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Das Rückspiel hat eine lange Vorgeschichte

Fußball, Hessenliga Das Rückspiel hat eine lange Vorgeschichte

Von den knapp 180 absolvierten Partien in der Hessenliga dürfte das Hinspiel Eintracht Stadtallendorf gegen TSV Lehnerz besonders in Erinnerung geblieben sein - jedoch nicht aus sportlichen Gründen.

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Eine Szene aus dem Hinspiel: Stadtallendorfs Dominik Völk (rechts) gegen den Lehnerzer Alexander Scholz.

Quelle: Thorsten Richter

Stadtallendorf. Denn nach der ersten Saisonniederlage der Ostkreisler (0:3) begann ein (sport-)rechtliches Tauziehen, das bis zum anstehenden Rückspiel noch nicht beendet ist.

Zum Hintergrund: Der TSV Lehnerz hatte damals einen Spieler von Beginn an spielen lassen, der nicht auf dem Spielbericht aufgeführt war. Die Eintracht sah darin einen Verstoß gegen die Statuten und zog vor das Grünberger Regionalsportgericht, das die Osthessen jedoch nur mit einer Geldstrafe und nicht - wie von der Eintracht gefordert - mit Verlust des Spiels sanktionierte.

Verbandsgericht spricht Eintracht die Punkte zu

Erst vor dem Verbandsgericht des HFV wurden der Eintracht die drei Punkte zugesprochen. Der TSV Lehnerz entschied darauf hin, das zweitinstanzliche Urteil von einem ordentlichen Gericht prüfen zu lassen. Am 21. März beschäftigt sich nun das Frankfurter Landgericht mit dem Fall (die OP berichtete mehrfach ausführlich). „Mich interessiert das alles nicht so. Ich habe mich mit Dragan Sicaja ausgesprochen. Es ist alles okay zwischen uns“, sagt der Lehnerzer Coach Henry Lesser, der nach wie vor ein gutes Verhältnis zu seinem Stadtallendorfer Trainerkollegen pflegt.

Auch Sicaja glaubt nicht, dass die sportjuristische Auseinandersetzung morgen von Bedeutung sein wird: „Die Jungs haben damit wenig zu tun. Das ist nicht unsere Angelegenheit. In dieser Sache wird von anderen Personen Recht gesprochen. Wenn wir die Punkte behalten, ist es gut, wenn nicht, dann eben nicht.“

Trainer Sicaja hat Respekt vor Gegner

Zur Verfügung steht Sicaja wieder Winter-Neuzugang Masih Saighani. Auch Stürmer Del-Angelo Williams und Außenverteidiger Kenan Atas, die in diesem Jahr verletzungsbedingt noch nicht im Kader standen, seien auf dem Weg der Besserung. „Ich habe Respekt vor Lehnerz. Die Mannschaft war in der Vorsaison bei den Aufstiegsspielen dabei und verfügt über Qualität ohne Ende. Wir müssen wie in jedem anderen Spiel Gas geben. Ich sehe uns aber auf Augenhöhe - und die haben mehr Druck als wir“, meint der Eintracht-Coach.

Und auch Stadtallendorfs „Sechser“ Admir Pllana, der gegen Alzenau ein starkes Pflichtspiel-Debüt nach seiner Rückkehr von Rot-Weiß Frankfurt gab, sieht die Herrenwälder im Fuldaer Stadtteil keineswegs chancenlos: „Wenn wir die Leistung aus dem Alzenau-Spiel bringen, können wir in Lehnerz etwas mitnehmen.“

Lehnerz hofft auf Rückkehrer Dominik Rummel

Nach dem 3:0-Derbysieg im Viertelfinale des Fuldaer Kreispokals am Mittwoch gegen Ligakonkurrent SV Buchonia Flieden erwartet Lesser, dessen Mannschaft als Tabellensechster erst eine Partie auf eigenem Platz verloren hat, ein enges Spitzenspiel. „Es ist fast traditionell so, dass die Mannschaft, die in diesem Spiel das erste Tor macht, gewinnt. Im Hinspiel haben wir in den entscheidenden Phasen die Tore gemacht“, erinnert sich der ehemalige DDR-Nationalspieler, der auf Rückkehrer Dominik Rummel hofft.

Der Stürmer, der zwei seiner elf Tore im Hinspiel erzielte, konnte in diesem Jahr aufgrund einer Zerrung noch keine Partie bestreiten. Auch auf den genesenen Alexander Reith setzt Lesser: „Er ist eine Bereicherung für unser Spiel“, sagt der 52-Jährige über den quirligen und technisch starken Offensivakteur, der vor der Saison von Borussia Fulda kam.

Die Spiele der Hessenliga
Buchonia Flieden - RW Frankfurt, Vikt. Griesheim - Spfr. Seligenstadt, RW Hadamar - Borussia Fulda, SV Wiesbaden - Teut. Watzenb.-Stbg., OSC Vellmar - FSC Lohfelden, SpVgg Oberrad - KSV Baunatal, FC Bayern Alzenau - SC Hessen Dreieich, TSV Lehnerz - Eintr. Stadtallendorf (alle Sa., 15 Uhr).

von Marcello Di Cicco

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