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Das dynamische Duo trumpft groß auf

German Football League Das dynamische Duo trumpft groß auf

Die "Söldner" überrannten die "Banditen" beim 27:15 im wahrsten Sinne des Wortes. Je zwei Rushing Touchdowns von den Neuzugängen Silas Nacita und Holt Claiborne sorgten für einen gelungenen Saisonstart.

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Running Back Silas Nacita feiert einen seiner beiden Touchdowns beim Sieg der Mercenaries gegen die Rhein-Neckar Bandits.

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Ein „Offensiv-Feuerwerk“ hatte sich Carsten Dalkowski, Marburgs Vereinspräsident, von Quarterback Holt Claiborne und Running Back Silas Nacita versprochen. Seine Erwartungen wurden am Sonntag erfüllt. Vier Touchdowns brachten die „Söldner“ zustande, und alle gingen auf das Konto der beiden US-amerikanischen Neuzugänge - das dynamische Duo.

Das Spiel ging für die Marburger gut los: Direkt der erste Ballbesitz der „Söldner“ brachte sieben Zähler. Silas Nacita zeigte seine Qualitäten, als er mit starkem Antritt durch die gegnerische Verteidigung schnitt wie ein heißes Messer durch Butter. Selten suchte Nacita die Lücke in der Defensive Line, sondern lief meist über die Flügel. So auch beim ersten Touchdown des Spiels. „Einige Läufe über die Außen waren geplant, andere nicht. Das ist eben die Klasse von so einem Spieler“, meinte Head Coach Matthias Dalwig. Kurz darauf war es in Holt Claiborne der Zweite des dynamischen Duos, der mit einem kurzen Lauf zum Touchdown erhöhte.

Marburg Mercenaries Rhein Neckar Bandits Marburg Nr.7 Silas Nacita : Foto / Michael Hoffsteter

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Rhein-Neckar blieb jedoch dran und verkürzte kurz vor der Halbzeit dank eines Touchdowns und eines 2-Punkte-Versuchs auf 8:14. Statt Sonny Weishaupt agierte Antwaan Smith als Quarterback der „Banditen“. Meistens arbeitete er mit kurzen Pässen zu seinen Wide Receivern, die einige Male soliden Raumgewinn brachten. Glück für die Mercenaries, dass sich die Gäste mit mehreren unnötigen Strafen selber schadeten.

Eine Interception von Claiborne brachte die Gäste in aussichtsreicher Position in Ballbesitz. Doch die Marburger Passverteidigung, die gestern noch keinen sattelfesten Eindruck machte, zeigte sich bärenstark, als das Spiel zu kippen drohte. Cornerback Daniel Katusic verteidigte zwei gute Pässe von Smith stark.

Dafür dass die Offensive Line mit zwei Spielern agierte, die gestern ihr erstes Spiel absolvierten, machte sie einen soliden Eindruck. An GFL-Maßstäben gemessen war sie jedoch nicht gut. „Wir haben sehr viel Verbesserungsbedarf“, schmunzelte Center Dominik Heinz, Führungsfigur in der „O-Line“. Mehrmals habe es Verwirrung auf dem Feld gegeben. Tiefe Pässe waren für Clai­borne kaum möglich, weil seine Linemen ihm die Defensive nicht lange genug vom Hals halten konnten. Mit dem Resultat, dass Holt Claiborne häufiger mit dem Ball laufen musste als eigentlich geplant: Eine schlechte Ballübergabe wandelte Claiborne kurzerhand dann mit einem 75-Yards-Touchdown-Lauf zum 21:8 im dritten Viertel um. Aber wiederum konnten die „Banditen“ verkürzen - auf 15:21.

Doch Silas Nacita antwortete postwendend. Der Läufer brach erneut mehrere Tackles, schüttelte Verteidiger ab wie lästige Fliegen und lief zu Beginn des vierten Viertels 70 Yards in die gegnerische Endzone zum Endstand. Gerade im Schlussviertel machten die Marburger Defensive Linemen auf sich aufmerksam, indem sie ihren Hunger auf Sacks unter Beweis stellten. Mehrmals brachten sie Antwaan Smith zu Fall.

Linebacker verletztesich schwer

In Halbzeit zwei erlitten die „Söldner“ einen herben Verlust. Defensive Coordinator und Linebacker Sam Weiss verletzte sich schwer. Stehende Ovationen der 600 Zuschauer, als der Spielertrainer von Sanitätern aus dem Stadion getragen wurde. So wurde es ein teuer erkaufter Auftakterfolg.

Dass die GFL ein Sprungbrett sein kann, zeigte sich am Samstag: Moritz Böhringer, Wide Receiver bei den Schwäbisch Hall Unicorns, wurde als erster Europäer direkt von einem Team der amerikanischen Profi-Liga NFL verpflichtet. Die Minnesota Vikings sicherten sich die Dienste des 22-Jährigen.

von Benjamin Kaiser

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