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Das Selbstvertrauen ist zurück

Basketball-Bundesliga, Frauen Das Selbstvertrauen ist zurück

In souveräner Manier haben die Marburgerinnen ihren fünften Bundesligasieg errungen. Beim 79:48 bei den Chemcats Chemnitz lagen sie von Beginn an in Front.

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Katie Yohn war beim Sieg des BC Pharmaserv Marburg bei den ChemCats Chemnitz die Topscorerin der Gäste.

Quelle: Thorsten Richter

Chemnitz. Schon bei der Halbzeitsirene jubelte Patrick Unger, als hätte seine Mannschaft gerade eine entscheidende Partie gewonnen. Katlyn Yohn hatte gerade zum 37:24 für den BC Pharmaserv getroffen. Für den Marburger Trainer stand jetzt bereits fest: Das lassen wir uns nicht mehr nehmen.

„Wir haben eigentlich nicht anders gespielt als zuletzt. Aber wir haben endlich wieder getroffen“, sagte Unger.

Sich mit harter Verteidigung Selbstvertrauen für die Offensive holen. Ein Satz, den Trainer immer wieder als Schlüssel zum Erfolg angeben. Bei den Hessinnen hatte in den vergangenen beiden Begegnungen trotz guter Defense-Arbeit das Selbstvertrauen gefehlt. Das Händchen zitterte. Leichte Würfe gingen nicht rein. Diesmal war das anders. Nach elf Sekunden drückte Tonisha Baker von der Dreierlinie ab - und traf. Das erste Ausrufezeichen. Zehn weitere Dreier folgten. Zuletzt eine Schwäche des BC, diesmal eine Stärke.

„Man hat in den Gesichtern gesehen, dass da ein ganz anderes Team auf dem Feld stand, als in den Wochen zuvor“, freute sich der BC-Coach. „Wir haben in der Woche viel mental gearbeitet. Und ich freue mich für die Mädels, dass sie ihr Selbstvertrauen wiedergefunden haben.“

Elf geklaute Bälle

Seine Schützlinge kämpften um jeden Zentimeter, zwangen Chemnitz zu schlechter Wurfauswahl und hatten in mancher Situation auch ein wenig Glück, dass die Gastgeberinnen ein paar Chancen liegen ließen. Im Angriff ließ das Pharmaserv-Team den Ball gut laufen und erspielte sich viele gute Möglichkeiten. Und die wurden diesmal genutzt. 30 der 59 Versuche aus dem Feld fanden ins Ziel. Chemnitz dagegen traf nur jeden dritten Wurf.

Zwar beherrschten die Gastgeberinnen um Ex-Marburgerin Lisa Koop die Rebounds. Doch 20 Ballverluste machten diesen Vorteil zunichte - dabei hatte der BC mit elf geklauten Bällen oft seine Hände im Spiel.

Der Trainerin der Chemcats gefiel das gar nicht. Amanda Davidson hatte das eigentlich von ihren Schützlingen erwartet. „Wir haben nicht das gezeigt, was wir können“, sagte die ehemalige BC-Spielerin in Chemnitzer Diensten. „Wir haben die ganze Woche über im Training hart gearbeitet und wollten gute Defense spielen. Aber das haben wir nicht geschafft.“

Höchster Pflichtspielsieg unter Patrick Unger

Waren die ersten zwölf Minuten relativ ausgeglichen (16:18), setzten sich die Lahnstädterinnen nun Punkt um Punkt ab. Zur Halbzeit betrug der BC-Vorsprung schon 13 Zähler.

In seiner Pausenansprache warnte Unger davor, nachzulassen: „Wir müssen jetzt noch eine Schippe drauflegen“, impfte er seinen Schützlingen ein. Und die folgten aufs Wort. Zweier Finja Schaake, Dreier Patricia Benet, Dreier Tonisha Baker - und schon betrug der Vorsprung 21 Punkte. So konnte Stephanie Lee geschont werden, die sichtlich von einem Magen-Darm-Infekt geschwächt war.

Nur einen Dreier und drei Freiwürfe ließen die Gäste im dritten Durchgang zu. Die Grundlage zum bislang höchsten Pflichtspielsieg unter Patrick Unger.

von Marcus Richter

 
Statistik

Viertel: 12:15, 12:22, 6:19, 18:23.

Chemnitz: Bejtic 17 Punkte / 3 Dreier (3 Steals), Böhmke, Borchers (n.e.), Buck 6/1 (6 Rebounds), Cursaru, Halasz 9, Kluge, Koop 10, Peroche 2, Ruffin 3, Shields 1 (8 Reb.).

Marburg: Baker 10/2, Benet 7/1, Gaudermann 4, Greunke 7/1 (7 Reb.), Köppl 2, Lee 3/1, Schaake 17/3 (3 St.), Thimm 8 (3 St.), Yohn 21/3.

Schiedsrichter: Thomas Hofmann, Sven Rosenbaum. Zuschauer: 250.

 
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