Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Dalwig erwartet Reaktion auf Hinspiel

Mercenaries Dalwig erwartet Reaktion auf Hinspiel

Das Hinspiel dominierten die Marburger in der ersten Halbzeit, ehe ihnen unerklärlicherweise die Puste ausging und Stuttgart noch 36:33 gewann.

Voriger Artikel
Schröck empfängt die Kickers aus Offenbach
Nächster Artikel
Ungutes Gefühl

Micah Brown (Marburg Mercenaries, rechts) mit Bernard Luster zum Touchdown gegen die Saarland Hurricanes.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Mit einer blütenweißen Weste und bereits sieben Siegen im Gepäck reisen die Stuttgart Scorpions am kommenden Sonntag nach Marburg. Wenig überraschend wird Stuttgart einiges an Selbstvertrauen eingepackt haben. Und doch ist man im Lager der Mercenaries guter Dinge, den Platz als Sieger verlassen zu können. Dazu Head Coach Matthias Dalwig: „Stuttgart ist stark, keine Frage, aber wir müssen auch nicht so tun, als wenn sie der Riesenfavorit oder gar unschlagbar wären. Schließlich haben wir im Hinspiel selbst einiges dazu beigetragen, dass wir am Ende mit leeren Händen dastanden.“

„So verliert niemand gerne“

Rückblende: Das soeben zitierte Hinspiel wurde über eine Halbzeit von der nahezu fehlerfrei spielenden Marburger Mannschaft beherrscht, bevor – unerklärlich – auf der Zielgeraden die Puste ausging. Mit einer 36:33-Niederlage und viel Frustration ging es anschließend in den Bus. Frustration, die nach Ansicht des Trainerstabes der Hessen aber auch Motivation freisetzen sollte. „So verliert niemand gerne, und ich persönlich erwarte als Reaktion eine hoch konzentrierte Partie unserer Jungs“, so der frischgebackene Papa und Defensive Coordinator Sergej Schmidt.

Stuttgart hat seinen Spielstil über die Jahre extrem verändert. Football- Nostalgiker reiben sich dabei verwundert die Augen, stehen die Schwaben doch derzeit auf Platz 1 der Statistik „Total Offense“ und immerhin auf Rang 6 bei den „Passing Yards“. „Die Zeiten, in denen die Scorpions nur in der Laufstatistik zu finden waren, sind längst vorbei“, kommentiert auch Mercenaries-Präsident Carsten Dalkowski. „Frisches Blut, neuer Trainerstab, da hat sich einiges getan.“ Dieses „Einiges“ liegt vor allem daran, dass die Stuttgarter mit Luke Barthelmess einen Quarterback haben, der sowohl laufen als auch passen kann.

Für seine Position unüblich, rangiert er in der Laufstatistik mit knapp 140 Yards pro Spiel auf Platz 4 der gesamten GFL und damit weit vor etlichen Runningbacks der Liga. Zum Vergleich: Marburgs Quarterback Micah Brown, selbst athletisch und gut zu Fuß, erzielt in dieser Kategorie rund 55 Yards weniger pro Spiel. Bei Barthelmess kommen pro Partie auch noch 235 Yards durch die Luft hinzu, wobei er dabei zumeist auf die starken Receiver Fabian Weigel und Mar’Quone Edmonds zurückgreift.

Richtungweisendes Spiel

Die Marburger treten mit kompletten Kader an und fühlen sich bestens vorbereitet. Wide Receiver Luke McCann baut dabei vor allem auf Zuspruch von den Rängen: „Wir hoffen, dass viele Zuschauer kommen, um uns zu unterstützen. Das Spiel wird richtungweisend für den Rest der Saison.“ Kick Off der Partie ist am Sonntag um 16 Uhr im Georg-Gaßmann-Stadion in Marburg.

von Arik Bredendiek

Voriger Artikel
Nächster Artikel
../dpa-ServiceLine-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-170707-99-155169_large_4_3.jpg
Fotostrecke: Wie werde ich Sounddesigner/in?