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Das dynamische Duo steht in der Kritik

American Football Das dynamische Duo steht in der Kritik

Head Coach Matthias Dalwig glaubt vor dem Spiel am Sonntag (16 Uhr) gegen Schwäbisch Hall an ein besseres Abschneiden der "Söldner" als vor drei Wochen im Hinspiel, das 25:56 verloren ging. Doch laut Jonas Beckmann rumort es in der Mannschaft.

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Sie genießen trotz Kritik das Vertrauen von Cheftrainer Matthias Dalwig: Silas Nacita (links) und Holt Claiborne.

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Jonas Beckmann ist unzufrieden und sein Missmut richtet sich gegen das dynamische Duo in Marburgs Offensive, Quarterback Holt Claiborne und Running Back Silas Nacita. Seitdem Offensive Coordinator Ray Jauch vor rund drei Wochen das Team in Richtung USA verlassen hat, obliegt die Führung der Marburger Offensive den beiden US-Amerikanern. Doch die binden die deutschen Spieler laut Beckmann zu wenig ein und sind „unempfänglich“ für Kritik, machten „ihr Ding“.

Beckmann hat für sich die Konsequenz gezogen, sich vorerst aus der ersten Mannschaft der Mercenaries zurückzuziehen und sich auf seine Traineraufgaben in der Jugend der „Söldner“ zu fokussieren. „Das Training war unstrukturiert und in der Offensive sind die Zuteilungen manchmal nicht klar gewesen“, begründet der Reserve-Quarterback seine Entscheidung und fügt hinzu: „Ich weiß, dass viele andere Spieler in der Offense genauso denken wie ich.“

Ein Offensivspieler weiß von der „Sache“. „Ich möchte zu dem Thema nichts sagen. Wir haben ein wichtiges Spiel am Sonntag und schlechte Stimmung in der Mannschaft wäre da nicht hilfreich“, sagt er, pausiert und schließt an: „Silas und Holt vergessen manchmal, dass wir nicht auf ihrem Level sind und nicht von Kindesbeinen an Football lernen.“ Dass es Probleme in der Offensive gibt, leugnet der Spieler nicht.

Das macht Head Coach Matthias Dalwig, der für die Kritik an Claiborne und Nacita keinen Anlass sieht. „Jonas war seit rund zwei Wochen nicht mehr beim Training. Wir hatten in dieser Zeit die besten Trainingseinheiten des Jahres“, meint der Trainer. Werden die beiden US-Amerikaner zu einem Antikörper im Team? Sondern sie sich ab? „Auf keinen Fall. Unter Ray Jauch gab es einige Probleme mit der Kommunikation. Aber Holt und Silas nehmen viel an Kritik auf und sind auch zugänglich für neue Dinge“, versichert Dalwig. „Jonas ist der viertbeste Quarterback, den wir haben. Ich denke, dass seine Unzufriedenheit daher kommt, dass er keine Spielzeit kriegt“, sagt Dalwig.

Nicht nur abseits des Feldes gibt es unliebsame Neuigkeiten für die „Mercs“. Die Probleme in der Offensive Line der Mercenaries halten indes an. Die junge und unerfahrene Linie muss am Sonntag auf zwei Spieler verzichten. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Cornerback Daniel Katusic, ein wichtiger Spieler in der Passverteidigung der Marburger. Gerade gegen ein passfreudiges Team wie Schwäbisch Hall könnte sich sein Ausfall als verheerend herausstellen. Denn die Wide Receiver der Schwäbisch Hall Unicorns dürfen mit dem Gütesiegel „wertvoll“ versehen werden. Laut Dalwig habe das Team in den vergangenen drei Wochen Fortschritte gemacht. Viele Spieler hätten im Hinspiel auf ungewohnten Positionen gespielt. Das Team wolle die Partie möglichst lange offen gestalten. Das Hinspiel war beim Pausenpfiff, bei dem es 35:7 stand, bereits vorbei.

Alles andere als ein Sieg für die „Einhörner“ wäre ein kleines Football-Wunder. Doch genau dieses wollen Trainer und Spieler bewerkstelligen.

von Benjamin Kaiser

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