würde mich freuen, wenn wir uns im Mittelfeld wiederfinden und wenn wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben.
OP: Wie gut sehen Sie Ihre Mannschaft – auch im Vergleich zum Vorjahr – aufgestellt?
Wiemers: Ich denke, wir haben das gleiche Niveau wie im Vorjahr. Wenn unsere Topstars Fabian Hambüchen oder Andrey Likhovitskiy ausfallen, stehen wir deutlich schwächer da. Ich hoffe, dass wir ähnlich wie in der vergangenen Saison von Verletzungen verschont bleiben. Der spanische Verband hat Fabian Gonzalez leider keine Freigabe gegeben, er soll sich auf die EM und WM konzentrieren. Vielleicht werden ihn die Spanier für die zweite Saisonhälfte freigeben. Er kann hoffentlich durch Yevgen Yudenkov und Andrea Cingolani ersetzt werden. Jakob Paulicks ist ein Mann, der zu uns passt. Er soll zusammen mit Felix Weber den Ausfall von Felix Wiemers kompensieren, der am Anfang wegen der Ski-Freerider-Tour fehlt.     

Interview: Holger Schmidt

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