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"Das ist Motorrad-Beherrschung pur"

Enduromeisterschaft in Wolfshausen "Das ist Motorrad-Beherrschung pur"

Brüllender Motorlärm, eine staubige Piste und gewagte Sprünge - die Enduromeisterschaft in Wolfshausen ließ die Herzen der Motorradsportfans höher schlagen.

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Hoch hinaus ging es in Wolfshausen für Andreas Schulz, der im A-Championat gewann und damit auch die Gesamtführung in der IGE-Enduromeisterschaft übernahm.

Quelle: Michael Hoffsteter

Wolfshausen. Die Ausrichter haben sich in Deutschland einen Namen gemacht. Und so war es ein beeindruckendes Fahrerfeld, das die MSV Lahnberge Wolfshausen und der AMC Rodheim-Bieber da zusammenbekommen hatten. 500 Starter - davon allein 180 in der Jedermann-Klasse - gingen bei der IGE-Enduromeisterschaft in verschiedenen Alters- und Kubikzentimeterklassen auf die anspruchsvolle und bestens präparierte Strecke.

„Enduro ist sozusagen die Königsklasse der Motorradfahrer“, erklärt Lahnberge-Schriftführer Jörg Steitz. Der Unterschied zu einem „normalen“ Motocross-Rennen, das übrigens am 25. und 26. Juni in Wolfshausen ausgetragen wird: „Es ist ein Langstreckenwettbewerb. Teilweise geht es über die Motorrad-Strecke, teilweise quer durch die Hecke, über Hindernisse und durch den Wald.“ Um Höchstgeschwindigkeit geht es nicht, teilweise muss sogar auf Schrittgeschwindigkeit heruntergebremst werden. Wer nach einer bestimmten Zeit die meisten Runden geschafft hat, gewinnt.

Den Fahrern wird dabei einiges abverlangt. „Das ist Motorrad-Beherrschung pur“, sagt Steitz. Aus heimischer Sicht hatte Noah Wenz sein Gefährt äußerst gut im Griff. Das MSV-Talent ließ von Anfang an keinen Zweifel daran, dass er sich den Sieg in der Youngster-Klasse sichern wollte. Schon nach wenigen Runden des Drei-Stunden-Laufs war abzusehen, dass ihm das auch gelingen würde. Darüber hinaus wurde seine bravouröse Fahrt mit dem Gesamtsieg im „B-Championat“ belohnt. Wie Marco Langbein (AMS Dirtbike) aus dem fränkischen Rügland schaffte Wenz 28 Runden, brauchte aber dafür nur 2:58:05 Stunden. Langbein benötigte 2:59:37 Stunden.

Als weiterer heimischer Starter zeigte David Wagner in diesem 100 Fahrer starken Feld ebenfalls eine gute Leistung und wurde mit Platz 27 belohnt. Nicht anzumerken war den beiden Nachwuchsfahrern, dass sie bereits tags zuvor einen Drei-Stunden-Teamlauf hinter sich gebracht und Platz fünf belegt hatten.

Die Sportfahrerklasse, das sogenannte A-Championat, war mit 72 Fahrern ebenfalls stark besetzt. Hier absolvierte Andreas Schulz vom Team Swazi-Cowboys 29 Runden in 2:57:03 Stunden und übernahm nach dem dritten Rennen der Saison auch die Gesamtführung in der Enduro-Meisterschaft. Schulz gewann vor den rundengleichen Manuel Günster aus Flörsheim und Steffen Haag aus Marbach am Neckar. Heimischer Fahrer waren nicht am Start.

Ergebnisse der heimischen Fahrer:

Klasse 1: 5. Markus Fey, 12. Sebastian Mootz. Klasse 2: 21. Jannik Scherbaum. Klasse 6 (Teams): 5. Wenz/Wagner, 16. Scherbaum/Plößer, 21. Fischer/Wenzel, 40. Schneider/Weinbach, 65. Combé/Combé. Klasse 9: 9. Stefan Schneider. Klasse 10: 1. Noah Wenz, 5. David Wagner. Klasse 12: 10. Ben Luis Otto. Klasse 13: 7. Alexander Bodenbender. Klasse 15: 4. Peter Hallenberger. Klasse 99 (Jedermann): 3. Jörg Steenbock, 62. Thorsten Bleike, 73. Frank Wilhelmi, 117. Gerd Fischer.

von Holger Schmidt

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